Samsung legt SF 1,4-Entwicklung neu, Fokus 2nm bis 2029

Samsung hat die Entwicklung des SF 1,4-Prozesses wieder aufgenommen, verschiebt die Massenproduktion auf 2029 und fokussiert sich auf bessere 2-nm-Ausbeuten, High-NA EUV-Einsatz und enge Kooperation mit Ausrüstern.

Samsung legt SF 1,4-Entwicklung neu, Fokus 2nm bis 2029
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Samsung startet stillschweigend ein Rennen neu, von dem es sich kurz zurückgezogen hatte. Das Unternehmen hat die Entwicklung seines SF 1,4-Prozesses wieder aufgenommen, auch wenn das Ziel nun weiter in der Zukunft liegt.

Laut The Bell hat Samsung Ausrüstungs­partner gebeten, mit Vorarbeiten für Werkzeuge des SF 1,4-Knotens zu beginnen, doch der Zeitplan für die Serienfertigung hat sich nach hinten verschoben. Was ursprünglich für 2027 angestrebt wurde, ist nun für 2029 geplant. Samsung hat SF 1,4 verschoben, um die Ausbeuten bei 2 nm zu verbessern und seine Wettbewerbsposition zu stärken, bevor der nächste Knoten skaliert wird.

Das ist kein einfacher Neustart. TSMC und Intel beanspruchen bereits Führungspositionen im 1,4-nm-Bereich, TSMC mit seiner A14-Roadmap und Intel mit der 14A-Familie, und die jeweiligen Ansätze unterscheiden sich technisch. Samsungs Strategie ist es, die Entwicklung der Ausrüstung durch enge Zusammenarbeit mit Applied Materials und Lam Research zu beschleunigen und erste Werkzeuglieferungen an NRD-K, sein fortschrittliches Halbleiter-R&D-Zentrum, zu leiten.

Bemerkenswert ist, dass ASML nächste Generationen von High-NA-EUV-Geräten an NRD-K geliefert hat. Samsung plant, diese Maschine selektiv, Schicht für Schicht, zu nutzen, beginnend mit dem 1,4-nm-Stack. Gleichzeitig wurden Entwicklungsaufträge für die nächste Generation der V12-NAND-Arbeiten vergeben, ein Programm, von dem Samsung erwartet, dass es um 2030 in die Vollproduktion gehen könnte.

Das Timing sagt viel aus. Samsung hat die letzte Phase genutzt, um SF2 und SF2P zu perfektionieren, hohe Ausbeuten zu erzielen und sogar Bestellungen für Next‑Gen-AI-Beschleuniger zu sichern, darunter Arbeiten mit Tesla. Mit dieser Basis kann sich das Foundry-Team nun wieder dem 1,4-nm-Bereich zuwenden, aber jetzt in einem bedachteren Tempo.

Die Konkurrenten stehen jedoch nicht still. Intel plant eine 1,4-nm-Produktion bereits ab 2027, und TSMC peilt eine breitere Fertigung in 2028 an. Samsungs Ziel 2029 lässt ein bis zwei Jahre Rückstand, doch der High-NA-Vorteil verschafft Seoul einen technischen Vorsprung, den TSMC noch nicht vollständig eingesetzt hat. Ausrüstungs­partner, Lithographie-Entscheidungen und Yield-Engineering werden entscheiden, ob dieser Vorsprung die Lücke schließt oder nur die Wettbewerbsbedingungen verändert.

Es ist mehr eine strategische Drehung als Panik. Samsung balanciert kurzfristige kommerzielle Erfolge bei 2 nm mit einem langfristigeren Aufbau hin zu 1,4-nm-Expertise. Das Foundry-Rennen bleibt ein Prüfstand für Ingenieurskunst, Lieferketten-Choreografie und Timing. Kann Samsung seine R&D-Dynamik in Produktionsparität umwandeln? Die nächsten Jahre werden Aufschluss geben.

Tim Becker

"Gaming und E-Sports sind mehr als nur ein Hobby für mich. Ich berichte live von den größten Turnieren und Hardware-Releases."

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