Klage gegen Sony: Spieler sagen, sie besitzen Spiele nicht

Vier Kläger aus Kalifornien werfen Sony vor, dass Kauf-Buttons im PlayStation Store Eigentum suggerieren statt nur eine Lizenz. Die Klage beruft sich auf Kaliforniens Gesetz zur Transparenz digitaler Güter und fordert Änderungen.

Klage gegen Sony: Spieler sagen, sie besitzen Spiele nicht
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Stellen Sie sich vor, Sie bezahlen für ein Spiel und erfahren später, dass Sie es nie wirklich besessen haben. Seltsam? Genau das behauptet eine neue Sammelklage gegen Sony.

Vier Spieler aus Kalifornien werfen Sony vor, Kunden mit den Kauf-Schaltflächen im PlayStation Store in die Irre zu führen. Bezeichnungen wie „Jetzt kaufen“ und „Kauf bestätigen“, so argumentieren sie, erweckten den Eindruck, Käufer würden das Spiel selbst erwerben, nicht lediglich eine zeitlich begrenzte oder widerrufliche Lizenz zur Nutzung.

Die Anwälte der Kläger heben eine rechtliche Unterscheidung hervor, die die meisten Spieler übersehen. Sie behaupten, Käufer würden die Spiele nicht besitzen, sondern lediglich eine eingeschränkte, widerrufliche Lizenz zur Nutzung der Software erhalten. In der Klageschrift heißt es außerdem, diese Lizenz sei mit Beschränkungen versehen, die in einer separaten Software-Lizenzvereinbarung festgelegt sind und vom Checkout-Prozess getrennt abgelegt werden.

Sony hat oberhalb der finalen Kauf-Schaltfläche einen kleinen Hinweis platziert, der erklärt, dass die Transaktion eine Lizenz und keinen Eigentumsübergang gewährt. Laut Klageschrift ist die Formulierung jedoch winzig und im Eifer des Bezahlvorgangs leicht zu übersehen. Würde ein durchschnittlicher Käufer sie vor dem Klick bemerken? Die Kläger sagen nein.

Die Klage fordert das Gericht auf, Sony dazu zu zwingen, die Darstellung digitaler Käufe im PlayStation Store zu ändern, und verlangt Schadensersatz. Die Kläger fordern außerdem ein Geschworenenverfahren, um festzustellen, wie viel Sony zahlen muss, und um eine deutlichere, auffälligere Offenlegung gegenüber Käufern zu erzwingen.

Der Fall stützt sich auf das kalifornische Gesetz zur Transparenz digitaler Güter, das im vergangenen Jahr in Kraft trat. Das Gesetz verlangt, dass Unternehmen deutlich offenlegen, wenn sie Zugang oder Lizenzen zu digitalen Inhalten verkaufen, etwa Spiele, Musik und Ähnliches, und nicht das Eigentum an einem Produkt übertragen.

Wenn das Gericht den Spielern Recht gibt, könnte die Entscheidung weitreichende Folgen für die Branche haben. Digitale Verkaufstellen müssten möglicherweise ihre Checkout-Abläufe neu gestalten, die Beschriftungen ändern und die Lizenzbedingungen deutlicher hervorheben. Unternehmen, die digitale Käufe als Zugriffsrechte statt als Verkauf behandeln, müssten dies offen kommunizieren.

Vorerst erinnert die Klageschrift daran, dass die Wortwahl auf einer Schaltfläche Bedeutung hat. „Jetzt kaufen.“ „Kauf bestätigen.“ Kleine Worte, große Folgen. Was als Nächstes geschieht, könnte unsere Vorstellung davon verändern, ein Unterhaltungsprodukt digital zu besitzen, zu leihen oder nur zu mieten.

Sarah Hoffmann

"Nachhaltige Technologie ist die Zukunft. Ich schreibe über Green-Tech und wie Digitalisierung dem Planeten helfen kann."

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