Metal Gear Solid: Hollywoods lang ersehnte Verfilmung

Nach Jahren gescheiterter Versuche scheint Sony die Verfilmung von Metal Gear Solid ernsthaft anzugehen. Zach Lipovsky und Adam B. Stein sollen die Adaption leiten; konkrete Details zu Besetzung und Starttermin fehlen noch.

Tim Becker Tim Becker . Kommentare
Metal Gear Solid: Hollywoods lang ersehnte Verfilmung

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Nach Jahren falscher Anläufe könnte der Metal Gear Solid-Film endlich in Sichtweite rücken. Sony soll Berichten zufolge mit der Adaption voranschreiten, und hat diesmal Zach Lipovsky und Adam B. Stein, die Regisseure von Final Destination: Bloodlines, an Bord geholt.

Diese Kombination ergibt in gewisser Hinsicht Sinn. Metal Gear Solid hat sich schon immer wie ein Film angefühlt, der zufällig interaktiv ist. Hideo Kojima baute die Reihe auf Schleichen, Paranoia, militärischer Intrige und weitläufigen filmischen Schauplätzen auf, eingebettet in eine Welt geheimer Waffen und undurchsichtiger Machtkämpfe. Für Fans war nie wirklich die Frage, ob das Material auf der Leinwand funktionieren könnte. Das eigentliche Rätsel war, warum Hollywood sich so schwer tat, es korrekt umzusetzen.

Das Timing könnte besser sein als seit Jahren. Videospieladaptionen haben viel von dem alten Skeptizismus abgelegt, der ihnen lange anhing. Zwischen dem Erfolg von Projekten wie The Last of Us und einer wachsenden Nachfrage nach erzählerischen Umsetzungen von Spielen wirkt ein Metal Gear Solid-Film nicht mehr wie ein zum Scheitern verurteiltes Studioexperiment. Auf dem Papier erscheint er eher als ein Stoff mit echter Dynamik.

Ein Franchise, das für die Kamera geschaffen wurde

Lipovsky und Stein stehen Berichten zufolge im Rahmen eines First-Look-Deals mit Sony unter Vertrag, was darauf hindeutet, dass das Projekt noch in einer frühen Phase ist. Es gibt noch kein Veröffentlichungsdatum, keine Besetzungsbekanntgabe und keinen konkreten Produktionszeitplan. Doch für ein Franchise, das so lange im Entwicklungs-Limbo feststeckte, wirkt selbst dieser Fortschritt bedeutsam.

Der Name Metal Gear Solid hat Gewicht weit über die Gaming-Kreise hinaus. Er steht für Spionage, Spektakel und große Kinospannung, Stoffe, die Studios eher verfolgen als erfinden. Gelingt es Sony, dieses Erbe schließlich in einen stimmigen Film zu verwandeln, könnte das Ergebnis zu einer der faszinierenderen Spieleverfilmungen der letzten Jahre werden.

Vorerst ist der Film jedoch eher ein Versprechen als ein ausgearbeiteter Plan. Doch nach so vielen gescheiterten Anläufen reicht schon ein Versprechen, um die Diskussion wieder anzufachen.

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