Man betrachtet Spielzeugroboter anders, nachdem man einem Begleiter begegnet ist, der blinzelt, schnurrt und scheinbar das Gesicht wiedererkennt.
Nubias neuer iMoochi gibt sich nicht als Sprachassistent aus. Er zielt auf etwas Weicheres: emotionale Gesellschaft. Eingehüllt in ein plüschiges, hautfreundliches Äußeres mit einer strapazierfähigen Silikon-Gesichtsmaske nutzt das Gerät doppelte OLED-Augen, um lebhafte, gut lesbare Mimik darzustellen. Diese Augen sind keine statische Dekoration; Unter-Display-Sensoren passen die Helligkeit automatisch an, sodass der Blick natürlich wirkt, egal ob bei Tageslicht oder in einem dunklen Wohnzimmer.
Die Bewegungen sind einfach und überzeugend. Kleine Schrittmotoren ermöglichen, dass der iMoochi nickt, den Kopf schüttelt und mit dem Schwanz wedelt als Reaktion auf Berührung oder Geräusche. Fünf Berührungssensoren sitzen am Kopf, Rücken, an der Nase und den Füßen. Ein sechsachsiger Inertialsensor erkennt, wenn er aufgehoben, getragen oder geschüttelt wird. Mehrere Mikrofone verleihen dem Roboter Richtungshören, sodass er sich zu Ihnen hin dreht, wenn Sie ihn rufen. Das Ergebnis ist ein Gerät, das sich eher wie ein kleines Haustier verhält als wie ein hinter einer Lautsprecherabdeckung verstecktes Gadget.

Unter der Haut sitzt der emotionale Motor. Nubia koppelt physische Sensoren mit einem KI-Modell, das sowohl Semantik als auch affektiven Kontext in der Sprache erkennt. Der Roboter lernt einen Hauptbesitzer durch Stimmabdruckerkennung, baut einen Vertrautheitswert auf und speichert Interaktionsverläufe. Um das unheimliche Tal nahezu-menschlicher Sprache zu umgehen, hat Nubia eine eigens für iMoochi entwickelte Sprache von Stimmschauspielern in Auftrag gegeben. Erwarten Sie Zwitscherlaute, Schnurren, verspieltes Kichern und tierähnliche Lautäußerungen statt langer, ausgefeilter Sätze. Er folgt sogar einem simulierten Tagesrhythmus: gähnt, initiiert Spiel und reagiert auf Temperaturänderungen, als hätte er seinen eigenen kleinen Tagesablauf.
Der Preis beginnt bei 1.699 Yuan (etwa 250 USD) und bei 1.778 Yuan mit einer wolkenförmigen Ladestation, der iMoochi ist jetzt in China erhältlich.
Konnektivität deckt Zuhause und unterwegs ab. Die Einheit unterstützt Wi-Fi und 4G und enthält für einen begrenzten Zeitraum 4G-Daten, sodass sie auch außerhalb des Heimnetzwerks verbunden bleiben kann. NFC ermöglicht einfaches Antippen, um sich mit anderen iMoochi-Einheiten zu verbinden, und der interne Akku ist für etwa 8-10 Stunden zwischen den Ladevorgängen ausgelegt, genug für einen Spieltag in den meisten Haushalten.
Der Begleiter koppelt sich mit der mobilen iMoochi Life-App, in der Besitzer die Gesellschaftszeit verfolgen, den emotionalen Status des Roboters einsehen und Interaktionsprotokolle speichern können. Nubia liefert das Haustier in Braun, Pink und Weiß und legt ein Ladekabel, eine Schutzabdeckung, einen Kamm, eine Augenmaske und eine verspielte Geburtsurkundenkarte direkt in die Box. Für zusätzliche Anpassung schalten optionale interaktive Outfits spezifische visuelle Effekte und Ausdrucksformen auf den OLED-Displays frei.

- Anzeige: Doppelte OLED-Augen mit automatischer Anpassung an die Umgebungshelligkeit
- Sensoren: Fünf Berührungssensoren, sechsachsiger Inertialsensor, mehrere Mikrofone
- Bewegung: Schrittmotoren für Nicken, Schwanzwedeln und Kopfbewegungen
- Konnektivität: Wi-Fi, 4G (begrenztes Testdatenvolumen inbegriffen), NFC
- Batterie: 8-10 Stunden pro Ladung
- Software: Auf Emotionen achtendes KI-Modell, Stimmabdruckerkennung, eigene iMoochi-Sprache
Dieser Marktstart ist Teil einer breiteren Bestrebung, Verbraucherrobotik zu vermenschlichen: Unternehmen experimentieren mit Form und Stimme, um Geräte eher wie Gefährten denn wie Werkzeuge wirken zu lassen. Lenovo hat zum Beispiel kürzlich ein auf Kinder ausgerichtetes KI-Gerät mit schwenkbarer Kamera, GPS-Tracking und einer SOS-Taste vorgestellt, ein Beleg dafür, dass der Markt für intelligente, sicherheitsorientierte Gadgets wächst.
Ob man sich für die Technik interessiert oder von der Niedlichkeit angezogen fühlt, der iMoochi stellt Konsumenten und Designern dieselbe Frage: Wie nah sollte eine Maschine dem Gefühl, lebendig zu sein, kommen?
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