Xiaomi setzt auf sinkende Speicherpreise für Erholung

Nach einem schwachen Q1 rechnet Xiaomi mit einer Erholung und hat das Jahresziel auf rund 110 Millionen Smartphones angehoben. Das Unternehmen hofft, dass fallende RAM- und Flash-Preise Einstiegsmodelle und den Absatz wieder stärken.

Sarah HoffmannSarah Hoffmann.
Xiaomi setzt auf sinkende Speicherpreise für Erholung

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Xiaomi erhöht still und leise die Einsätze. Nach einem schwachen ersten Quartal rechnet der chinesische Konzern nun mit einer Erholung des Smartphone-Absatzes, und er setzt darauf, dass sinkende Speicherpreise dieses Comeback ermöglichen.

Die Auslieferungen sanken im 1. Quartal 2026 auf 33,8 Millionen Einheiten, ein Rückgang von etwa 19,2% im Jahresvergleich. Dieser Rückgang spiegelte mehr als nur die Konsumentenstimmung wider; eine Angebotsknappheit bei Speicherchips und Flash-Speicher trieb die Komponentenrechnungen in die Höhe und zwang in einigen Fällen zu Produkteinstellungen oder begrenzten Markteinführungen. Die Auswirkungen waren in der gesamten Branche zu spüren, doch Xiaomi scheint sich für das nächste Kapitel zu positionieren.

Nach Angaben von Quellen aus der Lieferkette hat das Unternehmen sein Jahresziel von etwa 90 Millionen Smartphones auf rund 110 Millionen angehoben. Ein Großteil des zusätzlichen Volumens soll von Einstiegsmodellen kommen, also von Geräten, die häufig neue Nutzer in ein Markenökosystem bringen und sich schnell verkaufen, wenn die Komponentenpreise fallen.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Reportern, dass Xiaomi glaubt, die Speicherpreise näherten sich einem Wendepunkt. Im April erklärte Präsident Lu Weibing, das Unternehmen habe für ein 12 GB RAM/512 GB Speicherpaket etwa CNY1.500 mehr bezahlt als ein Jahr zuvor, ein deutliches Zeichen dafür, wie stark die Kosten gestiegen sind. Normalisieren sich die Speicherpreise, entspannen sich die Margen und wird die Versorgung planbarer, könnte Xiaomi die Produktion hochfahren, ohne die Preiswettbewerbsfähigkeit zu opfern.

Es gibt eine strategische Logik, sich jetzt auf Einstiegsgeräte zu konzentrieren. Niedrigpreisige Smartphones reagieren sensibler auf Schwankungen der Komponentenpreise, und ein stabiler Speichermarkt würde Xiaomi erlauben, aggressiv zu kalkulieren und Volumen dort zu steigern, wo die Nachfrage robust bleibt. Das ist jedoch nicht sicher. Speichermärkte sind berüchtigt zyklisch, und ein einzelner Lieferantenausfall oder eine Nachfragesteigerung in anderen Sektoren könnte das Gleichgewicht wieder kippen.

Für Verbraucher bedeutet die Aussicht auf stabilisierte Speicherpreise schlicht mehr Auswahl zu besseren Preisen. Für Smartphone-Hersteller ist es die Gelegenheit, Produktpläne neu auszurichten, die während der Knappheit auf Eis gelegt oder reduziert wurden. Ob Xiamis angehobenes Ziel zu einem Meilenstein oder nur zu einer Schlagzeile wird, hängt davon ab, wie schnell sich der Speichermarkt tatsächlich abkühlt und ob Konkurrenten ähnliche Schritte unternehmen, um die aufgestaute Nachfrage zu bedienen.

Können günstigere RAM- und Flash-Preise wirklich die nächsten Quartale für Xiaomi neu schreiben? Das Unternehmen setzt eindeutig darauf, und die Branche wird jede Preisveränderung und jeden Auslieferungsbericht genau beobachten.

Sarah Hoffmann
"Nachhaltige Technologie ist die Zukunft. Ich schreibe über Green-Tech und wie Digitalisierung dem Planeten helfen kann."

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