Samsung Galaxy A37 und A57: Leaks, Design und Specs

Durchgesickerte Presse‑Renders enthüllen Samsung Galaxy A37 und A57: Design, vermutete Spezifikationen wie Exynos‑Chips, 50MP‑OIS, 5.000mAh Akku, One UI 8.5 auf Android 16 und mögliche Unterschiede in Material und Display.

Lukas Schmidt Lukas Schmidt . Kommentare
Samsung Galaxy A37 und A57: Leaks, Design und Specs

8 Minuten

Durchgesickerte Presse-Renders der kommenden Samsung-Modelle Galaxy A37 und Galaxy A57 geben uns den bisher klarsten Blick auf die nächste Generation der A‑Series-Mittelklasse. Die Geräte halten sich weitgehend an die vertraute Designsprache, doch einige Details machen deutlich, wohin Samsung sich bewegt — und wo es noch zurückhaltend bleibt.

Design – vertraut, aber nicht auffällig

Die geleakten Renderbilder zeigen große Punch‑Hole-Displays auf der Vorderseite und ein Dreifach-Kamera-Array auf der Rückseite, das optisch an die Vorgänger erinnert. Beide Modelle behalten Samsungs markante "Key Island" auf der rechten Gerätekante, in der Ein-/Aus- und Lautstärketasten untergebracht sind. In den Leaks treten Farbvarianten wie Lavendel beim A37 und Schwarz beim A57 auf, die das gewohnte Farbspektrum der A‑Serie fortsetzen.

Front und Display

Vorn dominieren großflächige Displays mit mittig platziertem Punch‑Hole für die Frontkamera. Die Screen‑To‑Body‑Ratio wirkt insgesamt modern, die Aussparung ist klein gehalten, sodass die Anzeige im Alltag unaufdringlich bleibt. Allerdings zeigen die Render auch deutlich sichtbare Ränder — speziell der untere "Chin" fällt breiter aus als die übrigen Bildschirmränder.

Rückseite und Kamera

Die Anordnung des Kameramoduls folgt einem funktionalen Ansatz: drei Linsen in einem dezent erhabenen Modul, das sich optisch an die aktuelle Designsprache von Samsung anlehnt. Erwartungsgemäß nimmt der Hauptsensor eine zentrale Rolle ein, begleitet von Ultraweitwinkel- und Makro-/Tiefensensoren oder vergleichbaren Ergänzungen, wie es bei A‑Serie-Modellen üblich ist. Das Design wirkt zurückhaltend und zweckorientiert statt auffällig oder experimentell.

Materialien und Verarbeitung

Die Renderbilder deuten auf eine unterschiedliche Materialwahl zwischen den Modellen hin: Das Galaxy A37 scheint einen Kunststoffrahmen zu verwenden, während das A57 optisch einen Übergang zu einem metallisch wirkenden Rahmen zeigt. Diese Praxis würde eine moderate Produktdifferenzierung innerhalb der Modellpalette ermöglichen — ein Weg, um Preispunkte und Haptik voneinander abzugrenzen, ohne das Design grundlegend zu ändern.

Farbauswahl und Varianten

Die Leaks zeigen bereits zwei Farboptionen, doch Samsung bietet in der A‑Serie typischerweise mehrere Varianten an, um unterschiedliche Käufergruppen anzusprechen. Beliebte Farben wie Schwarz und Pastelltöne (z. B. Lavendel) zielen sowohl auf klassische Nutzer als auch auf Käufer, die ein modisches Statement bevorzugen. Ob es spezielle Editionen oder weitere Farben geben wird, bleibt abzuwarten.

Kanten, Rahmen und Handling

Ein auffälliges Detail in den Leaks sind die ungleichmäßigen Displayränder: Der untere Rand ist merklich breiter als die seitlichen und oberen Ränder. Das spricht dafür, dass Samsung für diese Mittelklasse-Modelle noch keine flexiblen OLED‑Panels mit extrem schmalen Rändern einsetzt. Bei vielen Konkurrenten der gleichen Preisklasse sind bereits flexiblere Displaylösungen und deutlich reduzierte Lünette zu finden. Das etwas breitere Kinn kann das symmetrische Erscheinungsbild stören, wirkt sich aber in der Praxis nur geringfügig auf die Nutzung aus.

Was unter der Haube zu erwarten ist

  • SoC/Chipsätze: Dem A37 werden Gerüchte zufolge ein Exynos 1480 zugesprochen, während das A57 mit dem neueren Exynos 1680 erscheinen könnte.
  • Arbeitsspeicher und Speicherplatz: Wahrscheinliche Konfigurationen umfassen 6 GB oder 8 GB RAM sowie 128 GB oder 256 GB internen Speicher.
  • Software und Updates: One UI 8.5 auf Basis von Android 16 soll ab Werk installiert sein; Samsung verspricht Berichten zufolge bis zu sechs große Android‑Updates.
  • Kameras: Beide Modelle sollen voraussichtlich einen 50‑MP‑Hauptsensor mit optischer Bildstabilisierung (OIS) nutzen sowie eine 12‑MP‑Frontkamera für Selfies.
  • Akku und Laden: Erwartet wird ein 5.000‑mAh‑Akku mit Unterstützung für Schnellladen – vermutlich bis zu 45 W.
  • Extras: Zu den möglichen Ausstattungsmerkmalen zählen IP67‑Schutz gegen Staub und Wasser, Stereo‑Lautsprecher sowie ein optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display.

Chipsets und Performance

Die vermuteten Exynos‑Chipsätze positionieren A37 und A57 in der soliden Mittelklasse: Der Exynos 1480 dürfte für alltägliche Aufgaben, Social‑Media, Streaming und leichtes Multitasking ausreichend sein, während der Exynos 1680 potenziell bessere CPU‑ und GPU‑Leistung sowie effizientere KI‑Funktionen bietet. In praxisnahen Benchmarks unterscheiden sich Mittelklasse‑Exynos‑Chips in der Regel vor allem in thermischem Management und Langzeitleistung; hier können Softwareoptimierungen von Samsung einen spürbaren Unterschied machen.

Für Nutzer bedeutet das: flüssige Bedienung bei Standardanwendungen, akzeptable Gaming‑Leistung auf mittleren Einstellungen und ausreichend Reserven für Multitasking mit mehreren Apps. Wer maximale Gaming‑Performance erwartet, bleibt bei höherpreisigen Modellen besser aufgehoben.

Speicheroptionen und Erweiterbarkeit

Mit 6 GB oder 8 GB RAM und 128 GB bis 256 GB internem Speicher decken beide Modelle die typisch erwarteten Varianten der A‑Serie ab. Samsung hat bei früheren A‑Modellen oft weiterhin microSD‑Slots angeboten, sodass die Speichererweiterung möglich war; ob dies auch bei A37 und A57 der Fall ist, ist noch nicht abschließend bestätigt, gilt aber als wahrscheinlich. Für Käufer ist die Kombination aus ausreichend Basis‑Speicher und Erweiterungsmöglichkeiten ein wichtiges Kaufargument.

Software, Update‑Versprechen und Sicherheit

Die Geräte sollen mit One UI 8.5 auf Basis von Android 16 ausgeliefert werden. Entscheidend für Käufer ist Samsungs Update‑Versprechen: Berichte über sechs große Android‑Updates würden A‑Serie‑Käufern langfristige Software‑Sicherheit und neue Features signalisieren. Darüber hinaus umfassen regelmäßige Sicherheitspatches den Schutz vor Schwachstellen, was die Lebensdauer eines Smartphones in der Praxis deutlich erhöht.

Kamerasysteme und Bildstabilisierung

Ein 50‑MP‑Hauptsensor mit optischer Bildstabilisierung ist für die Mittelklasse ein starkes Argument, weil OIS nicht nur bei Fotoaufnahmen hilft, sondern auch bei Videoaufnahmen und bei schwierigen Lichtverhältnissen. Zusammen mit einem 12‑MP‑Frontsensor dürften die Modelle solide Selfies liefern können. Wichtig ist, dass die Gesamterfahrung nicht nur vom Sensor abhängt, sondern auch von der Bildverarbeitung (ISP), Algorithmen für Nachtaufnahmen, HDR‑Verarbeitung und der Qualität der zusätzlichen Linsen (Ultraweitwinkel, Makro oder Tiefensensor).

Praktisch heißt das: Tageslichtaufnahmen sollten detailreich und kontrastreich sein, in Dämmerlicht liefert OIS bessere Belichtungszeiten ohne Verwackeln. Samsung‑typisch könnten Software‑Features wie Nachtmodus, Szenenerkennung und Porträtberechnung die Fotos weiter verbessern.

Batterie, Ladegeschwindigkeit und Energieeffizienz

Ein 5.000‑mAh‑Akku ist in der Mittelklasse heute ein häufiges, aber wichtiges Verkaufsargument: Er verspricht Laufzeiten von anderthalb bis zwei Tagen bei moderater Nutzung. Die Unterstützung von bis zu 45 W Schnellladen würde zudem kurze Ladezeiten ermöglichen, obwohl Samsungs Praxis in früheren A‑Modellen gelegentlich konservativere Ladeprofile zeigte. Effiziente Chips und Softwareoptimierung beeinflussen die tatsächliche Ausdauer ebenso stark wie die Kapazität.

Zusatzfunktionen und Alltagstauglichkeit

Mögliche Features wie IP67‑Zertifizierung, Stereo‑Lautsprecher und ein optischer In‑Display‑Fingerabdrucksensor erhöhen die Alltagstauglichkeit und Positionierung gegenüber der Konkurrenz. IP67 bietet Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen und Staub, Stereo‑Lautsprecher sorgen für besseren Sound bei Medienwiedergabe, und ein In‑Display‑Scanner trägt zu einem modernen Erscheinungsbild bei. Zu den weiteren interessanten Aspekten zählen NFC für kontaktloses Bezahlen und Wi‑Fi 6 Unterstützung — beides Merkmale, die die Nutzbarkeit im Alltag erhöhen können.

Preispositionierung und Konkurrenz

Innerhalb der Mittelklasse konkurrieren A37 und A57 gegen starke Konkurrenten aus dem Xiaomi‑, Realme‑ und Motorola‑Lager. Samsung setzt oft auf ein ausgewogenes Paket aus Software‑Support, vertrauter Marke und solider Hardware. Allerdings drängen andere Hersteller die Grenzen der Mittelklasse mit flexiblen OLED‑Displays, aggressiver Preisgestaltung oder höherer Performance. Käufer müssen abwägen, ob ihnen langlebige Software‑Updates und Samsungs Ökosystem mehr Wert sind als einzelne Hardware‑Vorteile bei der Konkurrenz.

Langfristiger Wert und Upgrade‑Pfad

Die Update‑Politik, der Akku und die Verarbeitungsqualität bestimmen den langfristigen Nutzwert. Wenn Samsung die versprochenen sechs großen Android‑Updates einhält, schaffen A37 und A57 eine attraktive Perspektive für Käufer, die eine längere Nutzungsdauer anstreben. Das kann Modelle dieser Klasse von kurzfristigen, preisgetriebenen Angeboten unterscheiden.

In der Summe wirken A37 und A57 wie sinnvolle, evolutionäre Schritte statt radikaler Neuausrichtungen. Für Käufer, die Wert auf OIS‑Unterstützung bei der Kamera, große Akkukapazität und ein beständiges Update‑Versprechen legen, könnten diese Modelle attraktiv sein. Wer hingegen die neueste Display‑Technik sucht — etwa flexible OLED‑Panels mit ultradünnen Rändern — findet bei einigen Wettbewerbern bereits ausgefeiltere Optionen in derselben Preisklasse.

Beobachter sollten Release‑Datum, endgültige Spezifikationen und Preise abwarten, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Bis dahin bieten die Leaks einen verlässlichen ersten Eindruck von Design, Materialwahl und den wahrscheinlichsten technischen Eckdaten.

Quelle: sammobile

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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