Apple arbeitet an Anti-Diebstahl-Sperre fürs iPhone

Bericht: Apple testet eine Anti-Diebstahl-Funktion, die ein iPhone sofort sperrt, wenn es ruckartige Diebstahlbewegungen erkennt. Kontextsignale, Akkubelastung und Notrufzugang bleiben offene Fragen.

Tim Becker Tim Becker . Kommentare
Apple arbeitet an Anti-Diebstahl-Sperre fürs iPhone

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Jemand reißt Ihnen das Telefon aus der Hand. Schnell. Ihre Hand ist leer, noch bevor Ihr Gehirn reagiert. Es ist ein Moment, den Designer und Ingenieure fürchten, und Apple scheint eine Reaktion zu planen.

Einem kürzlichen Bericht zufolge entwickelt Apple eine Anti-Diebstahl-Funktion, die ein iPhone im Moment sperren könnte, sobald es die Art von plötzlicher, ruckartiger Bewegung erkennt, die mit einem Griff-und-Flucht-Diebstahl verbunden ist. Betrachten Sie es als Reflex für Ihr Gerät: ein paar Millisekunden, in denen Sensoren den Zugriff verweigern.

Das ist keine neue Idee. Android bietet bereits eine Diebstahl-Erkennungs-Sperre, die auf Bewegungsdaten und andere Hinweise setzt, um einen Diebstahl zu erkennen. Apple würde dem Bericht zufolge den Beschleunigungssensor des iPhone auf ähnliche Weise nutzen und nach abrupten Beschleunigungen oder Lagen suchen, die darauf hindeuten, dass das Telefon dem Besitzer entrissen wurde.

Es wird jedoch nicht erwartet, dass Apple sich allein auf Bewegung verlässt. Um zu vermeiden, dass Nutzer nach einem unglücklichen Sturz oder beim Joggen mit einer vollen Hosentasche ausgesperrt werden, würde das System kontextuelle Signale prüfen, zum Beispiel die Verbindung zu einem vertrauenswürdigen WLAN-Netz, die Anwesenheit an einem vertrauten Ort oder andere Kriterien, die bei bestehenden Schutzmaßnahmen für gestohlene Geräte verwendet werden. Kurz gesagt: Das Telefon würde fragen: 'Ist das wirklich ein Diebstahl?' bevor es die Tür zuschlägt.

Das wirft praktische Fragen auf. Wie würde das Telefon Notrufe behandeln? Was, wenn jemand Ihr Gerät leiht, um um Hilfe zu rufen? Werden 'Mein iPhone suchen' und andere Wiederherstellungswerkzeuge noch funktionieren, wenn sich das Gerät selbst sperrt? Apple hat eine Bilanz darin, Sicherheit mit Benutzerfreundlichkeit zu verbinden, daher würde man Rückfalloptionen erwarten, zum Beispiel temporäre Entsperrfenster, Bestätigungen durch nahegelegene vertrauenswürdige Geräte oder eine Ausnahme für 911-Anrufe.

Es gibt außerdem Aspekte von Datenschutz und Zuverlässigkeit zu beachten. Häufige Sensorabfragen können den Akku belasten. Zu aggressive Bewegungsgrenzwerte bergen das Risiko von Fehlalarmen. Und jede Auto-Sperre, die Standort- oder Netzwerksignale einbezieht, muss transparent darlegen, welche Daten sie wann verwendet.

Für Nutzer könnte das so einfach sein wie ein Schalter in den Einstellungen: Anti-Diebstahl-Schutz aktivieren oder deaktiviert lassen. Für Strafverfolgungsbehörden und Händler könnte es bedeuten, dass weniger aktive Geräte im Umlauf sind und der Ablauf zur Wiederbeschaffung gestohlener Telefone sich leicht ändert.

Kein Veröffentlichungsdatum ist durchgesickert. Apples Testzyklen sind lang, und diese Art verhaltensbasierter Sicherheit benötigt sorgfältiges Feintuning. Dennoch ist die Idee instinktiv ansprechend: Ihrem Telefon ein wenig Selbstschutz geben. Würden Sie die Funktion aktivieren, sobald das Gerät in Ihre Hand gelangt?

Quelle: gsmarena

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