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Googles App-Icons bekommen eine neue Persönlichkeit. Der starre, abzeichenartige Stil, der versuchte, jede Google-Farbe in einen kleinen Kreis zu zwängen, macht einem wärmeren, runderen und weniger formellen Auftritt Platz.
Von 9to5Google erlangte Bilder deuten darauf hin, dass die neuere, von Verläufen geprägte Designsprache des Unternehmens über einige wenige Flaggschiff-Apps hinaus in das gesamte Google-Ökosystem vordringt. Wenn der Leak Googles Rollout-Pläne widerspiegelt, könnten bekannte Werkzeuge wie Sheets, Slides, Forms, Sites, Keep und Chat bald auf Telefonen, Tablets, Desktops und in App-Übersichten deutlich anders aussehen.
Die Veränderung ist nicht nur kosmetischer Zierrat. Google hat diese weichere visuelle Richtung bereits mit dem aktualisierten Google-G, Gemini, Google Photos und Maps getestet. Das verbindende Element ist leicht zu erkennen: abgerundete Ecken, sanftere Farbübergänge und Verläufe, die von nahezu pastelligen Tönen in Googles charakteristische Blau-, Rot-, Gelb- und Grüntöne übergehen. Es wirkt leichter. Weniger flach. Lebendiger.
Die Flat-Design-Ära verblasst langsam
Jahrelang jagten Tech-Icons dem Minimalismus nach, bis viele von ihnen anfingen, wie Flughafenschilder auszusehen. Sauber, ja. Einprägsam? Nicht immer. Googles ältere Workspace-Icons waren ein perfektes Beispiel für diese Spannung: ordentlich, einheitlich und mitunter auf den ersten Blick etwas zu ähnlich.
Die kommenden Icons scheinen die Regeln zu lockern. Sheets, Slides, Forms, Sites und Keep sollen sich Berichten zufolge von der alten Porträtseiten-Silhouette entfernen, jener aufrecht stehenden Papierseite, die in der Theorie Sinn ergab, in der Praxis aber oft unbeholfen wirkte. Besonders Slides profitiert von der Änderung. Wann hat schließlich zuletzt jemand eine vertikale Präsentation gehalten?
Mehrere der neu gestalteten Icons setzen jetzt verstärkt auf Querformatformen, klarere Silhouetten und stärkere individuelle Farbidentitäten. Das ist wichtiger, als es klingt. In einem überfüllten Dock oder einer App-Übersicht können markante Formen und Farbhinweise genau diesen winzigen Moment des Zögerns verkürzen, wenn man schnell das richtige Tool öffnen möchte.
Chat könnte eines der charmantesten Updates werden. Statt des vertrauten vierfarbenigen Sprechblasen-Umrisses zeigt das geleakte Design eine weichere, grüne Form mit einem darin versteckten Lächeln. Es erinnert leicht an Google Hangouts, was bei langjährigen Nutzern entweder Nostalgie wecken oder sie daran erinnern wird, wie viele Messaging-Apps Google bereits eingestellt hat.
Dann ist da Keep. Seien wir ehrlich. Die geleakte Version spaltet die Gemüter. Die alte gelbe Glühbirne war sofort wiedererkennbar, auch wenn sie simpel war. Das neue Design verliert in den bisher kursierenden Bildern etwas von dieser klaren Identität. Es könnte besser wirken, sobald es korrekt auf Android, iOS und im Web umgesetzt ist, aber momentan ist es das eine Icon, das eher verwirrt als erfrischt wirkt.
In den Verläufen steckt außerdem ein größeres Signal. Laut 9to5Google ist der Look an Googles Vorstoß in Richtung KI-gestützter Funktionen geknüpft. Das passt zu der Art, wie Gemini in Workspace, Suche, Android und kreative Werkzeuge integriert wurde. Verläufe sind in der Tech-Branche zu einer visuellen Kurzform für Intelligenz, Fluidität und generative Systeme geworden. Apple setzt ähnliche Weichheit rund um Apple Intelligence ein. Microsoft setzt bei Copilot auf leuchtende, geschichtete visuelle Elemente. Google spricht eindeutig dieselbe Designsprache.
Ein offizielles Startdatum wurde nicht bestätigt, und Google hat die vollständige Auffrischung der Icons nicht öffentlich detailliert. Wenn Ressourcen jedoch in diesem Zustand auftauchen, folgt in der Regel bald ein gestaffelter Rollout. Erwarten Sie, dass die neuen Google-App-Icons leise eintreffen, wahrscheinlich zuerst per Web-Updates und anschließend per App-Updates auf den Mobilplattformen.
Oberflächlich ist es nur eine kleine Veränderung. Nur Icons. Kleine Quadrate und Formen, die wir unbewusst antippen. Doch solche Designwechsel zeigen oft, wohin ein Unternehmen die Aufmerksamkeit lenken möchte. Für Google wirkt diese Richtung weicher, heller und eindeutig von KI geprägt.
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