Samsung testet 60-Mikron-UTG für robustere Falttelefone

Samsung testet eine 60-Mikron-Schicht ultradünnen Glases (UTG) für seine Falttelefone. Die größere Glasdicke soll Falzbild und Haltbarkeit verbessern, zunächst beim Galaxy Z Fold 8 Wide erprobt.

Lena Wagner Lena Wagner . Kommentare
Samsung testet 60-Mikron-UTG für robustere Falttelefone

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Der Falz bei faltbaren Geräten ist das Smartphone-Äquivalent eines Papierschnitts: klein, hartnäckig und überraschend störend. Samsung testet offenbar ein neues Mittel, eine dickere Schicht ultradünnen Glases (UTG), die das Faltergebnis optisch und haptisch deutlich näher an eine durchgehende Oberfläche bringen könnte.

Quellen aus der Lieferkette berichten, dass Samsung eine 60-Mikron-UTG-Schicht erprobt, ein deutlicher Schritt gegenüber dem 45-Mikron-Glas, das bei aktuellen Modellen zum Standard geworden ist. Demnach plant das Unternehmen, dieses dickere Glas zunächst beim Galaxy Z Fold 8 Wide, dem breiteren, passformatigen Schwestermodell, zu pilotieren, bevor entschieden wird, ob es in das reguläre Z Fold 9 übernommen wird. Kluger Ansatz: Erst testen, dann ausrollen.

Warum spielt die Dicke eine Rolle? Dünneres Glas lässt sich leichter biegen, was das Falten erleichtert, gleichzeitig wird der Falz sichtbarer und das Panel anfälliger. Dickere UTG tauscht etwas Flexibilität gegen mehr Steifigkeit und Robustheit ein, sodass die Falz flacher liegt und besser gegen alltägliche Stöße resistent ist. Man kann es mit dem Wechsel von Taschentuchpapier zu feinem Papier vergleichen; beides lässt sich falten, aber eines hinterlässt eine sanftere Spur.

Zur Einordnung: Das Z Fold 6 verwendete eine 30-Mikron-Schicht, und Samsung ging in späteren Generationen auf etwa 45 Mikron, um die Strapazierfähigkeit zu verbessern. Ein Sprung auf 60 Mikron wäre eine weitere gezielte Maßnahme in Richtung Dauerhaftigkeit, kein radikales Wagnis. Das Standard-Z Fold 8 Ultra soll derweil beim aktuellen 45-Mikron-Glas bleiben, was Samsung erlaubt, reales Nutzerfeedback zu zwei Designansätzen zu vergleichen.

Es geht nicht nur um Glas. Ingenieure verfeinern außerdem die Scharniere und fügen unter dem Display robustere Schutzschichten hinzu. Das Ziel ist praktisch: faltbare Geräte zu schaffen, die intensives Multitasking, lange Streaming-Sitzungen und den rauen Alltag als täglicher Begleiter aushalten. Haltbarkeit, ohne die geschmeidige, scharnierorientierte Magie zu verlieren, die Faltgeräte so attraktiv macht.

Auch das Timing ist wichtig. All das geschieht vor Samsungs spekuliertem Unpacked-Event am 22. Juli 2026 in London. Sollte das 60-Mikron-Experiment beim Z Fold 8 Wide gelingen, hätte Samsung eine stärkere Geschichte für die Keynote und einen klareren Grund, Käufer zum breiteren Modell zu lenken oder das Upgrade dem Z Fold 9 vorzubehalten.

Nichts ist bisher offiziell, natürlich. Die Geschichte ist jedoch vertraut: kleine, iterative Verbesserungen, die die Kategorie leise voranbringen. Für alle, die mit dem Gedanken spielen, auf ein Faltgerät umzusteigen, sind solche Hardwareanpassungen die Art von stetigem Fortschritt, die eine Kuriosität in ein praktisches Werkzeug verwandeln.

Wenn Samsung den Falz zähmen kann, ohne das Falten zu beeinträchtigen, könnte sich das nächste Z Fold weniger wie ein Prototyp und mehr wie eine echte Smartphone-Weiterentwicklung anfühlen.

Quelle: gizmochina

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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