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Einführung
Zu dünn, um aufzufallen. Das ist der erste Eindruck, den Xiaomi mit einer Powerbank erweckt, die nur 6 mm dünn ist. Sie gleitet wie eine Karte in die Tasche und haftet an kompatiblen Telefonen über eine ringförmige magnetische Rückseite – keine Kabel, kein Aufwand.
Bei 98 Gramm und 6 mm fühlt sich diese UltraThin Magnetic Powerbank eher wie ein Zubehör an als wie ein brockenartiger Energiespeicher. Unter der Oberfläche sitzt eine 5.000-mAh-Zelle, ausreichend für eine Teilaufladung der meisten modernen Smartphones und für einen verlässlichen Energieschub während des Arbeitswegs oder einer kurzen Reise. Die kabellose Leistung erreicht bis zu 15 W, wenn sie an der Rückseite eines unterstützten Android-Flaggschiffs liegt; wird ein Kabel in den USB-C-Anschluss gesteckt, sind bis zu 22,5 W möglich.
Die Kompatibilität liest sich wie ein Who’s who aktueller Geräte. Samsung und andere Android-Flaggschiffe erreichen die volle kabellose Geschwindigkeit. Googles Pixel-10-Serie wird ausdrücklich unterstützt. iPhone-Nutzer profitieren weiterhin von der magnetischen Befestigung, doch Apples Plattform begrenzt den kabellosen Stromfluss auf 7,5 W, sodass das Laden dort langsamer ausfällt.

Im Alltag spielt dieses winzige Ladegerät seine Stärken aus. Wer möchte in einem Meeting schon mit einem klobigen Ladeziegel ringen? Oder etwas mitnehmen, das ein ohnehin schlankes Telefon und ein schmales Portemonnaie unnötig aufbläht? Diese Powerbank richtet sich an Minimalisten – Pendler, Reisende und alle, die Haptik genauso schätzen wie Funktion.
Design und Formfaktor
Dünnheit und Gewicht
Mit nur 6 mm Dicke und 98 g Gewicht setzt Xiaomi auf ein extrem flaches Profil. Das ist ein bewusstes Design-Statement: Statt maximaler Kapazität priorisiert das Produkt Tragekomfort und Diskretion. In der Praxis bedeutet das, dass die Powerbank in einer Geldbörse, in einer Hemd- oder Jackentasche kaum spürbar ist. Für Nutzer, die häufig unterwegs kurz nachladen möchten, ist das ein großer Vorteil.
Praktisch gesehen ist die dünne Bauweise aber auch ein Kompromiss. Eine 5.000-mAh-Zelle liefert weniger Gesamtkapazität als voluminösere Akkupacks, die 10.000 mAh oder mehr bieten. Wer mehrere komplette Aufladungen erwartet, sollte daher andere Optionen prüfen. Andererseits hat eine flache Powerbank den Vorteil, dass sie das Smartphone nicht sperrig auftürmt, wenn sie magnetisch befestigt ist.
Magnetische Befestigung und Kompatibilität
Die magnetische Befestigung ähnelt den Ring- oder Magnetkonzepten, die in den letzten Jahren populär wurden. Xiaomi spricht von einer Verbindung im Stil eines Rings an der Rückseite kompatibler Geräte. Solche magnetischen Systeme sorgen für eine stabile Positionierung des Ladegeräts auf der Rückseite des Telefons, was insbesondere beim kabellosen Laden wichtig ist, weil optimale Alignment (Ausrichtung) die Ladeeffizienz erhöht.
Wichtig ist die Unterstützung der jeweiligen Plattformen: Während viele Android-Flaggschiffe kabelloses Laden mit höheren Leistungen zulassen, begrenzen manche Hersteller (vor allem Apple) die kabellose Leistungsaufnahme aus Software- oder Sicherheitsgründen. Xiaomi nennt explizit die Pixel-10-Serie als unterstützt; für Samsung-Modelle und vergleichbare Android-Geräte sollten 15 W möglich sein. iPhone-Modelle erhalten den magnetischen Komfort, laden aber mit reduzierter Geschwindigkeit (meist bis zu 7,5 W).
Technische Daten und Ladeleistung
Im Kern bietet die Powerbank folgende Grunddaten, die wir im Kontext einordnen:
- Dicke: 6 mm
- Gewicht: 98 g
- Akku: 5.000 mAh
- Kabellose Leistung: bis zu 15 W (plattformabhängig)
- Kabelgebundene Leistung: bis zu 22,5 W über USB-C
Diese Werte geben eine erste Orientierung. Die tatsächliche Ladenleistung hängt zusätzlich von mehreren Faktoren ab: der Energieverwaltung des Telefons, der Temperatur, der Ausrichtung zwischen Powerbank und Gerät sowie Firmware-Limits des jeweiligen Herstellers.
Kabelloses Laden (Qi, magnetische Protokolle)
Obwohl Xiaomi nicht jedes Detail der verwendeten Protokolle offenlegt, ist anzunehmen, dass die Powerbank auf standardisierten Qi-basierten Technologien aufbaut und proprietäre Erweiterungen oder magnetische Ausrichtungen nutzt, um höhere Leistungen zu erreichen. Bei kompatiblen Android-Flaggschiffen sind bis zu 15 W möglich – das ist in der Kategorie der magnetischen, dünnen Ladegeräte ein guter Wert.
Für iPhone-Nutzer bleibt die Einschränkung bestehen: Apples Limitierungen begrenzen die Wattleistung beim kabellosen Laden über Drittanbieter-Hardware häufig auf 7,5 W, selbst wenn die Hardware theoretisch mehr liefern könnte.
Kabelgebundene Leistung und USB-C
Der USB-C-Anschluss erlaubt laut Angabe bis zu 22,5 W – ein Wert, der für schnelle Top-Ups ausreichend ist. In der Praxis hängt die tatsächliche Ladegeschwindigkeit vom Ladestand des Telefons, dem verwendeten Kabel sowie von Schutzmechanismen (z. B. Temperatursteuerung) ab. Einige Smartphones unterstützen höhere Ladeleistungen per USB-PD (Power Delivery) oder proprietärer Schnellladetechnik; ob Xiaomi hier spezielle Verhandlungen für maximale 22,5 W durchführt, ist nicht vollständig dokumentiert, doch der Wert ist konkurrenzfähig für kompakte Powerbanks.
Praxis: Alltagstauglichkeit und Nutzerprofile
Für wen ist dieses Gerät also sinnvoll? Die Powerbank richtet sich an Anwender, die:
- einen minimalistischen, leichten Zusatzakku bevorzugen;
- häufig unterwegs ein schnelles, unkompliziertes Top-up benötigen;
- ein schlankes Telefon nicht durch einen klobigen Batteriebaukasten vergrößern möchten;
- magnetische Befestigung und kabelloses Laden schätzen.
Typische Nutzerszenarien sind Pendler, die im Zug oder Bus kurz nachladen, Geschäftsleute, die kein Kabelgewirr im Meeting wollen, oder Reisende, die bei Tagesausflügen einen unauffälligen Reserveakku schätzen. Für Langstreckenreisende oder Nutzer, die mehrere vollständige Ladungen benötigen, bleibt ein größerer Powerbank mit 10.000 mAh oder mehr die bessere Wahl.
Temperatur, Wärmeentwicklung und Sicherheit
Dünne Akkupacks haben weniger Platz für passive Kühlung, daher ist das Wärmemanagement relevant. Xiaomi implementiert üblicherweise Schutzmechanismen gegen Überhitzung, Überspannung und Kurzschluss – solche Sicherheitsfeatures sind bei externen Akkus zentral. In der Praxis ist zu erwarten, dass die Powerbank bei intensiven Ladevorgängen (z. B. 15 W kabellos oder 22,5 W kabelgebunden) spürbar warm wird; das ist normal, sollte aber innerhalb sicherer Grenzwerte bleiben.
Wichtig für den Anwender: Direkte Sonneneinstrahlung während des Ladevorgangs vermeiden und das Gerät nicht in engen, schlecht belüfteten Taschen über längere Zeit belassen, um unnötige Wärmeakkumulation zu verhindern.
Verfügbarkeit, Preis und Marktstrategie
Preislich listet Xiaomi die magnetische Powerbank derzeit mit £49,99 im britischen Store; sie ist bereits in Japan und Teilen Europas aufgetaucht. Konkrete Termine für die USA oder weitere Regionen gibt es noch nicht, doch ein gestaffelter Rollout deutet an, dass Xiaomi die Verfügbarkeit nach Nachfrage und Marktrückmeldungen ausweitet.
Der Preis positioniert das Produkt im mittleren Segment: Er ist höher als sehr einfache 5.000-mAh-Packs ohne Magnetfunktion, aber konkurrenzfähig gegenüber Marken, die ähnlichen Komfort und ein hochwertiges, dünnes Design anbieten. Die Strategie setzt auf ein Premium-Gefühl trotz kleiner Kapazität – Komfort und Design statt maximaler mAh-Zahl.
Vergleich zu Alternativen
Im Vergleich zu klassischen 10.000-mAh-Powerbanks bietet die Xiaomi UltraThin weniger Kapazität, dafür aber erheblich bessere Portabilität. Im Vergleich zu Apple MagSafe-Powerbanks oder anderen magnetischen 5.000-mAh-Produkten ist Xiaomi wettbewerbsfähig in Bezug auf Gewicht, Dicke und Preis.
Bei der Wahl zwischen verschiedenen Modellen sollten Käufer folgende Faktoren abwägen:
- Gewünschte Anzahl kompletter Aufladungen (Kapazität in mAh);
- Bevorzugte Ladeform (kabellos vs. kabelgebunden);
- Kompatibilität mit dem eigenen Smartphone (MagSafe, Qi, proprietäre Limits);
- Gewicht und Formfaktor für den täglichen Einsatz.
Technische Einordnung und Empfehlungen
Aus technischer Sicht ist die Xiaomi UltraThin Magnetic Powerbank ein Beispiel für die aktuellen Trendlinien: Integration von magnetischer Befestigung, Verstärkung kabelloser Ladefähigkeiten und Betonung von Design und Portabilität. Unternehmen achten zunehmend auf das Nutzererlebnis – wie sich ein Produkt in den Alltag einfügt – statt nur auf nackte Zahlen wie mAh.
Für Nutzer, die Wert auf schlankes Design, magnetische Befestigung und gelegentliche Schnell-Ladungen legen, ist die Powerbank eine empfehlenswerte Wahl. Akku-Enthusiasten oder Vielnutzer, die mehrere vollständige Ladevorgänge benötigen, sollten ergänzend größere Powerbanks oder Netzladegeräte in Betracht ziehen.
Häufige Fragen zur Nutzung
Reicht 5.000 mAh für ein modernes Smartphone?
Das hängt vom Telefon und dessen Akku ab. Moderne Smartphones haben Akkukapazitäten zwischen etwa 3.500 mAh und 5.500 mAh. Eine 5.000-mAh-Powerbank liefert in der Praxis oft zwischen 60–90 % einer einzelnen Vollaufladung, da Effizienzverluste beim Laden auftreten. Für ein schnelles Top-up oder eine halbe Aufladung ist die Kapazität in vielen Fällen ausreichend.
Wie schnell lädt die Powerbank das Telefon wirklich?
Kabellos sind bis zu 15 W möglich – abhängig vom Telefonmodell und dessen Software-Limits. Kabelgebunden kann die Powerbank bis zu 22,5 W anliefern, was für schnelle Top-Ups gut ist. Die reale Ladegeschwindigkeit kann jedoch variieren und ist abhängig von Temperatur, Ausrichtung und dem Ladezustand des Geräts.
Ist die magnetische Befestigung sicher?
Ja, magnetische Befestigungen sind in der Regel sicher und stabil, solange das System kompatibel ist. Xiaomi hat das Design offenbar so gewählt, dass eine zuverlässige Haftung gewährleistet ist. Dennoch empfiehlt es sich, die Verbindung zu überprüfen, bevor man das Telefon in Bewegung nutzt, um ein Abrutschen zu vermeiden.
Fazit und Perspektive
Die Xiaomi UltraThin Magnetic Powerbank ist ein cleveres Experiment in Kompromissen: Man verzichtet auf rohe Kapazität zugunsten von Bequemlichkeit und minimalem Platzbedarf. Für viele Nutzer – insbesondere Pendler, Minimalisten und Gelegenheitsnutzer – ist dieser Tausch attraktiv und praktikabel. Die Frage bleibt: Wie dünn ist zu dünn für den Alltag? Wenn Ihre Priorität vollständige Sicherheiten und mehrere vollständige Ladezyklen sind, dann ist eine größere Powerbank sinnvoller. Wenn Ihnen hingegen ein unauffälliges, magnetisches Top-up für die täglichen Situationen genügt, liefert Xiaomi eine technisch solide und gut designte Lösung.
Insgesamt positioniert sich das Produkt als ein durchdachtes, mobilitätsorientiertes Accessoire mit einem klaren Nutzenversprechen: magnetisches, kabelloses Laden in einem nahezu nicht spürbaren Formfaktor. Für das wachsende Segment der Nutzer, die Funktion mit minimalem Gewicht und Volumen kombinieren möchten, ist das eine attraktive Option.
Quelle: gizmochina
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