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Die PlayStation 6 könnte nicht als die finanzielle Belastung erscheinen, vor der viele Spieler Angst hatten. Erste Gerüchte aus der Lieferkette deuten nun auf einen Startpreis hin, der zwar hoch wirkt, aber nicht überzogen ist, wobei Sony seine nächste Konsole möglicherweise näher am aktuellen PlayStation-Preisniveau hält, anstatt durch die 1.000-Dollar-Grenze zu brechen.
Speicherpreise tragen die Hauptlast
Diese etwas gedämpfte Aussicht hat einen Haken. Der größte Druckpunkt ist der Speicher, und dessen Preise steigen rasant. Aktuelle Schätzungen, die mit dem bekannten Brancheninsider Moores Gesetz ist tot in Verbindung stehen, legen nahe, dass die PS6 bei etwa 749 US-Dollar starten könnte, wobei die Herstellungskosten bei rund 743 Dollar pro Einheit liegen. Ein großer Teil dieser Rechnung könnte allein auf den RAM entfallen, den einige Berichte mit etwa 300 Dollar beziffern. Kommt noch SSD-Speicher, der Chipsatz und weitere Komponenten hinzu, dann wirkt die Kalkulation weniger freundlich.
Dennoch ist dieser prognostizierte Preis weit entfernt vom Untergangsszenario, das manche gezeichnet hatten. Für eine Konsole, die auf Hardware der nächsten Generation und vermutlich höhere Leistungsziele ausgelegt ist, mag 749 Dollar hoch erscheinen, doch es ist keine Summe, die den Markt in Panik versetzen würde.

KI-Nachfrage verändert den Hardwaremarkt
Der Grund dafür ist größer als das Gaming allein. Die KI-Infrastruktur saugt Speicher- und Speicherkapazitäten auf und treibt so die Preise für DRAM und SSDs flächendeckend in die Höhe. Rechenzentren, Cloud-Anbieter und KI-Firmen kaufen aggressiv ein, und die Unterhaltungselektronik spürt die Verknappung. Wenn das Angebot knapp wird, zahlt am Ende jeder mehr. Auch die Gamer.
Dieser Druck zeigt sich bereits an anderer Stelle. Sony hat kürzlich die PS5-Preise in mehreren Märkten erhöht und offen auf gestiegene Komponentenpreise verwiesen. Das war eine deutliche Erinnerung daran, dass Konsolenpreise nicht mehr isoliert festgelegt werden. Globale Hardwareengpässe, Versandprobleme und Marktnachfrage fließen jetzt direkt in den Ladenpreis ein.
All das garantiert natürlich keine billige PS6. Es deutet nur darauf hin, dass Sony den Schaden möglicherweise begrenzen kann.
Es gibt einige Gründe dafür. Hersteller werden mit der Zeit in der Regel effizienter, besonders wenn ein Produkt noch Jahre bis zum Start hat. Sony hat außerdem Spielraum, Hardware-Entscheidungen anzupassen, falls die Speicherpreise hartnäckig hoch bleiben. Und bis die PS6 voraussichtlich 2027 oder später erwartet wird, könnten einige der heutigen extremen Preistreiber nachlassen.
Dann gibt es noch die Unwägbarkeiten: Zölle und Geopolitik. Abhängig von Einfuhrabgaben und Handelsbedingungen beim Launch könnte der Endpreis weit über die aktuellen Schätzungen steigen. Einige Prognosen warnen bereits, dass Steuern und Zölle allein die Konsole in bestimmten Regionen in Richtung 900 Dollar treiben könnten. An diesem Punkt beginnt die Zuversicht zu bröckeln.
Für Gamer ist die Botschaft zwiespältig, aber nicht hoffnungslos. Die nächste PlayStation wird mit großer Wahrscheinlichkeit teurer in der Herstellung sein und wahrscheinlich auch teurer im Verkauf als die PS5 zum Start. Doch die jüngsten Berichte legen nahe, dass Sony trotzdem eine Art Schockpreis vermeiden könnte, der die PS6 wie ein Luxusprodukt und nicht wie eine Mainstream-Konsole erscheinen lässt.
Vorläufig bleibt alles in Bewegung. Sony hat sich offiziell noch nicht zur PS6 geäußert, und das dürfte noch eine Weile so bleiben. Das Unternehmen wird vermutlich abwarten, bis sich die Speicherpreise beruhigen und sich der Hardwaremarkt stabilisiert, bevor es seine Karten auf den Tisch legt. Bis dahin beobachtet die Spielebranche dieselben unsicheren Kräfte, die die gesamte Tech-Welt umformen: KI-Nachfrage, Komponentenknappheit und eine Lieferkette, die sich weiterhin unberechenbar verhält.
Gelingt es der PS6, unter den gefürchteten Preistufen zu bleiben, dann nicht, weil der Markt freundlicher geworden ist. Sondern weil Sony einen Weg gefunden hat, in einer sehr teuren neuen Realität zu navigieren.
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