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Tesla verabschiedet das Model S und das Model X stilvoll und nicht leise. Die Marke hat ultra-limitierte Signatur-Serie Plaid-Editionen für beide Flaggschiff-Elektrofahrzeuge vorgestellt und macht aus dem, was das letzte Kapitel dieser Modelle sein könnte, etwas Sammelwürdigeres als gewöhnliche Sondermodelle.
Die Formel ist unverkennbar Tesla, aber für eine Abschiedstour gekleidet. Beide Fahrzeuge erscheinen in exklusivem Granatrot, tragen goldfarbene Tesla- und Plaid-Embleme vorn und hinten und erhalten Signatur-Serie-Nummernschilder neben einem kundenspezifischen Schlüsselanhänger. Es ist die Art detailverliebter Behandlung, die ein Auto weniger wie Lagerbestand und mehr wie ein Andenken erscheinen lässt.
Das sind keine Massenmarkt-Sondermodelle. Tesla baut insgesamt nur 350 Stück, aufgeteilt in 250 Model S Plaid und 100 Model X Plaid.
Im Innenraum ist die Stimmung ebenso dramatisch. Weiße Interieurs sind mit goldenen Akzenten versehen, die Räder bekommen schwarze Nabenkappen, und jedes Modell erhält seine eigene Ausstattung: 21-Zoll-Velarium-Räder für das Model S und 22-Zoll-Machina-Räder für das Model X. Tesla hat sogar eine einzigartige Lichtsequenz für den Innenraum entwickelt, denn offenbar sollte ein Abschied nicht nur bewegen, sondern auch leuchten.
Zahlen, die Rivalen weiterhin schmerzen
Performance war schon immer der Hauptauftritt, und Tesla sorgt dafür, dass sie den Vorhangruf überlebt. Dem Model S Plaid Signatur zufolge wird eine Höchstgeschwindigkeit von 200 mph (etwa 322 km/h), ein Sprint von 0 auf 60 mph in 1,99 Sekunden (0 auf rund 96,6 km/h) und eine vom EPA geschätzte Reichweite von 309 Meilen (etwa 497 km) angegeben. Das größere Model X Plaid Signatur ist im Vergleich langsamer, aber immer noch brutal schnell: 163 mph (ca. 262 km/h), 0 auf 60 mph in 2,5 Sekunden, und eine angegebene Reichweite von 303 Meilen (ca. 488 km).
Jedes Fahrzeug der Signatur-Serie enthält außerdem Teslas Luxe-Paket, das kostenloses Laden an Supercharger-Stationen, Premium-Konnektivität und vier Jahre erweiterten Service bündelt. Für Käufer mildert das den Stich des Preisschilds etwas. Und der ist heftig: Tesla hat den nur auf Einladung verfügbaren Preis auf 159.420 US-Dollar festgelegt, ein Betrag, der sehr zur Marke passt für ein Unternehmen, das gerne mit Zahlen ein wenig spielt.
Es gibt noch einen weiteren Haken. Käufer müssen zustimmen, das Fahrzeug ein Jahr lang nicht weiterzuverkaufen, eine Maßnahme, die unterstreicht, wie limitiert diese Editionen sind und wie genau Tesla kontrollieren will, wohin sie gelangen.
Ein Abschied und ein Ausverkauf
Die Signatur-Serie ist nicht nur eine Geste zum Andenken. Sie wirkt auch wie ein praktischer Weg, um die letzten Bestände von Model S und Model X zu räumen. Elon Musk sagte im Januar, dass Tesla die Produktion beider Modelle im zweiten Quartal einstellen werde, um das Werk in Fremont, Kalifornien, für die Produktion des Roboters Optimus freizumachen. Diese Entscheidung passt zu Teslas breiterer Ausrichtung auf Autonomie, einschließlich künftiger selbstfahrender Produkte wie dem Cybercab.
In den letzten Wochen hat Tesla keine Neubestellungen für das reguläre Model S und Model X mehr angenommen, sodass nur noch vorhandene Lagerbestände verfügbar sind. Berichten zufolge ist der Bestand auf etwa 600 Fahrzeuge gesunken, was die Signatur-Serie zu einer praktischen Lösung macht, um die letzten Autos abzusetzen und treuen Kunden etwas Exklusives zu bieten, dem sie nachjagen können.
Der Name hat außerdem etwas Geschichte. Schon 2012 brachte Tesla die ersten 1.000 Model S Limousinen als Signatur-Editionen auf den Markt, mit Preisen, die sich der 100.000-US-Dollar-Marke näherten. Dieses Emblem kennzeichnete einst die frühen Überzeugten, und dieser neue Abschied scheint wieder das gleiche Publikum anzusprechen: Kunden, die ein Stück Tesla-Geschichte besitzen wollen, nicht nur ein weiteres Elektroauto.
Dennoch lässt die Entscheidung Raum für Diskussionen. Teslas Ambitionen in Sachen Autonomie haben noch nicht den klaren Bruch gebracht, den das Unternehmen offenbar anstrebt, und es wurde sogar berichtet, dass die Marke an einem günstigeren Elektrofahrzeug arbeit, zu dem sie möglicherweise zurückkehrt. Unterdessen haben Model S und Model X seit ihren Updates 2021 wenig substanziellen Wandel erfahren, sodass neuere Rivalen wie der Lucid Air und der Rivian R1S stärker in den Premium-Elektromarkt vorstoßen konnten.
Jahrelang trugen Model 3 und Model Y die Verkäufe von Tesla. Aber S und X waren nie nur Volumenmodelle. Sie waren die Fahrzeuge, die den Mythos begründeten. Und jetzt, mit diesen Plaid-Editionen der Signatur-Serie, setzt Tesla ihnen noch einmal ein finales Rampenlicht, bevor die Bühne dunkel wird.
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