HPs CES 2026 Leak: KI‑fokussierte Laptops, Gaming und mehr

Ein umfassender Leak vor der CES 2026 zeigt HPs KI‑First‑Strategie: neue Copilot+‑PCs, die Rückkehr des OmniBook, OMEN‑Gaming‑Modelle und ein All‑in‑One OmniStudio X. Breitere Verfügbarkeit von on‑device KI ist angekündigt.

Lukas Schmidt Lukas Schmidt . Kommentare
HPs CES 2026 Leak: KI‑fokussierte Laptops, Gaming und mehr

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Nur wenige Tage vor Eröffnung der CES 2026 zeichnet ein umfangreicher Leak der HP‑Produktfamilie ein klares Bild einer AI‑zentrierten Strategie, die Laptops, Gaming‑Hardware und Desktop‑Systeme umfasst. Vom neuen Copilot+‑PC‑Portfolio über die Wiederbelebung der OmniBook‑Reihe bis hin zu einem Next‑Gen All‑in‑One plant HP offenbar, KI‑Funktionen in praktisch jede Preis‑ und Leistungsklasse zu integrieren. Dieser strategische Schwerpunkt spiegelt die breite Verschiebung in der Branche wider: Anwender erwarten inzwischen native, lokal laufende KI‑Funktionen ebenso wie Cloud‑gestützte Assistenz.

Highlights: Laptops, Gaming und KI‑starke Peripherie

Nach Angaben von Windows Latest wird HP drei neue EliteBook X‑Modelle für Geschäftskunden einführen, die intern als G2a, G2i und G2q geführt werden. Die Suffixe geben Hinweise auf die zugrunde liegende Hardware: G2a setzt auf Intel‑Plattformen, G2i nutzt AMD‑Prozessoren und G2q dürfte eine ARM‑Variante sein, voraussichtlich mit dem kommenden Snapdragon X2. Diese Vielfalt signalisiert, dass HP ARM‑basierte Leistung nicht länger als Randerscheinung, sondern als gleichwertige Option behandelt — mit entsprechenden Auswirkungen für Energieeffizienz, Mobilität und mögliche integrierte NPUs (Neural Processing Units). Für Unternehmen bedeutet das mehr Wahlmöglichkeiten bei Verwaltung, Sicherheit (z. B. TPM, Secure Boot) und Konnektivität, während HP gleichzeitig unterschiedliche Software‑Stacks und Treiberstrategien abdecken muss, um konsistente Copilot+‑Erfahrungen zu liefern.

HPs Kernaussage für die CES ist schlicht: „KI für alle.“ Fast alle neuen Geräte — vom Einsteiger‑Notebook bis zum professionellen Rechner — sollen das Copilot+‑PC‑Badge tragen, was auf eine enge Integration mit Microsofts Copilot‑Ökosystem und auf optimierte Hardware für lokale KI‑Workflows hindeutet. Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr der OmniBook‑Familie in überarbeiteter Form. Das klassische OmniBook‑Branding wird neu aufgelegt und umfasst erschwingliche Serie‑3‑ und Serie‑5‑Modelle, die KI‑Funktionen an Bord haben. Ziel ist es, Studierenden und Mainstream‑Nutzern auf Geräteebene KI‑Fähigkeiten zugänglich zu machen, ohne dass sie ein teures Ultra‑Modell benötigen müssen. Praktische Anwendungsfälle wären lokale Notiz‑ und Zusammenfassungsfunktionen, verbessertes Multitasking durch intelligente Fensterverwaltung sowie Offline‑Datenschutz durch on‑device Verarbeitung.

Für Gamer gibt es ebenfalls Anlass zur Vorfreude: Das OMEN 15 feiert seine Rückkehr und ergänzt die Palette aus OMEN 16 sowie dem leistungsstarken OMEN MAX 16. Erwartet werden die neuesten Intel‑Chips der Panther Lake‑Generation sowie AMDs Ryzen AI 400‑Serie, kombiniert mit NVIDIAs RTX‑50‑Grafikprozessoren. Diese Kombinationen versprechen deutliche Sprünge bei KI‑beschleunigten Workloads (wie DLSS‑ähnliche Upscaling‑Verfahren, KI‑gestützte Streaming‑Features und in‑game‑AI), gleichzeitig aber auch hohe Anforderungen an Kühlung und Energieverwaltung. Das OMEN MAX 16 positioniert sich klar gegenüber Kreativschaffenden und Profi‑Anwendern: Ein 2,5K‑OLED‑Display mit 240‑Hz‑Bildwiederholrate soll schnelle Reaktionszeiten, hohe Farbtreue und detailreiche Bildqualität liefern — Eigenschaften, die sowohl für Content‑Erstellung als auch für kompetitives Gaming relevant sind.

HP baut auch seine Gaming‑Sparte HyperX weiter aus und setzt verstärkt auf OLED‑Displays. Besonders auffällig ist ein neues 27‑Zoll‑Panel mit einer beeindruckenden 500‑Hz‑Bildwiederholrate, das sich speziell an wettkampforientierte Spieler richtet, die jede Millisekunde Eingabeverzögerung minimieren möchten. Parallel dazu plant HyperX die Vorstellung des Clutch Tachi Arcade‑Controllers, der mit reduzierter Eingabeverzögerung und verbesserter Präzision punkten will — ein Produkt, das sich an Fans von Kampfspielen und Arcade‑Genres richtet. Solche Peripheriegeräte sind nicht nur für Hardcore‑Gamer interessant, sondern auch für eSport‑Teams und Turnierveranstalter, die auf maximale Reaktionsschnelligkeit und Robustheit setzen.

Auf der Desktop‑Seite kündigt der Leak das OmniStudio X an, das HP als „Next‑Generation AI Computer“ in einem All‑in‑One‑Formfaktor beschreibt. Dieses Konzept kombiniert leistungsfähige Prozessoren, dedizierte KI‑Beschleuniger und eine platzsparende Bauweise mit hochwertigen Displays, wodurch sich das Gerät für Kreativ‑Workflows eignet, die von lokaler KI‑Leistung profitieren — etwa für Bild‑ und Videoproduktion, Echtzeit‑Rendering oder Audiobearbeitung mit KI‑gestützten Tools. Ergänzend dazu werden Series‑7‑Pro‑4K‑Monitore erwartet, ebenso wie eine Produktlinie aus GaN‑Schnellladegeräten und vielseitigen USB‑C‑Hubs. Solche Ergänzungen deuten darauf hin, dass HP sein CES‑Aufgebot rund um Leistung, Konnektivität und optimierte KI‑Workflows schnürt: Thunderbolt/USB‑C‑Docks, Farbkalibrierung für Monitore und schnelle Ladeoptionen sind heute zentrale Komponenten für professionelle Setups.

Was bedeutet das alles für Käufer? Zunächst einmal könnte die Auswahl größer und die Verfügbarkeit von on‑device KI deutlich breiter werden: Power‑User bekommen High‑End‑Silizium und hochfrequente OLED‑Displays, während Studierende und Gelegenheitsnutzer bezahlbare Modelle mit nützlichen KI‑Werkzeugen vorfinden. Aus Sicht der IT‑Verantwortlichen in Firmen ist wichtig, dass HP offenbar verschiedene Plattformen (Intel, AMD, ARM) unterstützt — das erhöht die Flexibilität, stellt aber auch Anforderungen an das Management (z. B. Firmware‑Updates, Treiber‑Verteilung, Vertrauensanker für KI‑Module). Bei Verbrauchern dürfte HP stärker das Copilot+‑Erlebnis als Ökosystem‑Vorteil hervorheben: einheitliche Assistentenfunktionen, tiefe Integration in Windows‑Funktionen und optimierte Hardwarebeschleunigung für lokale Modelle und hybride Workloads.

Aus technischer Perspektive sind mehrere Punkte hervorzuheben: Die Aufnahme von ARM‑basierten EliteBooks (vermutlich mit Snapdragon X2) legt nahe, dass HP auf verbesserte Energieeffizienz und längere Akkulaufzeiten abzielt, ohne große Kompromisse bei der Alltagsperformance einzugehen. Auf der GPU‑Seite signalisieren NVIDIAs RTX‑50‑Reihen neue Möglichkeiten für Raytracing und KI‑Beschleunigung in Notebooks, wobei thermisches Design und Stromversorgung in schlanken Formfaktoren weiterhin kritische Faktoren bleiben. Monitore mit Bildraten von 240 Hz bis 500 Hz zeigen, dass HP sowohl den professionellen Creator‑Markt als auch den eSport‑Bereich adressiert. Für Käufer heißt das: genau hinschauen, welche Kombination aus CPU, GPU, Display und KI‑Funktionen den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Marktstrategisch könnte HP mit dieser breiten Aufstellung mehrere Ziele verfolgen: Erstens die Beschleunigung der Verbreitung von Copilot+ als Markenversprechen, zweitens die Sicherung von Marktanteilen in wichtigen Segmenten (Enterprise, Education, Gaming, Creator), und drittens die Positionierung als Anbieter, der Hardware, Peripherie und Software‑Ökosystem kombiniert. Auf der CES ist zu erwarten, dass HP konkrete Modelle, Spezifikationen, Preisstufen und Verfügbarkeiten nennt — Informationen, die für Käufer, IT‑Manager und Händler entscheidend sind. Auch Partnerschaften mit Software‑Anbietern, ISVs für Kreativ‑Tools und eSport‑Organisationen könnten auf der Agenda stehen und die praktische Nutzbarkeit der neuen Geräte weiter erhöhen.

Quelle: smarti

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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