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Samsungs Chip-Sparte veröffentlichte gerade Ergebnisse, die wie eine Wendung wirken: Die Gewinne schossen in die Höhe, doch auf dem Speichermarkt braut sich Ärger zusammen.
Die Halbleiter-Sparte verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein operatives Ergebnis von 89,2 Billionen Won (etwa 61,7 Milliarden US-Dollar), ungefähr das 250-Fache des Vorjahresniveaus. Das gesamte Unternehmen erzielte 171,5 Billionen Won (118,5 Milliarden US-Dollar) Umsatz, und der Gesamtbetriebsgewinn belief sich auf 89,5 Billionen Won (etwa 62,0 Milliarden US-Dollar), ein Ergebnis, das viele der jüngsten mehrjährigen Leistungen Samsungs übertrifft.
Trotz der Feier folgte eine Warnung. Jae-joon Kim, Senior Vice President der Speichereinheit von Samsung, sagte Analysten, dass sich der weltweite Mangel an Speicherchips voraussichtlich 2027 verschärfen und bis 2028 anhalten werde. Warum? Die langfristige Nachfrage durch Rechenzentren und KI-Workloads verbraucht Angebot schneller, als neue Fertigungsanlagen in Betrieb gehen können.

Samsung erklärt, Verträge über fünf langfristige (mindestens fünf Jahre) Liefervereinbarungen mit großen globalen Rechenzentrumsbetreibern abgeschlossen zu haben und steht kurz davor, mit fünf weiteren Verträgen abzuschließen. Diese Vereinbarungen binden 60–70% der langfristigen Speicherkapazität des Unternehmens und enthalten Schutzmechanismen, wie Vorauszahlungen und Mindestpreis-Klauseln, die darauf abzielen, das Investitionsrisiko für Samsung zu verringern.
Produktseitig erwartet Samsung, dass die Erlöse aus High-Bandwidth-Memory (HBM4) im dritten Quartal mehr als verdreifacht werden, ein Zeichen dafür, dass KI-Training und großskalige Rechenlasten die Nachfrage bereits verlagern. Das Foundry-Geschäft, das im Wettbewerb mit TSMC und Intel steht, soll ebenfalls in Richtung Profitabilität tendieren, wenn die Auslastung der Fabriken steigt.
Der Kapazitätsausbau ist konkret: Die Produktion in Samsungs Anlage in Texas soll dieses Jahr hochgefahren werden, und eine zweite Anlage in Texas ist für die Serienproduktion im Jahr 2030 vorgesehen. Dennoch benötigen Fertigungsanlagen Jahre und Milliarden an Investitionen. Verträge, Vorauszahlungen und Preisuntergrenzen sind Samsungs Mittel, um Zeit und Planungssicherheit zu gewinnen, während die Nachfrage stark ansteigt.

Nicht alle Geschäftsbereiche profitierten. Höhere Speicherpreise haben andere Einheiten belastet; das Mobilgeschäft meldete für das Quartal einen Verlust von 700 Milliarden Won, ein Novum für Samsung. Finanzvorstand Park Seon-chul wies darauf hin, dass die stabilen, Cash-generierenden Geschäfte im Unternehmen derzeit bedeuten, dass Samsung keine frischen Mittel durch ein US-Aktienangebot benötigt.
Der Markt reagierte mit einem kurzen Optimismus-Schub: Samsungs Aktien stiegen nach den Ergebnissen zeitweise um bis zu 8 %, fielen dann aber bis zum Ende der Handelssitzung um 1,1 %. Anleger wägen ein Paradoxon ab: Rekordgewinne bei Chips stehen einer drohenden Angebotsknappheit gegenüber, die neu bestimmen könnte, wo Hersteller, Cloud-Anbieter und Chip-Käufer ihre nächsten Entscheidungen treffen.
Wer wird die zusätzliche Kapazität schnell genug aufbauen, um einen Markt zu beruhigen, den die KI schneller anheizt, als Fertigungsanlagen gebaut werden können?















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