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Nicht jede Schlagzeile erfasst die kleinen Extras, die tatsächlich verändern, wie Profis arbeiten. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra von Samsung packt zwei solcher Werkzeuge in sein Kamera-Set, und Filmemacher sollten aufmerksam sein.
Zuerst: APV, kurz für Advanced Professional Video. Das ist kein Marketing-Buzzword. Es debütierte im Galaxy S26 Ultra und taucht hier wieder auf, um deutlich höhere Bitraten als Consumer-Codecs wie HEVC oder H.264 zu liefern. Das Fold 8 Ultra bietet zwei APV-Qualitätsmodi: APV 422 HQ und APV 422 LQ. In 4K bei 60 Bildern pro Sekunde erreichen diese Modi beeindruckende Bitraten von 1.592 Mbit/s bzw. 812 Mbit/s, verglichen mit etwa 52 Mbit/s bei HEVC-HDR-Aufnahmen.
APV 422 HQ bei 4K60 verbraucht ungefähr 11,94 GB pro Minute, während dieselbe Minute in HEVC HDR nur etwa 390 MB beträgt.
Der Kompromiss ist offensichtlich. Rohdatenähnliche Details und Farbtreue haben ihren Preis in Form riesiger Dateien. Samsung hat das vorausgesehen und die Möglichkeit hinzugefügt, direkt auf externe Speicher zu schreiben (zum Beispiel USB-Sticks oder portable SSDs), damit man den internen Speicher nicht ständig überwachen muss. Es gibt außerdem eine 'Safe save'-Sicherung, die bei einer Kabeltrennung versehentlichen Verlust verhindert, allerdings begrenzt sie diese geschützten APV-Aufnahmen auf 10 Minuten pro Aufnahme.

Dann gibt es Cine LUT, den anderen stillen Gewinn. Anstatt breite Instagram-ähnliche Filter zu verwenden, arbeitet Cine LUT mit LOG-Profil-Aufnahmen und zeigt cineastische Farbtransformationen in der Vorschau, während Highlight- und Schatten-Details erhalten bleiben. Es passt Belichtung, Kontrast und Farbton mit chirurgischer Präzision an, sodass Hauttöne und Texturen intakt bleiben. Man kann aus vier cineastischen Presets wählen: Exciting, Blockbuster, Mature und Romantic und sie direkt in der Galerie-App des Telefons anwenden, wodurch für viele Aufgaben der Umweg zu Desktop-Farbtools entfällt.
Kombiniert man die Aufzeichnung mit hoher Bitrate und die LUT-Vorschau direkt auf dem Gerät, erhält man ein handliches Rig, das die Bequemlichkeit eines Smartphones mit professionellen Workflows verbindet. Die Hardware-Verbesserungen an der Ultraweitwinkelkamera sind wichtig, doch genau diese Software-Ergänzungen könnten das Fold 8 Ultra von einer Kuriosität zu einem ernstzunehmenden Werkzeug für mobile Kameraleute machen.
Offen bleibt, wie Cutter und Coloristen mit einem Zustrom von APV-Material in gemeinsamen Produktionspipelines umgehen werden und ob andere Hersteller mit ebenso großzügigen Dateiformaten und On-Device-Farbkontrollen nachziehen. Für alle, die narrative Szenen, Werbespots oder ambitionierte Kurzfilme mit dem Smartphone drehen, hat das Fold 8 Ultra die Messlatte angehoben.
















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