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WhatsApp ähnelt zunehmend dem modernen iOS. Ein neues Redesign, das derzeit getestet wird, bringt die Messaging-App näher an Apples Liquid-Glass-Visualstil, die glänzende, geschichtete Bedienoberfläche, die mit der neuesten iOS-Version eingeführt wurde und bereits in einer wachsenden Zahl von Apps zu sehen ist.
Die Umstellung ist noch nicht offiziell, zumindest nicht öffentlich. Meta hat die neue, von Glas inspirierte WhatsApp-Oberfläche nicht vorgestellt, aber aktuelle Funde von WABetaInfo deuten darauf hin, dass das Update still und leise in die Testphase eingetreten ist. In einer Wendung, die deutlich macht, wie früh dieser Build noch ist, war die überarbeitete Oberfläche nicht einmal für reguläre Beta-Nutzer aktiviert. Sie musste manuell über interne Methoden freigeschaltet werden.
Allein das macht eines klar: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch zeichnen die Änderungen bereits ein klares Bild davon, wohin WhatsApp als Nächstes steuert.
Im Mittelpunkt des Updates steht der Chat-Bereich, der offenbar das größte visuelle Update erhält. Kleine Interface-Elemente werden überarbeitet, und der Hauptbildschirm mit den Konversationen wird verfeinert, damit er leichter, sauberer und mehr im Einklang mit den Designtrends wirkt, die derzeit mobile Betriebssysteme prägen.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist eine schwebende Chat-Leiste, kombiniert mit einer halbtransparenten Navigationsleiste. Zusammengenommen verleihen diese Elemente der App ein moderneres, fast geschichtetes Erscheinungsbild und spiegeln die sanfte Transluzenz wider, die Apple in der iPhone-Software vorantreibt. Auf dem Papier ist das eine subtile Änderung, im Alltag können solche visuellen Details eine App jedoch spürbar moderner wirken lassen.
Es gibt hier auch eine Wettbewerbsdimension. Telegram hat bereits vor Monaten eine glasähnliche Oberfläche eingeführt, sodass WhatsApps Schritt weniger überraschend als vielmehr eine verzögerte, aber unvermeidliche Reaktion auf die Entwicklung des mobilen Designs wirkt.
Wird nicht schnell ausgerollt
Meta scheint sich Zeit zu lassen. Das Unternehmen rollt das Redesign in Schritten aus, und viele Nutzer haben selbst die kleineren Interface-Anpassungen, die zu dieser umfassenderen visuellen Überarbeitung gehören, noch nicht erhalten. Das deutet meist auf eine vorsichtige Veröffentlichungsstrategie hin, besonders bei einer App, die von Milliarden genutzt wird, bei der schon kleinere Designänderungen starke Reaktionen auslösen können.
Vorerst bleibt das vollständige WhatsApp-Redesign in der Testphase, und wahrscheinlich wird es dort bleiben, bis Meta seine Testphase abgeschlossen und die gröbsten Fehler beseitigt hat. Erst dann dürfte die aktualisierte Oberfläche für die breite Öffentlichkeit ausgerollt werden.
Ja, ein WhatsApp im Glas-Stil ist auf dem Weg. Erwarten Sie aber nicht, dass es über Nacht auf jedem iPhone landet.
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