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Beamer prahlen gerne mit Helligkeit. Große Zahlen. Blendende Demos. Sonnendurchflutete Wohnzimmer, die in einem einzigen Datenblatt erobert werden. Aber wer schon einmal eine Weltraumszene gesehen hat, die statt schwarz graugedämpft wirkte, kennt die Wahrheit: Die größte Herausforderung bei der Projektion ist nicht das Licht. Es ist die Dunkelheit.
Genau hier setzt XGIMI mit der Titan Noir Serie an, einer neuen dreiteiligen Beamer-Range, die nach ihrer ersten Vorstellung auf der CES 2026 jetzt auf Kickstarter verfügbar ist. Die Reihe umfasst den Titan Noir, Titan Noir Pro und Titan Noir Max und ist zweifellos einer der ernsthafteren Vorstöße des Herstellers in Richtung Premium-Heimkino.
Der Clou ist XGIMIs Dual Intelligent Iris System, das die Marke als Premiere für einen Konsumentenbeamer beschreibt. Anstatt sich rein auf Softwareverarbeitung zu stützen, um tiefere Schatten zu simulieren, passt das System die Lichtausgabe physisch in Echtzeit an das Bild an. Eine schwach beleuchtete Gasse soll stimmungsvoll bleiben. Eine helle Explosion soll weiterhin kräftig wirken. Dieses Gleichgewicht ist das Entscheidende.
XGIMI gibt an, dass die Technik der Titan Noir Serie ein natives Kontrastverhältnis von bis zu 10.000:1 ermöglicht. Wenn sich diese Leistung außerhalb der kontrollierten Beleuchtung einer Messehalle bewährt, könnte das einen echten Unterschied für Filme, Prestige-TV und Spiele machen, bei denen Schattenzeichnung genauso wichtig ist wie maximale Helligkeit.
Das Max-Modell ist dafür gebaut, Eindruck zu machen
Der XGIMI Titan Noir Max steht an der Spitze der Familie, und das Datenblatt ist nicht schüchtern. Er liefert 7.000 ISO-Lumen, verwendet einen RGB-Dreifachlaser-Lichtmotor und deckt 110 Prozent des BT.2020-Farbraums ab. Dolby Vision, IMAX Enhanced und HDR10+ sind alle an Bord, was ihm die Formatkompatibilität verleiht, die Käufer heute von einem ernsthaften Heimkinobeamer erwarten.
Auch Gamer werden nicht als nachträglicher Gedanke behandelt. Der Titan Noir Max unterstützt Bildwiederholraten bis zu 240 Hz und gibt 1 ms Eingangsverzögerung an, zwei Werte, die jedem ins Auge fallen, der eine Großbildinstallation ohne das oft mit Beamern verbundene träge Gefühl will. Im Inneren arbeitet er mit einem MediaTek MT9681-Chipsatz mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher.
Der Versand für das Flaggschiffmodell ist derzeit für Juni geplant. Wie bei Crowdfunding üblich ist dieses Datum mit Vorsicht zu genießen, selbst wenn das Unternehmen hinter der Kampagne kein unbekanntes Startup mit nur einem Renderbild und einer Idee ist.
Die frühen Kickstarter-Preise machen die Kampagne besonders verlockend. Der Titan Noir Max ist für etwa €2.790 gelistet, verglichen mit einem erwarteten Einzelhandelspreis von ungefähr €5.580. Der Titan Noir Pro liegt bei rund €2.510, mit einem prognostizierten Einzelhandelspreis von etwa €4.650. Das Einstiegsmodell Titan Noir startet bei etwa €2.325, statt der erwarteten €3.720.
XGIMI bietet außerdem Zubehör zu reduzierten Kampagnenpreisen an. Die 100-Zoll Ascend Floor-Rising Screen ist für etwa €1.210 statt rund €1.860 erhältlich, während sowohl die Deckenhalterung als auch der X-Floor Stand Ultra jeweils bei etwa €185 gelistet sind, verglichen mit etwa €370 im Einzelhandel.
Das ist immer noch Kickstarter, daher gibt es kein Nullrisiko.
Das gesagt, XGIMI tritt nicht unvorbereitet auf. Die Marke hat im Laufe der Jahre mehrere Beamer ausgeliefert und sich einen wiedererkennbaren Namen im Smart-Beamer-Markt aufgebaut. Diese Erfolgsgeschichte macht Verzögerungen nicht unmöglich, lässt die Titan Noir Kampagne aber eher wie einen Frühzugang zu dem erscheinen, wohin sich hochwertige Consumer-Projektion als Nächstes entwickeln könnte.
Wenn XGIMI tatsächlich tiefere Schwarztöne liefern kann, ohne die Helligkeit und Farbintensität zu opfern, für die Laserprojektoren bekannt sind, könnte die Titan Noir Serie ein schärferes Argument haben als die meisten crowdfinanzierten Heimkino-Geräte. Nicht heller um der Helligkeit willen. Besserer Kontrast. Bessere Kontrolle. Bessere Nächte auf dem Sofa.
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