Xiaomi startet Smart Storage NAS per Crowdfunding in China

Xiaomi startet in China sein erstes Dual-Bay-NAS 'Xiaomi Smart Storage' per Crowdfunding. Drei Kapazitäten, reduzierte Vorbestellerpreise und unklare Software- sowie Exportdetails prägen den Marktstart.

Lukas Schmidt Lukas Schmidt . Kommentare
Xiaomi startet Smart Storage NAS per Crowdfunding in China

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Stellen Sie sich eine kompakte Box im Router-Schrank vor, die still jedes Foto, Video und jede Sicherung schützt - Xiaomi will, dass diese Box ihnen gehört. Das Unternehmen hat in China sein erstes netzgebundenes Speichersystem vorgestellt, schlicht Xiaomi Smart Storage genannt, und schlägt dabei einen vertrauten Weg ein: Crowdfunding statt eines normalen Einzelhandelsstarts.

Die Kampagne läuft vom 1. Juli bis zum 8. Juli, und das Produkt wird nur umgesetzt, wenn das Finanzierungsziel erreicht wird. Das ist ein vorsichtiger Schritt. Xiaomi reduziert Lagerbestandsrisiken und misst die Nachfrage in der Praxis, bevor es sich zur Massenproduktion verpflichtet. Für eine Marke, die Hardware in ein größeres Smart-Home-Ökosystem einbindet, wirkt das sowohl experimentell als auch strategisch.

Konkrete technische Details sind noch rar. Bestätigt ist das Gehäuse: ein NAS mit zwei Einschüben, das in drei Kapazitätsstufen angeboten wird und sich an Privatnutzer und kleine Büros richtet, die lokalen Medien­speicher oder selbst verwaltete Backups wollen. Die Crowdfunding-Preise liegen deutlich unter den unverbindlichen Preisempfehlungen und dürften Frühkäufer ansprechen.

  • Einsteiger: 4TB (2TB x 2) - Crowdfunding ¥2,299 (~$338), UVP ¥3,499 (~$514)
  • Fortgeschrittene: 8TB (4TB x 2) - Crowdfunding ¥2,899 (~$426), UVP ¥4,499 (~$661)
  • Profi: 16TB (8TB x 2) - Crowdfunding ¥4,699 (~$690), UVP ¥6,999 (~$1,028)

Ein Gehäuse mit zwei Einschüben ist aussagekräftig. Das deutet meist auf Redundanzoptionen wie RAID 1 oder auf flexible Konfigurationen mit Fokus auf Speicherkapazität hin. Einfach gesagt - ein Laufwerk kann das andere spiegeln, oder man kombiniert sie für mehr Platz. Diese Vielseitigkeit macht Dual-Bay-Geräte praktisch für Medienstreaming, Netzwerksicherungen und Datei­austausch in kleinen Teams.

Unbekannt sind noch das Betriebssystem, das App-Ökosystem und die Konnektivitätsdetails - ob Xiaomi native Media-Server-Funktionen integriert, Unterstützung für Drittanbieter-Apps ermöglicht oder welche Netzwerkgeschwindigkeiten und Anschlüsse angeboten werden. Diese Faktoren entscheiden, ob es sich um ein einfaches Speichergerät oder um einen leistungsfähigeren Heimserver handelt, der sich in Xiaomis bestehende Produktreihe einfügt.

Eine weitere Frage schwebt über dem Start - wird Xiaomi Smart Storage international anbieten? Das Unternehmen hat die Ankündigung auf China fokussiert, daher sind Verfügbarkeit und Preise im Ausland noch unklar. Liefert das Gerät solide Software und wettbewerbsfähige Leistung, könnte es etablierte Einsteiger-NAS-Hersteller durch niedrigere Preise unter Druck setzen und dabei Xiaomis Markenreichweite ausnutzen.

Die Crowdfunding-Rabatte machen das Angebot für Frühunterstützer attraktiv, die eine günstige lokale Cloud suchen. Käufer, die erweiterte NAS-Funktionen benötigen, sollten jedoch auf vollständige Spezifikationen und Testberichte warten. Die Crowdfunding-Seite öffnet am 1. Juli - und falls Xiaomi die Schwelle erreicht, ist damit zu rechnen, dass mehr seiner Smart-Home-Pläne lokalen Speicher statt nur Cloud-Dienste einbinden. Behalten Sie die Kampagne im Auge; sie könnte still und heimlich Xiaomis Sicht auf Heimdaten verändern.

Quelle: gizmochina

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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