Apple erobert Q1 2026, Pixel und Nothing im Aufwind

Apple überholt Samsung im ersten Quartal 2026 laut Counterpoint. Starke iPhone-17-Nachfrage, aggressive Trade-in-Aktionen und das Wachstum von Pixel und Nothing prägen das schrumpfende Smartphone-Umfeld und schaffen Chancen für Foldables.

Lena Wagner Lena Wagner . Kommentare
Apple erobert Q1 2026, Pixel und Nothing im Aufwind

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Das erste Quartal 2026 verlief nicht geradlinig. Apple kletterte in Counterpoints Versanddaten wieder an die Spitze, Samsung rutschte auf den zweiten Platz, und zwei Marken weit außerhalb des gewohnten Spitzenkampfs stahlen still einen Teil der Aufmerksamkeit: Pixel und Nothing.

Counterpoint zufolge verzeichnete Apple erstmals eine Q1-Führung bei den globalen Smartphone-Lieferungen und setzte sich mit einem Anteil von 21 % knapp vor Samsung mit 20 % durch. Ein Jahr zuvor hatten die beiden die Plätze noch getauscht, wobei Samsung mit 20 % knapp vor Apple mit 19 % lag. Diesmal verlagerte sich die Dynamik dank starker Nachfrage nach dem iPhone 17 und einer aggressiven Trade-in-Aktion, die Apple half, die Lieferungen zum Vorjahr um 5 % zu steigern.

Samsung verzeichnete dagegen einen Rückgang der Jahreslieferungen um 6 %, obwohl sein globaler Marktanteil stabil blieb. Das Gesamtbild ist weniger schmeichelhaft: Der Smartphone-Markt blieb unter Druck, und steigende Speicherpreise verschärften die Belastung zusätzlich.

Apple hatte einen unerwarteten Vorteil

DRAM-Engpässe trieben die Chippreise nach oben, und auch NAND-Speicher wurde teurer. Dennoch war Apple relativ abgeschirmt. Counterpoint nannte die Ultra-Premium-Positionierung des iPhones und die eng integrierte Lieferkette als zwei Gründe, warum das Unternehmen den Druck besser als die meisten Wettbewerber abfedern konnte.

Eine solche Abschirmung ist wichtig. Wenn die Komponentenpreise stark anziehen, trifft das zuerst und am härtesten die preisbewussten Hersteller. Apple hatte dank seiner Preissetzungsmacht und des kontrollierten Hardware-Ökosystems Spielraum.

Dann kamen die Ausreißer.

Googles Pixel-Portfolio setzte seinen stillen Aufstieg fort und verzeichnete im ersten Quartal ein jährliches Plus von 14 % bei den Lieferungen. Ein großer Teil dieses Wachstums hängt mit dem KI-Angebot zusammen. Funktionen wie Magic Cue, die nützliche Informationen basierend auf dem aktuell sichtbaren Inhalt anzeigen, lassen das Pixel weniger wie ein Telefon und mehr wie einen aufmerksamen Assistenten wirken. Hinzu kommt, dass Gemini den Google Assistant ersetzt; in einem überfüllten Markt wirkt das Gerät zunehmend differenziert.

Weitere Entwicklungen stehen an. Die Pixel-11-Serie wird für diesen Sommer erwartet, und erste Gerüchte sprechen vom Tensor G6 und einem möglicherweise verbesserten Face-Unlock-System. Gelingt Google das richtige Zusammenspiel von Software und Hardware, könnte die Pixel-Geschichte weiter wachsen.

Auch Nothing hatte ein herausragendes Quartal. Die Lieferungen stiegen im Jahresvergleich um 25 %, eine beeindruckende Zahl für eine Marke, die sich noch ihren Platz auf dem Weltmarkt erarbeitet. Counterpoint schrieb das der markanten Designsprache des Unternehmens und seiner wachsenden Bekanntheit bei Verbrauchern zu, die etwas suchen, das anders aussieht und sich anders anfühlt.

Carl Pei, der zuvor OnePlus zu einem Publikumsliebling gemacht hatte, scheint dies wieder gelungen zu sein. Nothing ist vielleicht noch ein Nischenanbieter, aber es ist zu einer Marke geworden, die auffällt, und das ist im Smartphone-Bereich keine Kleinigkeit.

Xiaomi hingegen hatte einen härteren Jahresbeginn. Die weltweiten Lieferungen sanken um 19 %, wodurch der Marktanteil von 14 % im ersten Quartal 2025 auf 12 % zurückging. Für ein Unternehmen, das stark auf wettbewerbsfähige Preise setzt, sind steigende Komponentenpreise eindeutig ein Problem.

Oppo verlor ebenfalls Boden: Die Lieferungen gingen im Jahresvergleich um 4 % zurück, der Marktanteil blieb bei 11 %. Bei Vivo fiel der Rückgang mit 2 % geringer aus, doch verbesserte sich der Anteil von 7 % auf 8 %, was zeigt, dass sich selbst in einem schwachen Markt einige Marken Positionen sichern können.

2026 zeichnet sich nicht als einfaches Jahr für Smartphone-Hersteller ab. Ein Bereich, der an Fahrt gewinnen könnte, sind Foldables. Allgemein wird erwartet, dass Apple im September sein erstes faltbares iPhone neben dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vorstellt, und Analysten gehen davon aus, dass allein diese Einführung die Lieferungen von Foldables in diesem Jahr um bis zu 30 % steigern könnte.

Das ist jetzt die eigentliche Geschichte. Nicht nur, wer die Liefercharts anführt, sondern wer den Ton für das Kommende angibt. Wenn es Apple gelingt, ein faltbares iPhone Ultra ohne die Knickprobleme auf den Markt zu bringen, die die Kategorie bisher belasteten, könnte das Rennen um Premium-Smartphones in eine ganz andere Phase eintreten.

Für den Moment ist die Kernmeldung jedoch einfacher. Den Angaben von Counterpoint zufolge fielen die weltweiten Smartphone-Lieferungen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 6 %. Die Zahlen basieren auf Sell-in-Lieferungen an Händler und Netzbetreiber. Der Markt mag schwach sein, doch die Gewinner finden weiterhin Wege, sich abzuheben.

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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