Motorola Moto G77 und G67: Neue Mittelklasse-Überraschungen

Motorola erneuert die G‑Serie mit Moto G77 und G67: 6,8" AMOLED‑Displays, 120 Hz, starke Kameras (bis 108 MP), 5.200 mAh Akku, Android 16 und IP64. Preise ab €260–€300 in EMEA.

Lena Wagner Lena Wagner . Kommentare
Motorola Moto G77 und G67: Neue Mittelklasse-Überraschungen

8 Minuten

Überblick

Mittelklasse-Smartphones, die tatsächlich überraschen – das ist die Kurzfassung: Motorola hat seine G‑Serie mit zwei Modellen überarbeitet, die die Grenze zwischen sinnvollem Preis und headline-würdiger Hardware verwischen. Beide Geräte positionieren sich klar im Mittelklasse-Segment (Midrange) und kombinieren moderne Display-Technik, ausgereifte Kamerasysteme und eine solide Softwarebasis zu einem attraktiven Gesamtpaket.

Dieser Artikel fasst die wichtigsten technischen Daten, Unterschiede und praktische Aspekte für Kaufinteressenten und Technikbegeisterte zusammen. Er erläutert Display, Leistung, Kamera, Akku, Software und Positionierung im Wettbewerb und liefert damit fundierte Informationen für eine Kaufentscheidung.

Display und Design

Die Displays ziehen den ersten Blick auf sich. Sowohl das Moto G77 als auch das Moto G67 verfügen über 6,8 Zoll große AMOLED‑Panels mit FHD+ Auflösung und einer geschmeidigen 120‑Hz Bildwiederholrate. Solche Werte versprechen flüssige Animationen, bessere Spielbarkeit und ein allgemein reaktionsschnelles Bediengefühl. Motorola gibt eine lokale Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits an, was auf sehr gute Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung hindeutet.

Die Glasfront beider Modelle ist durch Corning Gorilla Glass 7i geschützt, was zusätzlichen Kratz‑ und Bruchschutz bieten soll. Selbstbildaufnahmen übernimmt eine 32‑MP Frontkamera, und die Fingerabdrucksensoren sind unter dem Display integriert, was einen modernen, sauberen Look ohne sichtbaren Sensor an der Rückseite ermöglicht.

Designseitig folgen die neuen G‑Modelle aktuellen Trends: schmale Rahmen, größere Displays im 20:9‑bis‑21:9‑Format und dezente Kamerainseln. Die Verarbeitung zielt darauf ab, ein hochwertiges Gefühl zu vermitteln, ohne die typische Mittelklasse‑Preisgestaltung zu sprengen.

Leistung und Speicher

Unter der Haube weichen die Geräte in den für Leistung und Alltagserfahrung relevanten Punkten auseinander. Das Moto G77 wird von MediaTeks Dimensity 6400 angetrieben und kombiniert diesen Chip mit 8 GB RAM. Diese Kombination zielt auf Nutzer ab, die mehr Multitasking‑Fähigkeit und etwas bessere Grafikleistung erwarten. Der Dimensity 6400 bietet in der typischen Mittelklasse‑Konfiguration genug Leistung für anspruchsvollere Apps, Social Media, Videowiedergabe und gelegentliches Gaming.

Das Moto G67 setzt stattdessen auf den Dimensity 6300 und 4 GB RAM. Diese Konfiguration ist für grundlegende bis mittlere Anforderungen ausgelegt: flüssiges Surfen, Messaging, Medienkonsum und alltägliche Aufgaben. Für Nutzer, die weniger intensive Nutzung planen oder ein starkes Preisbewusstsein haben, bleibt das G67 eine sinnvolle Wahl.

Beide Modelle unterstützen microSD‑Karten, sodass der eingebauten Speicher bei Bedarf physisch erweitert werden kann. Das ist in vielen Regionen ein wichtiges Kaufargument für Anwender, die umfangreiche Musik‑, Foto‑ oder Videobibliotheken lokal verwalten möchten und Cloud‑Speicher nicht bevorzugen.

Alltagsleistung und Softwareoptimierung

Die tatsächliche Nutzererfahrung hängt nicht nur von SoC und RAM ab, sondern auch von Softwareoptimierungen und thermischem Management. Motorola setzt auf seine Hello UX‑Oberfläche über Android 16, was bedeutet, dass neben neuen Android‑Funktionen auch spezifische Anpassungen und Optimierungen von Motorola hinzukommen. Für die Performance bedeutet das in vielen Fällen eine bessere Balance zwischen Energieverbrauch und Leistung im Alltag sowie regelmäßige Sicherheits‑ und Funktionsupdates, die die Geräte länger relevant halten.

Kamera und Fotografie

Fotografie ist die eigentliche Schlagzeile bei diesen Modellen. Erstmals in der Moto‑G‑Reihe wird das G77 mit einem 108‑MP Hauptsensor ausgeliefert. Dieser Sensor arbeitet mit einer Blende von f/1.7, nutzt 9‑in‑1 Pixel‑Binning (um Rauschverhalten zu reduzieren und Licht pro „Pixel“ zu erhöhen) und bietet zudem eine 3x verlustfreie (lossless) Zoom‑Funktion. Solche technischen Merkmale erlauben es, Details ohne externe Optik‑Aufrüstung einzufangen und bieten mehr Flexibilität bei Porträts und weit entfernten Motiven.

Das 108‑MP‑Setup wird von einem 8‑MP Ultraweitwinkelobjektiv mit einer f/2.2‑Blende ergänzt. Dieses Duo ist praxistauglich: Der Hauptsensor nimmt bei guten Lichtverhältnissen sehr detailreiche Bilder auf, während der Ultraweitwinkel mehr Szenen in einem Frame erfasst – praktisch für Landschaften, Architektur und Gruppenfotos.

Unterschiede beim G67

Das Moto G67 bleibt pragmatisch: Es nutzt einen 50‑MP LYTIA 600 Hauptsensor, der in vielerlei Situationen sehr gute Ergebnisse liefert und durch seine Sensortechnik eine gute Balance zwischen Detailreichtum und Rauschunterdrückung bietet. Dazu kommt derselbe 8‑MP Ultraweitwinkel wie beim G77. Für die meisten Alltagsnutzer ist das eine sehr vernünftige Kombination und stellt typischerweise ein exzellentes Preis‑Leistungs‑Verhältnis dar.

Praktisch gilt: Das G77 hebt die Fotografie‑Fähigkeiten auf ein neues Niveau innerhalb der Serie, insbesondere bei detailintensiven Aufnahmen und Zoom. Das G67 bietet hingegen solide Bilder für Nutzer, die alltägliche Aufnahmen priorisieren und weniger Wert auf extrem hohe Megapixel‑Zahlen legen.

Akku, Laden und Konnektivität

Eine lange Laufzeit wird erwartet, und beide Telefone liefern mit 5.200‑mAh‑Akkus. In der Praxis bedeutet das, dass bei moderater Nutzung (Surfen, Kommunikation, Streaming) locker ein bis zweieinhalb Tage Laufzeit erreichbar sind – abhängig von Bildschirmhelligkeit, 120‑Hz‑Nutzung und Hintergrundprozessen.

Beim Laden unterstützen beide Modelle 30‑W‑Wired‑Charging. Das ist kein extrem schnelles Laden nach heutigen Spitzenstandards, aber ein praxisgerechter Kompromiss zwischen Preis, Akkugesundheit und Ladegeschwindigkeit. Für Nutzer, die regelmäßig unterwegs sind und kurze Ladeintervalle bevorzugen, reicht 30 W in der Regel für nennenswerte Aufladungen innerhalb kurzer Zeit.

Motorola gibt zudem an, dass beide Handsets eine IP64‑Schutzklasse besitzen. Das bedeutet Schutz gegen staubbedingte Einwirkungen in einem definierten Maß sowie Schutz gegen Spritzwasser aus beliebiger Richtung – ein merklicher Vorteil im Alltag gegenüber Geräten ohne Schutzklasse, auch wenn IP64 kein vollständiger Schutz gegen Eintauchen ist.

Zur Konnektivität zählen typische Mittelklasse‑Features wie 4G/5G‑Support (abhängig von regionaler Ausstattung), Bluetooth, Wi‑Fi und NFC für kontaktloses Bezahlen, wobei genaue Bandunterstützung je nach Markt variiert. Die Unterstützung für microSD‑Karten wurde bereits erwähnt und ist ein Pluspunkt für Anwender mit hohen Speicheranforderungen.

Software und Updates

Beide Geräte starten mit Android 16 und Motorolas Hello UX als Benutzeroberfläche. Android 16 bringt diverse Datenschutz‑ und Usability‑Verbesserungen, während Hello UX zusätzliche Funktionen, Gesten und Personalisierungsoptionen ergänzt. Motorola ist in den letzten Jahren dafür bekannt geworden, relativ saubere UI‑Modifikationen bereitzustellen, die die Performance nicht unnötig verlangsamen, sowie ein gutes Update‑Verhalten für die Mittelklasse zu zeigen.

Für den Käufer entscheidend ist die Update‑Versprechenpolitik: Sicherheitsupdates und gelegentliche Funktionsaktualisierungen erhöhen die Lebensdauer eines Smartphones deutlich. Wer langfristige Softwareversorgung priorisiert, sollte aktuelle Update‑Ankündigungen von Motorola verfolgen, insbesondere für größere Android‑Versionen.

Preis, Verfügbarkeit und Varianten

Beide Geräte sind ab heute in Europa, dem Nahen Osten und Afrika im Verkauf, wobei das Moto G77 bei €300/£250 startet und das Moto G67 bei €260/£200. Diese Preisgestaltung positioniert die Modelle klar im hart umkämpften Mittelklassemarkt 2026, in dem Hersteller versuchen, mit stärkeren Display‑Angaben, höheren Megapixelzahlen und größeren Akkus zu punkten.

Die genannten Preise sind Einstiegspreise für bestimmte Speicherkonfigurationen und können je nach Markt, Händleraktionen oder zeitlich begrenzten Angeboten variieren. Zusätzlich können lokale Steuern, Importgebühren und Promotionen den Endpreis beeinflussen.

Farboptionen und abschließende Bewertung

Die Farbauswahl neigt zu ruhigen, modernen Tönen: Das G77 ist in Pantone Shaded Spruce und Pantone Black Olive erhältlich, während das G67 in Pantone Nile und Pantone Arctic Seal angeboten wird. Solche Farben unterstreichen die zurückhaltende, aber hochwertige Positionierung der Geräte.

Praktisch, zweckorientiert und preislich wettbewerbsfähig — Motorolas jüngstes Duo schreibt die Regeln der Mittelklasse nicht neu, aber es hebt durchaus die Erwartungen daran, was ein Midrange‑Smartphone 2026 bieten sollte. Besonders das Moto G77 punktet mit einer sehr starken Kameraausstattung (108 MP, 3x lossless Zoom) und einem großen RAM‑Puffer, während das Moto G67 eine vernünftige, kosteneffiziente Alternative darstellt.

Für wen eignen sich die Geräte?

  • Motorola Moto G77: Empfehlenswert für Käufer, die Wert auf Kameraqualität, höheren Arbeitsspeicher und ein helles AMOLED‑Display legen.
  • Motorola Moto G67: Geeignet für preisbewusste Nutzer, die eine ausgewogene Mittelklasse‑Erfahrung suchen und auf extremes Multitasking verzichten können.

Zusammenfassend bieten beide Modelle eine starke Kombination aus Display, Akku, solider Hardware und einem sauberen Softwarepaket. Wer im Mittelklasse‑Segment nach einem Gerät mit besonders guter Fotoausstattung und flüssigem Display sucht, findet im Moto G77 eine attraktive Option; für einen geringeren Aufpreis oder niedrigeren Einstiegspreis bleibt das Moto G67 eine sehr solide Wahl.

Wichtige Keywords für Interessenten und Vergleiche sind: Motorola Moto G77, Moto G67, Mittelklasse‑Smartphone, AMOLED 120Hz, 108MP Kamera, Dimensity 6400, Android 16, 5200 mAh Akku, Gorilla Glass 7i und IP64.

Quelle: gsmarena

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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