Valve Steam Machine: Kompakter Linux-Gaming-PC im Test

Valve hat die Steam Machine gestartet: kompakter Linux-Gaming-PC mit AMD Zen 4 und RDNA3-GPU, 16 GB DDR5, 512 GB oder 2 TB SSD, limitiertes Kaufverfahren und hohem Preis – für Aufrüstfans interessant.

Valve Steam Machine: Kompakter Linux-Gaming-PC im Test
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Sie haben es endlich ausgeliefert. Und ja, der Preisschock trifft einen schon, bevor man auch nur den Deckel öffnet.

Valve hat feste Zahlen für die Steam Machine genannt: Das 512GB-Modell kostet $1,049 und die 2TB-Ausführung $1,349. Möchten Sie Valves Steam Controller? Rechnen Sie mit $1,128 für die 512GB- oder $1,428 für das 2TB-Bundle. Sie müssen den Controller nicht nehmen, jeder kompatible Gamepad funktioniert, aber Valve legt jeder Einheit zwei zusätzliche Abdeckplatten bei, eine rote Stoffversion und eine aus massivem Walnussholz.

Beim Kauf gibt es einen Haken. Die Steam-Store-Seite nimmt Anmeldungen bis zum 25. Juni um 10:00 Uhr Pazifikzeit entgegen. Danach führt Valve eine einmalige Zufallsauswahl durch, um zu entscheiden, wer das Kaufrecht erhält. Wenn Sie ausgewählt werden, haben Sie ab dem 29. Juni ab Benachrichtigung 72 Stunden Zeit, die Bestellung abzuschließen, sonst geht Ihr Platz an die nächste Person. Zudem benötigen Sie ein Steam-Konto in gutem Zustand mit mindestens einem Kauf, der vor dem 27. April 2026 getätigt wurde.

Hardwareseitig ist die Steam Machine unverkennbar ein PC. Sie steckt einen 6-Kern/12-Thread AMD Zen 4 Prozessor mit bis zu 4,8 GHz und eine RDNA3-GPU mit 28 Compute Units und bis zu 2,45 GHz. Der Systemspeicher beträgt 16 GB DDR5 mit 5600 MHz, befindet sich jedoch in einem einzelnen 16-GB-SO-DIMM, sodass Tester bemerken, dass sie standardmäßig im Single-Channel läuft. Es gibt jedoch zwei Steckplätze, sodass ein späteres Aufrüsten auf doppelte RAM-Kapazität unkompliziert ist. Die GPU verfügt über 8 GB GDDR6.

Der Speicher ist in zwei Varianten erhältlich – 512 GB oder 2 TB – beide als normale M.2-Laufwerke, sodass Upgrades einfach sind, wenn Sie mehr Platz für Spiele benötigen. Ein microSD-Slot ist vorhanden, und Valve erlaubt sogar das Wechseln von Karten zwischen der Steam Machine und einem Steam Deck. Das Gerät beherbergt ein internes Netzteil, wodurch das Gehäuse kompakt und aufgeräumt bleibt.

Als Software läuft SteamOS 3, dieselbe moderne, Linux-basierte Plattform, die Valve weiterentwickelt und auch zur Installation auf anderer Hardware anbietet. Diese Flexibilität ist das stärkste Verkaufsargument der Machine: Sie erhalten einen kompakten, Linux-orientierten Gaming-PC, der sich in einem Wohnzimmer-Setup deutlich ordentlicher einfügt als ein Desktop-Tower.

Trotzdem ist der Kontext wichtig. Der Start wurde im letzten Jahr wegen Probleme in der Lieferkette und schwankender Arbeitsspeicherpreise verschoben, und Valve hielt seine Preispläne zurück, während sich der Markt verschob. Das macht die heutigen Zahlen leichter verständlich, wenn auch nicht unbedingt leichter zu verkraften, besonders nach den jüngsten Preiserhöhungen beim Steam Deck, die das 1TB-Modell auf $949 hoben. Im Vergleich zu Konsolen unterbietet die Steam Machine nichts: Sie ist teurer als eine $900 PlayStation 5 Pro und deutlich teurer als eine Standard-PS5.

Wenn Sie Offenheit, Aufrüstbarkeit und ein kompaktes Linux-Gaming-Gerät schätzen, ist die Steam Machine eine Überlegung wert, vorausgesetzt, Sie können mit dem Preis leben.

Ist sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für rohe Leistung? Wahrscheinlich nicht. Ist sie der kleine, flexible Gaming-PC, nach dem einige Nutzer Valve gefragt haben? Absolut. Entscheiden Sie, was Ihnen wichtiger ist, bevor Sie sich anmelden.

Lena Wagner

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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