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TSMC treibt das voran und wird die Halbleiterlandschaft der USA binnen eines Jahrzehnts deutlich verändern. Der in Taiwan ansässige Auftragsfertiger kündigte an, zusätzlich 100 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Chipproduktion in den Vereinigten Staaten zu investieren, womit sich sein gesamtes US-Investitionsversprechen auf etwa 265 Milliarden US-Dollar erhöht.
Das ist kein zufälliger Einsatz. Nach einem Nachfrageboom nach Chips für künstliche Intelligenz (KI) verzeichnete TSMC Rekordgewinne und hob seine Jahresumsatzprognose an. Rechenzentren, die nach Rechenleistung verlangen, expandierende Cloud-Anbieter und Kundenschwergewichte wie Nvidia und Apple deuten alle auf eine lange Wachstumsperspektive für fortgeschrittene Logikchips hin. Auch Qualcomm bereitet im Stillen die nächste Generation leistungsstarker Mobil- und Rechen-Chipsätze vor, um auf dieser Welle zu reiten.
TSMC hat bereits rund 165 Milliarden US-Dollar für seinen Arizona-Komplex vorgesehen (sechs Fabs sind dort geplant), und Führungskräfte sagen, dass die zusätzlichen 100 Milliarden voraussichtlich bis zu vier weitere Werke in Arizona finanzieren werden, die sich auf modernste Fertigungsknoten bei 2 nm und darunter konzentrieren. Der Kurs ist klar: Produktion näher an wichtige US-Kunden verlagern und Kapazitäten für die fortschrittlichsten Prozesstechnologien aufbauen.
Die Investitionsausgaben wurden im gesamten Unternehmen erhöht. TSMC hat seine Capex-Prognose für 2024 von zuvor 52–56 Milliarden US-Dollar auf 60–64 Milliarden US-Dollar angehoben. Die Begründung ist einfach: die Nachfrage zu bedienen und nicht unvorbereitet dastehen, wenn Kunden ihre Käufe beschleunigen. C.C. Wei, Vorstandsvorsitzender und CEO von TSMC, stellte die Maßnahme sowohl als Reaktion auf führende US-Kunden als auch als Strategie dar, das US-Halbleiter-Ökosystem zu stärken, Lieferketten zu festigen und mehr gut bezahlte Tech-Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Finanzen stützen die Expansion. Im zweiten Quartal verzeichnete TSMC einen Nettogewinn von NT$706,6 Milliarden (etwa 22 Milliarden US-Dollar), ein Plus von 77 Prozent im Jahresvergleich, und einen Umsatz von NT$1,27 Billionen (rund 39 Milliarden US-Dollar), ein jährlicher Zuwachs von 36 Prozent. Das Management rechnet nun damit, dass das Jahresumsatzwachstum 2026 etwas über 40 Prozent liegen wird, nach einer früheren Prognose von knapp über 30 Prozent.
Gibt es Risiken? Natürlich. Einige Anleger befürchten eine von künstlicher Intelligenz (KI) getriebene Blase bei Chipbewertungen und dass Kapazitätserweiterungen die Nachfrage überholen könnten. Dennoch argumentieren Analysten wie William Li von Counterpoint Research, dass die zusätzlichen Investitionen notwendig sind, sowohl um TSMCs langfristiges Wachstum zu unterstützen als auch um einen expandierenden, rechenintensiven Markt zu bedienen.
Dabei geht es nicht nur um mehr Fabs. Es ist eine geopolitische und industrielle Kehrwende: fortschrittliche Fertigungskapazitäten rücken näher an die großen Abnehmer, die Integration in US-Lieferketten wird vertieft, und es werden Wetten auf Prozessoren abgeschlossen, die die nächste Welle von Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) antreiben werden. Die Frage ist jetzt taktisch: Wie schnell können diese Fabriken in Betrieb gehen, und wird der KI-Hunger der Kunden wie prognostiziert weiter wachsen?
Vorerst sendet TSMC eine deutliche Botschaft: Das Unternehmen wird die Kapazitäten schaffen, die die Ära der künstlichen Intelligenz (KI) verlangt, und ist bereit, das Kapital aufzubringen, um dies zu belegen.
















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