Motorola Razr 2026: Vier Foldables, Preis und Start

Motorola plant offenbar vier neue Razr-Foldables mit Vorstellung am 29. April. Gerüchte zu Verfügbarkeit und deutlich höheren Preisen werfen Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Samsung und kommenden Foldables auf.

Tim Becker Tim Becker . Kommentare
Motorola Razr 2026: Vier Foldables, Preis und Start

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Motorola handelt diesmal schnell. Die nächste Razr-Familie wird voraussichtlich am 29. April vorgestellt, und wenn die neuesten Gerüchte stimmen, plant das Unternehmen nicht ein, sondern gleich vier Foldables für den US-Markt.

Das ist ein ziemlich aggressiver Schritt, vor allem wenn man bedenkt, wie viel bereits durchgesickert ist. Die Razr-2026-Produktreihe, der Berichten zufolge das Razr 2026, Razr Plus 2026, Razr Ultra 2026 und das buchartige Razr Fold 2026 angehören, kursiert seit Wochen online. Mittlerweile dreht sich das Rätsel weniger um das, was Motorola zeigt, als vielmehr darum, wie das Unternehmen das gesamte Paket preislich gestaltet.

Eine späte Präsentation, aber keine Überraschung

Wenn das Datum 29. April Bestand hat, stellt Motorola die neue Generation nur wenige Tage später vor als die Razr-2025-Vorstellung im vergangenen Jahr am 24. April. Im größeren Zusammenhang ist das kaum eine dramatische Verzögerung. Auf dem Foldable-Markt zählt das Timing, aber auch das Momentum, und Motorola scheint beide auf seiner Seite behalten zu wollen.

Das Unternehmen hat rund um die Razr-Marke eine treue Anhängerschaft aufgebaut, besonders in den USA, wo seine Klapphandys zu einigen der bekanntesten Alternativen zum Galaxy Z Flip geworden sind. Trotzdem könnte der diesjährige Start schwerer zu verkaufen sein, falls Samsung das Gespräch über Premium-Foldables weiter dominiert.

Eine Frage schwebt in der Luft: Werden die Razr-2026-Modelle sofort verfügbar sein? Wahrscheinlich nicht. Basierend auf Motorolas üblichem Rollout-Muster müssen Käufer wahrscheinlich mindestens eine Woche und möglicherweise länger nach der Ankündigung warten. Ein aktueller Bericht nennt den 21. Mai als US-Veröffentlichungsdatum, was eine Wartezeit von fast einem Monat nach der Vorstellung bedeuten würde.

Das ist eine lange Zeit für Fans, die das neueste Foldable sofort in den Händen halten wollen. Andererseits kann sich die Wartezeit je nach Region unterscheiden. Motorola staffelt die Verfügbarkeit in der Regel über verschiedene Märkte, sodass europäische Käufer die Geräte früher oder später sehen könnten als Kunden in den Vereinigten Staaten.

Die Preisgestaltung wird ernst

Bei den Gerüchten zu den Preisen wird es interessant, und nicht unbedingt positiv.

  • Razr 2026 mit 256 GB Speicher und 8 GB RAM: $799.99
  • Razr Plus 2026 mit 256 GB Speicher und 12 GB RAM: $1,099.99
  • Razr Ultra 2026 mit 512 GB Speicher und 16 GB RAM: $1,499.99
  • Razr Fold 2026 mit 512 GB Speicher und 16 GB RAM: $1,899.99

Wenn diese Zahlen zutreffen, plant Motorola einen deutlicheren Preisanstieg auf der gesamten Palette. Das Standard-Razr würde im Vergleich zum Vorgänger um etwa 100 US-Dollar steigen, während das Razr Ultra einen Sprung um 200 US-Dollar machen würde. Das Razr Plus scheint einem ähnlichen Pfad zu folgen und landet in einer Preisklasse, die wenig Raum für Zögerlichkeit lässt.

Das Razr Fold sticht dabei besonders hervor. Als Motorolas erstes buchartiges Foldable soll es etwa 100 US-Dollar unter dem günstigsten Galaxy Z Fold 7-Modell von Samsung liegen. Auf dem Papier klingt das wettbewerbsfähig. In der Praxis könnte das jedoch nicht ausreichen, um Käufer zu überzeugen, die ohnehin auf Samsungs nächste Foldable-Generation warten, insbesondere da die Galaxy Z Fold 8-Familie bereits in wenigen Monaten erwartet wird.

Das ist der schwierige Punkt. Eine Preisdifferenz zählt nur, wenn sie bedeutend wirkt. Zurzeit deuten die Gerüchte auf große Ambitionen hin, aber nicht unbedingt auf einen K.o.-Schlag.

Was das Design angeht, verwendet Motorola die üblichen Formulierungen von "auffälligen Farben" und "atemberaubenden Oberflächen", was Marketingsprache für ein Gerät ist, das sofort Aufmerksamkeit erregen möchte, sobald es auf den Tisch gelegt wird. Leaks haben bereits mehrere markante Farboptionen und strukturierte Oberflächen gezeigt, sodass die Firma nicht allzu viel Spannung zu bewahren versucht.

Die größere Frage ist, ob Stil allein ausreichen wird. Motorola hat die Razr-Identität klar zu einer der attraktivsten Foldable-Serien gemacht, aber der US-Markt ist hart umkämpft, und Samsung setzt weiterhin das Tempo. Sollte Apple bis Ende 2026 mit einem iPhone Fold oder iPhone Ultra in den Foldable-Markt einsteigen, würde der Druck noch zunehmen.

Für den Moment liegen alle Augen auf dem 29. April. Dann wird Motorola voraussichtlich offiziell machen, was geplant ist. Was danach passiert, könnte noch bedeutsamer sein.

Quelle: smarti

"Gaming und E-Sports sind mehr als nur ein Hobby für mich. Ich berichte live von den größten Turnieren und Hardware-Releases."

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