Motorola Razr Fold: Großes Falt-Display, 50MP-Kameras

Motorola präsentierte das Razr Fold auf der CES 2026: 8,09" LTPO-Innendisplay, 6,56" Außendisplay, drei 50MP-Kameras inkl. Periskop, Dolby Vision-Video und Stylus-Support. Details zu Akku, Preis und Verfügbarkeit folgen.

Lukas Schmidt Lukas Schmidt . Kommentare
Motorola Razr Fold: Großes Falt-Display, 50MP-Kameras

9 Minuten

Motorola stellte das Razr Fold auf der CES 2026 vor und markiert damit den ersten Vorstoß des Unternehmens in das Segment der buchartigen Foldables. Das Gerät kombiniert ein großes 8,09-Zoll-Innenpanel mit einem 6,56-Zoll-Außendisplay und setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf Kamera-Vielseitigkeit sowie KI-getriebene Funktionen.

Großes Innen-Display, scharfe 2K-Visuals

Das Razr Fold verfügt über ein 8,09 Zoll großes LTPO-Innenpanel mit 2K-Auflösung, das feine Details verspricht und durch adaptive Bildwiederholraten für flüssigeres Scrollen sowie eine bessere Energieeffizienz sorgt. LTPO-Technologie ermöglicht eine dynamische Anpassung der Bildwiederholfrequenz, wodurch das System je nach Inhalt zwischen niedrigen und hohen Hz-Werten wechselt, um den Akku zu schonen.

Das 6,56-Zoll-Außendisplay macht das Telefon im zusammengeklappten Zustand nutzbar – ideal für schnelle Aufgaben, Benachrichtigungen und Cover-Selfies. Bei geschickter Software-Integration kann das Cover-Display als eigenständige Produktivfläche dienen, etwa für Benachrichtigungen, Widgets oder kurzzeitige Interaktionen, ohne das Gerät aufklappen zu müssen.

Technisch betrachtet spricht die Kombination aus großem Innenbildschirm und hochwertigem Außen-Display anspruchsvolle Anwender an, die mehr Bildschirmfläche wollen, ohne auf die Alltagstauglichkeit eines kompakten Smartphones verzichten zu müssen. Für Multitasking, Medienkonsum und kreative Arbeit auf einem Faltdisplay bietet das Razr Fold das notwendige Panelformat, um sowohl Produktivität als auch Unterhaltung überzeugend abzubilden.

Triple 50MP-Kameras, inklusive Periskop

Die Kamera-Hardware ist ein klares Highlight des Modells. Motorola hat das Razr Fold mit einem dreifachen Sensor-Array auf der Rückseite ausgestattet, das aus drei 50MP-Sensoren besteht:

  • Hauptkamera: 50MP Sony LYTIA Sensor
  • Ultraweitwinkel: 50MP
  • Periskop-Telefoto: 50MP mit 3x optischem Zoom

Die Wahl einheitlicher 50MP-Sensoren für Haupt-, Ultraweitwinkel- und Periskopmodule deutet auf einen Fokus auf konsistente Bildqualität und vereinfachte Verarbeitungs-Pipelines hin. Gleich große Sensoren erleichtern das Stitching und Matching von Farben bei Hybrid-Zooms und Panoramaaufnahmen, was für mobile Fotografen relevant ist, die auf zuverlässige Ergebnisse bei wechselnden Brennweiten angewiesen sind.

Videoaufnahmen unterstützen Dolby Vision-Recording, wodurch HDR-Videos mit erweitertem Dynamikumfang möglich werden. Selfies werden von einer 32MP-Kamera auf dem Cover-Display und einer 20MP-Kamera auf dem Innenbildschirm übernommen. Diese Kombination erlaubt flexible Selfie-Optionen: schnelle Aufnahmen über das Außendisplay oder hochwertigere Porträts mit dem aufgeklappten Bildschirm.

Für Nutzer, für die mobile Fotografie eine zentrale Rolle spielt, positioniert sich das Razr Fold damit als ernstzunehmender Konkurrent im Bereich der faltbaren Smartphones. Insbesondere die Periskopoptik mit 3-fachem optischem Zoom kann bei entfernten Motiven den Unterschied ausmachen, während ein konsistentes 50MP-Setup bei Tageslicht detaillierte Ergebnisse liefern dürfte.

KI-Funktionen und Stylus-Support für mehr Produktivität

Motorola integriert KI-Tools wie "Catch Me Up" und "Next Move", die darauf ausgelegt sind, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und kontextrelevante Informationen während der Nutzung hervorzuheben. Solche Features können E-Mail-Zusammenfassungen, intelligente Erinnerungsvorschläge oder kontextabhängige Shortcuts umfassen — Funktionen, die besonders im Zusammenspiel mit einem großen Faltdisplay sinnvoll sind.

Das Razr Fold unterstützt außerdem den Moto Pen Ultra Stylus, wodurch das Gerät für Anwender interessant wird, die präzise Eingaben, Notizen oder Skizzen auf einem größeren, flexiblen Display benötigen. Stylus-Unterstützung erweitert das Einsatzspektrum eines Foldables deutlich: von Handschrift-Notizen über digitale Annotationen bis hin zu kreativen Workflows für Illustratoren und Designer.

In der Praxis eröffnet die Kombination aus KI-Assistenz und Stifteingabe neue Nutzungsszenarien: Schnellnotizen, automatisch strukturierte Meeting-Protokolle, Skizzen mit Ebenenfunktionen und eine verbesserte Bedienbarkeit von produktivitätsorientierten Apps. Eine starke Software-Integration ist dabei entscheidend, damit KI-Funktionen und Stylus sinnvoll zusammenwirken und den Alltag spürbar erleichtern.

Design und Farben

Zum Launch wird das Razr Fold in zwei Pantone-Tönen angeboten: Blackened Blue und Lily White. Motorola betonte Oberflächenveredelung und Farboptionen, ging jedoch nicht auf vollständige Preise, Akku-Kapazität, Chipset-Details oder Speicherkonfigurationen ein. Farbgebung und Finish sind bei Premium-Foldables oft Teil der Kaufentscheidung, da sie das haptische Erlebnis und die optische Wahrnehmung beeinflussen.

Das Gehäusedesign eines buchartigen Foldables muss neben Ästhetik vor allem mechanische Belastungen und Scharnier-Mechaniken berücksichtigen. Motorola hat bei früheren Modellen auf robuste Scharniere und spezielle Dichtungen Wert gelegt; ob und wie diese Verbesserungen ins Razr Fold eingeflossen sind, bleibt vorerst offen. Nutzer, die viel unterwegs sind, legen besonderen Wert auf Langlebigkeit und eine gleichbleibend hochwertige Verarbeitungsqualität.

Zusätzlich zur Farbpalette können Materialien wie mattiertes Glas, polierte Metallränder oder mikrotexturierte Rückseiten die Wahrnehmung verändern. Hersteller nutzen solche Details, um Fingerabdrücke zu minimieren, die Griffigkeit zu verbessern und ein hochwertiges Premium-Feeling zu vermitteln — Aspekte, die bei der Wahl eines neuen Flaggschiffs eine Rolle spielen.

Was wir noch nicht wissen — und wann Antworten zu erwarten sind

Motorola hat auf der CES 2026 die Bildschirmgrößen, die Kamerakonfiguration, KI-Funktionen und die Stylus-Unterstützung des Razr Fold vorgestellt, doch viele zentrale Spezifikationen sind noch nicht offiziell bestätigt. Das Unternehmen kündigte an, dass Preisgestaltung, Verfügbarkeit und vollständige technische Details zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Üblicherweise folgen bei neuen Geräten zusätzliche Pressemitteilungen, Hands-on-Berichte und ausführliche Tests, sobald Vorserien- oder Testgeräte an Redaktionen und Reviewer ausgeliefert werden.

Zu den noch offenen Fragen zählen insbesondere:

  • Akkukapazität und Ladegeschwindigkeit — entscheidend für die tägliche Nutzung eines großen Faltdisplays.
  • Genauer SoC (System-on-Chip) und thermisches Management — wichtig für Leistung, Effizienz und langanhaltende Performance bei anspruchsvollen Aufgaben.
  • RAM- und Speicheroptionen sowie Erweiterungsmöglichkeiten — relevant für Multitasking und Medienarchive.
  • Software-Update-Zusagen und Langzeit-Support — für Sicherheit und Funktionsumfang über mehrere Jahre.

Erwartet werden Folge-Events, detaillierte Spezifikationslisten und erste Tests, die Aufschluss über reale Akkulaufzeiten, Kamera-Performance bei verschiedenen Lichtbedingungen sowie die Alltagstauglichkeit des Scharniers und der Faltmechanik geben. Insbesondere die praktische Umsetzung der KI-Funktionen in der Software-Oberfläche wird maßgeblich darüber entscheiden, wie nützlich diese Features im Alltag sind.

Wenn Sie sich fragen, ob das Razr Fold Ihr aktuelles Flaggschiff ersetzen könnte: Wer ein großes faltbares Display, eine leistungsfähige Kameraausstattung (inklusive Periskop) und Stiftunterstützung schätzt, findet im Razr Fold eine der interessantesten buchartigen Optionen des Jahres. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von den noch ausstehenden Details wie Preis, Akkulaufzeit, Performance und Updatesupport ab.

Technische Einordnung und Vergleich mit Mitbewerbern

Im Markt für faltbare Smartphones konkurriert Motorola nicht nur mit etablierten Rivalen wie Samsung und Google, sondern zunehmend auch mit Marken, die eigene Interpretationen des Foldable-Designs anbieten. Das Razr Fold positioniert sich durch die Kombination aus großem Innenbildschirm, starkem Kamerasetup und Stylus-Support als vielseitige Alternative für Anwender, die ein Produktivitätsgerät mit Top-Kamera wünschen.

Vergleichskriterien, die Interessenten beachten sollten, sind:

  • Display-Qualität (Helligkeit, Farbraum, LTPO-Frequenzskalierung)
  • Kameraleistung bei Tag und Nacht, Stabilisierung und Videofunktionen wie Dolby Vision
  • Robustheit des Scharniers, Haltbarkeit beim täglichen Auf- und Zuklappen
  • Software-Funktionen für Multitasking und spezielle Foldable-Optimierungen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Foldables

Für professionelle Anwender oder Kreative können Stylus-Funktionen und KI-Tools den Ausschlag geben, während Foto-Enthusiasten verstärkt auf Sensorqualität, Optik und Bildverarbeitung achten werden. Letztlich bestimmt die Kombination aus Hardware und Software, wie gut das Gerät seine Versprechen in der Praxis einlöst.

Einsatzszenarien: Für wen ist das Razr Fold geeignet?

Das Razr Fold dürfte besonders attraktiv sein für:

  • Produktivitätsnutzer, die von einem größeren Bildschirm und Stifteingabe profitieren (Notizen, Dokumentenbearbeitung, Skizzen).
  • Fotografen und Content-Ersteller, die Wert auf eine vielseitige Kameraausstattung mit Periskopoptik legen.
  • Mediensüchtige Nutzer, die Filme und Serien auf einem großen, hochwertigen Panel konsumieren möchten.
  • Technikinteressierte, die ein innovatives Formfaktor-Erlebnis suchen, das kompakte und große Displayfunktionen kombiniert.

Gleichzeitig sollten Käufer die üblichen Kompromisse von Foldables berücksichtigen: potenziell höhere Preise, etwas mehr Gewicht und eine andere Handhabung als bei klassischen Slab-Smartphones. Wer jedoch den zusätzlichen Nutzen eines faltbaren Displays aktiv nutzt, erhält mit dem Razr Fold ein flexibles Gerät, das in mehreren Szenarien echte Vorteile bieten kann.

Erwartungen zu Verfügbarkeit, Preis und Support

Motorola hat den Zeitrahmen für exakte Preis- und Verfügbarkeitsangaben noch nicht präzisiert. Branchenüblich werden solche Infos oft einige Wochen bis Monate nach einer ersten Vorstellung kommuniziert. Da das Razr Fold in ein Segment fällt, das häufig im Premium-Preisbereich angesiedelt ist, sollten Interessenten mit einem Listenpreis rechnen, der sich an anderen Top-Foldables orientiert. Bundles mit Moto Pen Ultra oder Speichervarianten sind mögliche Optionen, die den Endpreis beeinflussen können.

Wichtig ist außerdem die Frage des Software-Supports: Hersteller, die längere Update-Zyklen und Sicherheitsupdates anbieten, erhöhen den langfristigen Wert eines Geräts. Auch Service- und Reparaturoptionen für das Scharnier und den Bildschirm sind bei Foldables ein bedeutender Faktor.

Fazit und Ausblick

Das Motorola Razr Fold bringt mehrere interessante Komponenten zusammen: ein großes 2K-LTPO-Innendisplay, ein praktisches Außendisplay, ein einheitliches 50MP-Kamera-Array inklusive Periskopoptik, KI-gestützte Funktionen und Stylus-Unterstützung. Diese Kombination macht das Modell zu einer der spannendsten buchartigen Optionen auf dem Markt für faltbare Smartphones in diesem Jahr.

Da noch zentrale technische Details fehlen, bleibt abzuwarten, wie sich das Razr Fold in der Praxis schlägt. Entscheidend werden Preis, Akkulaufzeit, Performance und die Stabilität des Scharniers sein. Sobald weitere Informationen und erste Tests verfügbar sind, wird sich zeigen, ob Motorola hier ein rundes Produkt für Kreative, Produktivnutzer und Foto-Enthusiasten geschaffen hat.

Quelle: gsmarena

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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