Samsungs nächstes Pro-Modell spielte mit der Idee, ein kompakteres Ultra zu sein. Gerüchte deuteten auf ein Privacy-Display für ein 6,47-Zoll-Panel hin, und leise Stimmen verglichen seine Ambitionen mit einem kleineren Galaxy Ultra. Die Realität sieht jedoch anders aus.
Laut dem südkoreanischen Medium Money Today wird das Galaxy S27 Pro außerhalb Nordamerikas mit einem Exynos 2700 ausgeliefert, während das S27 Ultra weltweit den Snapdragon Elite erhält. Dieser eine Satz zerstört die Hoffnung, dass das Pro die Lücke schließen und als echtes Mini-Ultra fungieren würde.
Was bedeutet das also unter der Haube? Der Exynos 2700 basiert auf Samsungs SF2P-Fertigungsnode. Samsung bewirbt ihn als effizienter, etwa mit einer rund 26-prozentigen Reduzierung des Energieverbrauchs, und etwas schneller, mit einem ungefähr 15-prozentigen Anstieg der Taktfrequenz gegenüber dem SF2-Node des Exynos 2600. Kleine Verbesserungen auf dem Papier können sich im praktischen Einsatz in spürbarer Akkulaufzeit und Thermik niederschlagen.

Es gibt auch eine hardwareseitige Veränderung. Samsung soll das traditionelle gestapelte Package aufgeben, bei dem der DRAM über dem SoC sitzt. Stattdessen verwendet der Exynos 2700 ein Seiten-an-Seiten-Layout, das den DRAM neben den Chip packt und beide über einen Silizium-Interposer verbindet. Die Vorteile sind vor allem thermischer Natur: Wärme muss nicht mehr durch den DRAM zum Kühlkörper wandern, was die Wärmeabfuhr bei anhaltenden Lasten verbessern sollte.
Die Benchmarks früher Prototypen rissen niemanden vom Hocker. Aber es gibt Kontext. Diese Chips liefen mit konservativen Taktraten; der schnellste Kern erreichte in einem frühen Sample nur 2,88 GHz, während der Prime-Kern des Exynos 2600 in früheren Tests 3,8 GHz erreicht hatte. Dem Bericht zufolge peilt der Exynos 2700 in voller Konfiguration auf einem ARM C2 Ultra-Kern bis zu etwa 4,2 GHz an, was erklärt, warum die ersten Ergebnisse gedämpft wirkten.
Die Kamerapakete unterstreichen die Kluft zwischen Pro und Ultra weiter. Pro und Ultra teilen sich Haupt-, Ultraweitwinkel- und Selfie-Sensoren, doch die Telefotolösungen unterscheiden sich. Selbst wenn das Pro auf den ersten Blick wie ein kompaktes Ultra wirkt, sind seine Ambitionen anders ausgerichtet.
Und es betrifft nicht nur das Pro. Berichten zufolge werden das normale S27 und das S27+ in den meisten Regionen ebenfalls auf den Exynos 2700 setzen, während Nordamerika und möglicherweise China wie üblich alternative Snapdragon-Varianten erhalten. Chinas Zuteilungen folgen oft ihrer eigenen Logik, sodass das Fehlen einer ausdrücklichen Erwähnung im Bericht Spielraum für Änderungen lässt.
Für Käufer und Enthusiasten ist die Schlussfolgerung einfach: Erwartet unterschiedliche Erfahrungen je nach Region. Die Galaxy-S27-Reihe wird in Design und Kamera-DNA vertraut wirken, doch Leistung und thermisches Verhalten variieren je nachdem, ob euer Gerät Exynos- oder Snapdragon-Chips enthält. Wählt euren Markt mit Bedacht oder prüft zumindest den Chipsatz vor dem Kauf.
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