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Japan unterstützt Rapidus mit 15 Mrd. $ für 2-nm-Produktion

Japan fördert Rapidus mit 15 Mrd. $ und Kooperationen mit 17 Chip-Designfirmen, um die 2-nm-Produktion in Hokkaido zu starten. Ziel: Kunden sichern, Serienfertigung erreichen und Halbleiterkompetenz stärken.

Japan unterstützt Rapidus mit 15 Mrd. $ für 2-nm-Produktion
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Japan geht von politischen Ankündigungen zu konkreten Maßnahmen über: Das Start-up Rapidus erhält staatliche Mittel in Höhe von 15 Milliarden Dollar und ist Partnerschaften mit 17 Chipdesign-Firmen eingegangen, um die Produktion im 2-Nanometer-Verfahren voranzutreiben, wie Reuters berichtet. Zu den Partnern zählen das US-Unternehmen Synopsys und Infosys aus Indien. Die Kooperationen sollen Kunden bei der Chipentwicklung unterstützen und kommerzielle Aufträge noch vor Beginn der Massenproduktion sichern.

Rapidus zufolge sind die Vereinbarungen Teil einer umfassenderen Strategie der Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi. Sie soll Japans Halbleiterindustrie wiederbeleben und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten angesichts regionaler Spannungen verringern. Das Unternehmen will in der zweiten Hälfte des nächsten Geschäftsjahres mit der Serienproduktion beginnen und bis dahin Kunden gewinnen.

Branchenpartner und offene Fragen

Rapidus hat Kooperationsvereinbarungen mit 17 Designfirmen unterzeichnet, um Kunden bei der Chipentwicklung zu unterstützen. Das Ziel ist klar: Zum Start der neuen Fabrik in Hokkaido soll bereits zahlende Nachfrage vorhanden sein.

„Die wichtigste Frage für Rapidus bleibt, wer die Kapazitäten der Fabrik tatsächlich auslasten wird“, sagte Nori Chiu, Investment Director bei White Oak Capital, gegenüber Reuters. Damit verweist er auf ein zentrales kommerzielles Risiko des Projekts.

Die Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren erfordert die weltweit fortschrittlichsten Prozesse – ein Bereich, der derzeit von TSMC in Taiwan, Samsung in Südkorea und Intel dominiert wird. Japans Anteil am globalen Halbleitermarkt ist von rund 50 Prozent in den 1980er-Jahren auf heute weniger als 10 Prozent gesunken. Die neue Rapidus-Fabrik in Hokkaido gilt als Tokios wichtigste Chance, wieder in die Spitzengruppe der Halbleiterfertigung vorzustoßen.

„Ein oder zwei Unternehmen werden bei weitem nicht ausreichen, um die Marktnachfrage zu decken“, sagte Rapidus-Chef Atsuyoshi Koike. Er unterstrich damit, dass zahlreiche kommerzielle Partner nötig sind, um einen kontinuierlichen Betrieb der Fabrik sicherzustellen.

Analysten warnen, dass der Betrieb einer modernen Fabrik selbst bei zugesagten Kunden operativ und wirtschaftlich anspruchsvoll bleibt. „Eine Chipfabrik rund um die Uhr zu betreiben, die Ausbeute stabil zu halten und die Produktion so fortzuführen, dass das Geschäft wirtschaftlich tragfähig ist, ist außerordentlich schwierig. Selbst Samsung hatte auf diesem Weg Probleme“, sagte Kazuyoshi Saito, Analyst bei Iwai Cosmo Securities, gegenüber Reuters.

Rapidus strebt einen Börsengang im Geschäftsjahr bis 2032 an und hat zudem die Möglichkeit erörtert, seine Fertigungsaktivitäten in die Vereinigten Staaten auszuweiten. Diese Pläne sind bislang Absichtserklärungen des Unternehmens und keine gesicherten Fakten.

Die Zusammenarbeit mit den Designhäusern ist der jüngste konkrete Schritt in Tokios mehrjährigem Bemühen, die heimische Halbleiterkompetenz wiederaufzubauen. Für Rapidus und seine Unterstützer besteht die unmittelbare Aufgabe darin, die Designvereinbarungen und staatlichen Mittel in dauerhafte kommerzielle Aufträge sowie eine reproduzierbare Produktion mit hohen Ausbeuten am Standort Hokkaido zu überführen.

Lena Wagner

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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