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Es sah aus wie ein Siegeszug für Samsung, bis die Rechnung des Mobilgeschäfts fällig wurde. Die abschließenden Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 offenbaren eine seltsame Aufspaltung: boomende Gewinne im Speicherbereich, historische Verluste bei Telefonen.
Samsung Electronics meldete, dass seine Geräteabteilung im zweiten Quartal einen Betriebsverlust von 800 Milliarden Won (etwa 506 Mio. €) verzeichnete. Das meiste davon traf die Mobile-Abteilung: rund 700 Milliarden Won (etwa 443 Mio. €), die Einheit, die Galaxy-Smartphones, Tablets, Laptops, Smartwatches und andere tragbare Geräte baut.
Wenn Speicherpreise steigen, sinken die Margen im Mobilbereich
Wie ist Samsung hier gelandet? Die kurze Antwort: Speicher. Eine starke Erholung der Preise für Speicherchips brachte Samsungs Gesamtprofitabilität auf ein jahrelang nicht gesehenes Niveau, zeigte aber auch den Kostendruck innerhalb der Geräteabteilungen auf. Analysten sagen, die Versuche des Unternehmens, den Umsatz mit Flaggschiff-Einführungen wie dem Galaxy S26 und strengerer operativer Disziplin zu verteidigen, reichten nicht aus, um steigende Komponentenpreise und gedrückte Margen auszugleichen.

Weitere Bereiche der Geräteabteilung hatten ebenfalls Probleme. Visuelle Displays und Digitale Haushaltsgeräte zusammen verzeichneten einen Verlust von rund 10 Milliarden Won (etwa 6,3 Mio. €). Nicht alle Unternehmensbereiche litten: Harman, Samsungs Automobil- und Audioeinheit, erzielte einen Betriebsgewinn von 400 Milliarden Won (etwa 253 Mio. €), gestützt durch stabile Nachfrage nach digitalen Fahrzeugsystemen und starke Verkäufe von Audiomarken wie JBL und Mark Levinson.
Was bedeutet das für Samsungs Handygeschäft? Es sind Fragen zu Preisgestaltung, Lagerbeständen und Produktmix zu erwarten. Wird Samsung stärker auf Premiummodelle und Margen setzen oder auf Volumen setzen, um wieder Skalenvorteile zu erzielen? Steigende Speicherpreise können zyklisch sein, doch wenn Komponenteninflation mit heftigem Wettbewerb im Smartphone-Markt zusammenfällt, kann selbst ein Marktführer Gewinne schnell verlieren.
Es gibt auch eine strategische Verknüpfung: Chips und Geräte sind auf eine Weise miteinander verwoben, wie es wenige andere Gerätehersteller erleben. Samsung profitierte vom Verkauf von Speicher in einen engen Markt, doch die Herstellung von Telefonen erfordert weiterhin viele dieser gleichen Komponenten. Das macht Erfolge in einem Bereich unzureichend, um Schwächen in einem anderen zu kaschieren.
Wichtigster Punkt: Samsungs Speichergeschäft rettete das Gesamtergebnis, aber die Mobilsparte verzeichnete einen Betriebsverlust von etwa 506 Mio. €, ein seltenes Warnzeichen für ein Unternehmen, das lange die Smartphone-Landschaft dominierte.















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