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Während die Konkurrenz sich auf eine weitere Runde schmerzhafter Preiserhöhungen vorbereitet, könnte Apple etwas wesentlich Disruptiveres vorbereiten: die iPhone-18-Produktreihe zum gleichen Preis zu halten. In einem Markt, der von stark steigenden Speicherpreisen und durch KI verursachten Lieferengpässen erschüttert wird, wäre ein solcher Schritt nicht nur ungewöhnlich. Er wäre ein Statement.
Der Druck in der Smartphone-Branche ist real. Die Speicherpreise sind stark gestiegen, da KI-Rechenzentren massive Mengen verbrauchen, und kleinere Hersteller spüren bereits die Folgen. Für viele von ihnen ist eine Preiserhöhung keine Option mehr. Es geht ums Überleben.
Apple steht jedoch in einer ganz anderen Lage. Berichte und Leaks deuten darauf hin, dass das Unternehmen die Preise für die gesamte iPhone-18-Familie stabil halten könnte, einschließlich des Basismodells, des iPhone 18 Pro und des iPhone 18 Pro Max. Das würde Apple in eine seltene Position bringen: Premium-Telefone zu verkaufen, ohne dem Rest des Marktes nach oben zu folgen.
Samsung, Apples größter Rivale in den USA, geht Berichten zufolge in die andere Richtung. Erste Gerüchte deuten auf eine Preiserhöhung für die Galaxy-S27-Serie im nächsten Jahr hin. Sollte das eintreten, würde Apples Strategie im Vergleich noch schärfer wirken.
Eine stärkere Kontrolle über die eigene Lieferkette
Der Grund, warum Apple das schaffen könnte, liegt in der Kontrolle. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen schrittweise mehr seiner wichtigen Komponenten intern hergestellt, und dieser Wandel beginnt in erheblichem Maße Wirkung zu zeigen.
Letztes Jahr stellte Apple mit dem iPhone 16e sein eigenes Mobilfunkmodem, das C1, vor. Aktuelle Lieferkettenberichte legen nahe, dass die iPhone-18-Reihe vollständig mit Apples Modemtechnik ausgestattet sein könnte. Das würde Apples Abhängigkeit von Qualcomm verringern und Lizenzkosten senken, die lange auf seinen Gewinnmargen lasteten.
Die größere Taktik könnte jedoch noch aggressiver sein. Einige Berichte behaupten, Apple sei bereit, einen Teil der Produktionskosten selbst zu tragen, selbst wenn das bedeutet, Speicher zu überhöhten Preisen zu kaufen. Wenn das stimmt, wäre das eine schonungslose, aber kluge Methode, Konkurrenten unter Druck zu setzen, die sich denselben Schritt nicht leisten können.
Kurzfristig würde das weh tun. Keine Frage. Apple hat jedoch immer in längeren Zeiträumen gedacht. Ein Preisstopp könnte dem Unternehmen mehr Marktanteile verschaffen, besonders in Regionen, in denen Android noch dominiert, und Apple könnte den Unterschied schließlich durch Dienste, Abonnements und Bindung im Ökosystem ausgleichen.
Es gibt jedoch eine weitere Möglichkeit, und sie könnte einige Fans verärgern.
Der günstigere Weg könnte weniger premium wirken
Einige Leaks legen nahe, dass das Basis-iPhone 18 nicht ganz den erwarteten Flaggschiff-Ansprüchen genügt. In einer Version der Geschichte hat Apple still Kosten bei der Herstellung des Einstiegsmodells reduziert und es in praktischer Hinsicht dem iPhone 18e angenähert, während der Preis unverändert bleibt.
Das wäre ein klassischer Apple-Schachzug. Die meisten Nutzer würden die internen Kompromisse nie bemerken, und das Unternehmen würde seinen Einstiegspreis erhalten, ohne einen größeren finanziellen Einschnitt hinzunehmen.
Andere Berichte zeichnen ein deutlicheres Downgrade. Ein schwächeres Display. Eine weniger hochwertige Verarbeitung. Ein günstigerer Prozessor. Nichts ist natürlich bestätigt, aber dies sind die Arten von Kompromissen, die Apple in Betracht ziehen könnte, wenn es Margen schützen und eine aufsehenerregende Preiserhöhung vermeiden will.
Und ehrlich gesagt könnte das in der aktuellen Lage der realistischste Weg sein.
Die Speicherknappheit wird nicht ewig dauern. In ein paar Jahren sollten sich die Lieferketten beruhigen und der Preisdruck nachlassen. Bis dahin könnte ein eingefrorener iPhone-18-Preis Apple einen großen Vorteil zum genau richtigen Zeitpunkt verschaffen und die Reihe wie eine der attraktivsten Smartphone-Kaufoptionen für 2026 und Anfang 2027 aussehen lassen.
Dennoch wird sich wahrscheinlich nicht jedes Modell gleichermaßen spannend anfühlen. Wenn das iPhone 18 Pro eher wie eine Übergangsversion als ein echter Fortschritt wirkt, könnten einige Käufer sich fragen, ob Apple eher in Verteidigung geht als die Kategorie voranzutreiben.
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