iPhone 18 Pro: Steigende Komponenten könnten Preis erhöhen

Analysten warnen, dass teurere 2-nm-Chips sowie steigende DRAM- und NAND-Kosten das iPhone 18 Pro um rund 250 bis 300 US-Dollar verteuern könnten. Apple muss entscheiden, ob es Mehrkosten trägt oder an Kunden weitergibt.

Lukas SchmidtLukas Schmidt.
iPhone 18 Pro: Steigende Komponenten könnten Preis erhöhen

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Stellen Sie sich vor: Sie blättern durch Apples September-Portfolio und der Preisschock trifft ein, noch bevor die technischen Daten ins Auge springen. Kurz und knapp: Preise könnten steigen. Analysten warnen inzwischen, dass die nächste iPhone Pro-Hardware aufgrund steigender Komponentenpreise deutlich teurer ausfallen könnte.

Der GF Securities-Analyst Jeff Pu hat eine beunruhigende Kaskade in der Lieferkette festgestellt. Zwei-Nanometer-Chips sind nicht billig. Auch Speicher, sowohl DRAM als auch NAND, wird teurer. Zusammengenommen könnten diese Verteuerungen den Verkaufspreis des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max im Vergleich zu den aktuellen iPhone 17 Pro-Modellen um etwa 250 bis 300 US-Dollar erhöhen.

Wenn die Schätzungen von Pu zutreffen, könnten die iPhone 18 Pro-Modelle der nächsten Generation rund 250 bis 300 US-Dollar teurer sein als die heutigen Modelle.

Das ist kein Kleingeld: Die aktuellen Einstiegspreise liegen bei 1.099 US-Dollar für das iPhone 17 Pro und 1.199 US-Dollar für das 17 Pro Max. Ein paar hundert Dollar können einen Impulskauf in ein Überdenken verwandeln.

Warum gerade jetzt? Die Halbleiterbranche rüstet für künstliche Intelligenz um. Die Fertigung von Chips in 2 nm bringt Effizienz- und Leistungsgewinne, aber die Herstellungskosten pro Wafer steigen stark. Pu berichtet, dass TSMC von den Kunden etwa 280 US-Dollar pro 2-nm-Chip verlangt, eine Summe, die in die Endgerätepreise einfließt, wenn sie mit teurerem DRAM und NAND kombiniert wird. Kommt noch ein weltweiter Engpass bei bestimmten Komponenten hinzu, geraten Apples berühmte engen Margen unter Druck.

Apple hat bereits im Juni die Preise für einige Produktreihen erhöht, zum Beispiel Apple TV, Mac, iPad und HomePod, doch das iPhone blieb von dieser Runde verschont. Dieses Mal jedoch könnte die Kombination aus teurerem High-End-Silizium und aufgebohrtem Speicher es schwieriger machen, das Flaggschiff vor Preiserhöhungen zu schützen. Ob Apple diese Kosten selbst trägt oder an Kunden weitergibt, wird ein wichtiger Punkt sein, den es zu beobachten gilt.

Es gibt eine weitere Komplikation: Timing und Modellpalette. Berichte deuten auf eine Vorstellung der iPhone 18 Pro-Modelle im September hin, voraussichtlich zusammen mit Apples erstem faltbaren iPhone, einem Gerät, dem ein Aufpreis von über 2.000 US-Dollar nachgesagt wird. Die eher populären iPhone-18-Modelle, eine 18e-Variante und ein iPhone Air 2 sollen dagegen im Frühjahr 2027 erscheinen. Diese gestaffelte Markteinführung bietet Apple strategische Hebel, verkompliziert aber auch die Wahrnehmung des Preis-Leistungs-Verhältnisses durch die Verbraucher.

Nicht jeder Analyst sieht denselben Weg. Pu selbst hatte Anfang des Jahres angedeutet, dass Apple die Pro-Modelle trotz höherer Speicherpreise aggressiv bepreisen könnte. Nun tendiert seine Notiz in die andere Richtung und spiegelt veränderte Angaben von Zulieferern und Marktbedingungen wider. Widersprüchliche Einschätzungen sind vor großen Produktvorstellungen üblich, betonen aber einen klaren Punkt: Komponentenpreise sind keine interne Nebenfrage mehr, sie sind Schlagzeilenstoff.

Werden Kunden einen höheren Preis für marginale Verbesserungen bei Geschwindigkeit, Kameratechnik und der Falt-Neuheit akzeptieren? Wird Apple versuchen, den Schlag mit Ankaufsprogrammen oder Finanzierungsangeboten abzufedern? Diese Fragen betreffen mehr als Margen: Sie betreffen die Wahrnehmung und die Fähigkeit des Unternehmens, einen höheren Einstiegspreis für seine fortschrittlichsten Telefone zu rechtfertigen. Erwarten Sie, dass die Gerüchteküche an Fahrt gewinnt, je näher der September rückt, und dass Preisempfindlichkeit genauso Teil der Geschichte wird wie die technischen Daten selbst.

Lukas Schmidt
"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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