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Stellen Sie sich vor, Sie öffnen ein Telefon und hören ein leichtes Klappern dort, wo Ruhe sein sollte. Dieses kleine Geräusch soll Apple offenbar dazu gezwungen haben, seine Pläne für ein faltbares iPhone zu verlangsamen. Das einst für Herbst 2026 prognostizierte Gerät dürfte laut Gerüchten aus der Lieferkette und Andeutungen von Zulieferern nun eher Anfang 2027 erscheinen.
Als das Scharnier zu sprechen begann
Zunächst kreisten die Gerüchte um ein kompliziertes Scharnier, das sich nicht so verhielt, wie Apple es erwartet. Prototypen sollen beim Öffnen und Schließen ein hörbares Geräusch erzeugt haben, ein Fehler, der das Image von Premiumqualität gefährden kann. Andere Stimmen in der Lieferkette verwiesen auf SMT-Herausforderungen auf der Leiterplatte, ein technischer Stolperstein bei der Bauteilplatzierung und dem Löten auf extrem dichten Platinendesigns. Beide Probleme sind lösbar. Beide benötigen Zeit.
Dann kam die Zeitplanung. Der CEO eines Zulieferers deutete an, dass "terminliche Faktoren" eine Vorstellung auf Anfang nächsten Jahres verschieben könnten, und diese Äußerung klang eher wie ein Hinweis denn wie eine Bestätigung. Apple könnte das faltbare iPhone dennoch zusammen mit den iPhone 18 Pro-Modellen im September vorstellen und die Auslieferung verzögern. Gestaffelte Markteinführungen erscheinen derzeit sinnvoll. TSMCs 2-Nanometer-Kapazitäten sind ausgelastet und Speicher bleibt knapp. Warum also hetzen, wenn ein phasenweiser Ausbau das Risiko verringert?
Beim Preis sieht es anders aus. Leaks deuten darauf hin, dass das Basismodell bei etwa 1.840 € beginnen könnte, während die Spitzenvariante nahe 2.024 € liegen soll. Damit wäre Apples Einstieg im oberen Bereich des Foldable-Marktes angesiedelt, aber nicht außerhalb der Erwartungen für ein als Flaggschiffprodukt positioniertes Gerät.

Ein Hardware-Rezept für Robustheit
Nach dem, was zusammengetragen wurde, wird das iPhone Ultra stark auf fortschrittliche Displaytechnik setzen. Erwartet werden Samsungs M14-OLED-Panels, kombiniert mit ultradünnem Glas und flexiblen Schichten zur Minimierung von Falzbildung. Ein Farbfilter auf der Verkapselung reduziert die Dicke, ein flexibler Klebstoff verringert die Beanspruchung der Schichten, und eine reduzierte Dicke im Scharnierbereich soll die mechanische Belastung mindern. Das Scharnierdesign von Apple soll gleichzeitig als Kühlkörper fungieren und neben einer speziellen Vapor-Chamber arbeiten, um die Thermik zu kontrollieren.
Im Inneren soll das Faltgerät Apples A20 Pro-Chip einsetzen, gekoppelt mit 12 GB RAM und Apples eigenem C2-Modem. Face ID könnte fehlen, stattdessen würde das Entsperren biometrisch über Touch ID erfolgen. Solche kleinen Kompromisse könnten bewusste Entscheidungen sein, um Zuverlässigkeit und Designbeschränkungen bei einem faltbaren Formfaktor auszubalancieren.
Bedeutet Verzögerung Enttäuschung? Nicht unbedingt. Apple hat in der Vergangenheit Starts verschoben, bis die Technik ihren Konsistenzansprüchen genügte. Kunden, die auf einen falzfreien Bildschirm, ein leises Scharnier und ein zuverlässiges Faltgerät warten, könnten ein späteres Versanddatum einem Kompromiss bei der Erstauflage vorziehen.
Vorerst ist damit zu rechnen, dass iPhone 18 Pro und Pro Max planmäßig erscheinen, während das Ultra still seine letzten technischen Kapitel abschließt. Sollte Anfang 2027 das tatsächliche Ziel sein, hätte Apple Wochen oder Monate gewonnen, um die Punkte zu beheben, die Käufern mit hohen Preisen am wichtigsten sind: Haptik, Verarbeitung und Zuverlässigkeit.
Quelle: wccftech
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