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Rockstar hat offiziell bestätigt, dass Red Dead Redemption — einschließlich des Undead Nightmare DLC — nächsten Monat auf moderner Hardware erscheinen wird. Der klassische Western-Actiontitel startet am 2. Dezember 2025 für PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und, überraschenderweise, auch für iOS und Android.
What to expect from the next‑gen upgrade
Wenn Sie das Original auf PS4, Xbox One oder der ersten Nintendo Switch gespielt haben, gibt es gute Nachrichten: Rockstar bietet diese Next‑Gen‑Version als kostenloses Update für bestehende Besitzer an. Ein Neukauf ist nicht erforderlich — Ihre vorhandene Kopie erhält ein modernes Update und kosmetische sowie technische Verbesserungen.
Auf PS5 und Xbox Series X/S wird die native Version laut Rockstar 4K‑Auflösung, 60 FPS und HDR unterstützen sowie eine allgemein verbesserte Bildqualität bieten. Praktisch bedeutet das, dass das Spiel auf modernen Fernsehern und Displays deutlich schärfer aussieht und flüssiger läuft. Verbesserungen bei Texturauflösung, Beleuchtung, Schatten und Anti‑Aliasing sollen das Grafikbild moderner Hardware anpassen und klassische Szenen mit John Marston in neuem Glanz zeigen.
Technisch gesehen umfasst das Update neben der reinen Auflösungssteigerung oft auch Engine‑Optimierungen: kürzere Ladezeiten durch schnelle SSDs, stabilere Framerates dank besserer CPU‑Threads und optimierte Streaming‑Pipelines für Assets. Diese Anpassungen mindern Ruckler, verbessern die Kamera‑Stabilität in schnellen Szenen und sorgen für konsistentere Performance in dicht bevölkerten Arealen wie Stadtzentren oder größeren Außenarealen.
Die Switch 2‑Version ist ebenfalls bemerkenswert: Rockstar nennt Unterstützung für DLSS, HDR und die Kompatibilität mit den Maussteuerungen des Joy‑Con 2 sowie das Ziel von 60 FPS auf der neuen Hardware. Für Handheld‑Fans bedeutet diese Kombination eine deutlich angenehmere Spielerfahrung, da DLSS (Deep Learning Super Sampling) die Bildqualität verbessert, ohne die Performance zu stark zu belasten. Auf einem mobilen oder hybridem Gerät wie der Switch 2 kann das den Unterschied zwischen spielbarem Zustand und spürbaren Einbußen ausmachen.
Für technisch interessierte Spieler sind außerdem Details zur Skalierung und den Grafikeinstellungen relevant: Ob die 4K/60 FPS‑Optionen ein Performance‑ oder Qualitäts‑Präferenzmodus sein werden, ob dynamische Auflösungs- und Framerate‑Targets implementiert sind, und welche HDR‑Profile unterstützt werden (z. B. PQ vs. HLG) bleibt vor dem Release noch zu verifizieren. Solche Optionen entscheiden oft darüber, wie gut ein Remaster auf unterschiedlichen Displays und in diversen Umgebungen wirkt.

Mobile surprise and subscription options
Über die Konsolen hinaus bestätigte Rockstar auch Versionen für iOS und Android — ein ungewöhnlicher Schritt für ein großangelegtes, kostenintensives Klassiker‑Remaster. Die mobilen Fassungen sollen über den App Store und Google Play herunterladbar sein. Besonders überraschend ist die Ankündigung, dass Netflix‑Abonnenten das Spiel als Teil ihres Abonnements über die Netflix‑App zugänglich gemacht wird. Das erweitert die üblichen Vertriebswege und zeigt, wie Spiele zunehmend in Streaming‑ und Abonnement‑Ökosysteme integriert werden.
Für viele Spieler ist zudem wichtig, wie sich das Spiel auf Mobilgeräten steuern und darstellen lässt: Rockstar muss Touch‑Steuerungen, optionale Controller‑Unterstützung (Bluetooth‑Controller), Bildschirmgrößen, Akkunutzung und thermische Einschränkungen berücksichtigen. Bei einem Open‑World‑Titel mit umfangreichen Menüs, komplexer Ziel- und Reitmechanik sind gut implementierte Tastenbelegungen, anpassbare HUD‑Skalierung und Eingabehilfen entscheidend für die Nutzbarkeit auf Smartphones und Tablets.
PlayStation‑Spieler mit PS Plus Extra müssen ebenfalls nicht lange warten: Die überarbeitete Version wird ab Launch‑Tag in der PS Plus Extra‑Bibliothek verfügbar sein. Auch GTA+‑Abonnenten erhalten über ihren Dienst Zugriff, was mehrere einfache Wege eröffnet, ohne einen separaten Kauf den Inhalt erneut zu spielen. Solche Abonnement‑Optionen erweitern die Reichweite des Titels und können insbesondere Gelegenheitsspieler anziehen, die sonst nicht in ein klassisches Remaster investieren würden.
Hinzu kommt die Frage nach Cross‑Platform‑Features: Ob Speicherstände zwischen Konsole und Mobilgerät über Cloud‑Saves übertragbar sind, ob Fortschritt und Achievements/Trophäen synchronisiert werden und wie plattformübergreifende Spielstände gehandhabt werden, sind für viele Nutzer zentrale Aspekte. Rockstar hat solche Details bisher nicht vollständig offengelegt, aber sie werden entscheidend dafür sein, wie bequem ein plattformübergreifender Wiedereinstieg in John Marstons Geschichte gelingt.
Why this matters — and what’s still missing
Es ist spannend zu sehen, dass Red Dead Redemption ein richtiges Next‑Gen‑Release sowie Mobile‑Ports erhält, womit der 2010 erschienene Klassiker auf moderne Bildschirme und tragbare Geräte zurückkehrt. Für langjährige Fans bedeuten die Updates bessere Performance und eine visuelle Auffrischung auf Systemen, die das Spiel endlich angemessen darstellen können. Das wirkt nicht nur nostalgieverstärkend, sondern erhält auch den kulturellen Wert des Titels als Meilenstein in der Geschichte von Open‑World‑Erzählungen.
Gleichzeitig fehlt jedoch ein großer und offensichtlicher Punkt: Red Dead Redemption 2 hat nach wie vor keine native PS5‑ oder Xbox Series X/S‑Version. RDR2 gilt als technisch und inhaltlich weiterentwickelter Teil der Serie, der von nativer Next‑Gen‑Unterstützung ganz erheblich profitieren würde — sowohl bei Performance als auch bei visuellen Verbesserungen. Viele Spieler hoffen, dass Rockstar nach dem RDR1‑Remaster nun als Nächstes RDR2 anfasst.
Die Prioritäten von Rockstar sind vielschichtig: Das Studio ist stark in die Vorbereitungen für Grand Theft Auto VI eingebunden und hat sich in der Vergangenheit auch mit internen Arbeitsstrukturen und Kontroversen auseinandergesetzt, die Aufmerksamkeit und Ressourcen beanspruchen. Diese Faktoren beeinflussen die Release‑Planung und die Reihenfolge, in der ältere Titel überarbeitet werden. Dennoch bleibt die Erwartung bestehen, dass RDR2, wegen seiner Popularität und kommerziellen Bedeutung, früher oder später eine vergleichbare Behandlung erhält.
Aus technischer Perspektive wäre ein natives RDR2‑Update auf PS5/Xbox Series X/S eine größere Herausforderung als das RDR1‑Remaster. RDR2 nutzt bereits eine umfangreichere Spielwelt, komplexere KI‑Systeme, erweitertes Physik‑ und Wetter‑System sowie reichhaltigere Animationen. Die Anpassung an moderne Hardware könnte also neben reiner Grafik‑Skalierung auch Code‑Refactoring, bessere Multi‑Threading‑Nutzung und eine Überarbeitung des Asset‑Streaming erfordern, um die Vorteile von SSD‑Ladezeiten und größeren Speicherpools effektiv zu nutzen.
Bis dahin stellt die Rückkehr des ersten Red Dead Redemption in aktueller Form einen wichtigen Schritt dar, der sowohl den historischen Wert des Titels erhält als auch neue Spieler erreicht, die das Original möglicherweise verpasst haben.
Quick facts: release and features
- Launch date: December 2, 2025
- Platforms: PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2, iOS, Android
- Included content: Base game + Undead Nightmare DLC
- Performance: 4K, 60 FPS, HDR on PS5/Xbox Series; 60 FPS, DLSS and Joy‑Con 2 mouse support on Switch 2
- Availability: Free upgrade for owners on last‑gen consoles; included on PS Plus Extra and accessible via GTA+ and Netflix (mobile)
Ob Sie das Original aus Nostalgie neu erleben oder es erstmals auf Ihrem Smartphone entdecken: Das Dezember‑Update macht Red Dead Redemption zu einem der interessantesten Legacy‑Releases des Jahres und erinnert daran, dass klassische Spiele auf modernen Plattformen weiterhin relevant bleiben. Die Kombination aus technischer Überarbeitung, erweiterten Vertriebswegen über Abonnements und der Aufnahme in mobile Ökosysteme erhöht die Sichtbarkeit des Titels und schafft neue Einstiegspunkte für unterschiedliche Spielertypen.
Zusätzlich zu den genannten Verbesserungen sollten Interessenten auf typische Remaster‑Aspekte achten: die mögliche Größe der Installationsdatei, ob zusätzliche Inhalte oder Grafik‑Patches nach dem Start geplant sind, sowie die Art und Weise, wie Community‑Features, Mods (falls relevant), und die Unterstützung älterer Speicherstände umgesetzt werden. Diese Faktoren entscheiden häufig darüber, wie zufriedenstellend das Spielerlebnis in der Praxis ausfällt.
Abschließend lässt sich sagen, dass Rockstar mit diesem Release eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt: Red Dead Redemption bleibt ein prägender Vertreter erzählerischer Open‑World‑Spiele, und die Aktualisierung für moderne Hardware sowie mobile Plattformen gibt dem Titel eine neue Chance, ein breiteres Publikum zu erreichen und zu begeistern.
Quelle: wccftech
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