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Betritt man ein Geschäft in Seoul oder Tokio, sind die neuesten Galaxy Z-Modelle kaum zu übersehen. Schlank. Auffällig. Zentral platzierte Displays. Diese Sichtbarkeit ist kein Zufall.
Der weltweite Markt für faltbare Smartphones stolperte im ersten Quartal 2026, wobei sowohl Auslieferungen als auch Umsatz zweistellig zurückgingen. Doch inmitten dieser breiteren Abkühlung feierte Samsung ein bemerkenswertes Comeback: Sein Anteil an den Lieferungen von Faltgeräten stieg von 14 % im Q1 2025 auf 25 % im Q1 2026, und der Umsatzanteil kletterte im selben Zeitraum von 16 % auf 31 %.
Werbeaktionen, Präsenz und ein Weg zu Käufern
Wie hat Samsung das geschafft? Gezielte Kanalaktionen für das Galaxy Z Fold 7 und Galaxy Z Flip 7 spielten eine große Rolle, besonders in Südkorea und Japan. Kurze, prägnante Kampagnen. Mobilfunkanbieter-Angebote. Pop-up-Erlebnisse. Sie trugen dazu bei, Interessenten in Käufer zu verwandeln.
Nordamerika und ausgewählte europäische Märkte zeigten sich ebenfalls wieder aufgeschlossener gegenüber Faltgeräten, und Samsung profitierte, weil es nahezu überall verkaufen kann. Diese globale Präsenz ist ein praktischer Vorteil. Chinesische Wettbewerber, die stark auf den heimischen Markt angewiesen sind, können nordamerikanische Mobilfunkanbieter nicht auf dieselbe Weise erschließen.

Dennoch ist dies keine vollständige Marktwende. Huawei bleibt dank starker Nachfrage in China Marktführer, wo seine Faltgeräte bei Premium-Käufern Anklang finden. Aber selbst Huawei sah sein Gewicht schwinden: Sein Anteil fiel von 54 % im Q1 2025 auf 40 % im Q1 2026. Zunehmender Wettbewerb im Inland und nachlassende Nachfrage im Premiumsegment sind wahrscheinlich die Ursachen.
Die Zahlen erzählen eine vielschichtige Geschichte. Samsungs Wachstum liest sich wie ein taktischer Sieg: bessere Sichtbarkeit, breitere Distribution, intelligentere Aktionen. Huaweis Rückgang wirkt wie eine strategische Warnung: Dominanz in einer Region macht die Marke verwundbar, wenn Konkurrenten Druck machen und sich die Konsumentenpräferenzen ändern.
Fazit: Der Markt für Faltgeräte ist noch lange nicht entschieden; Reichweite und Vertriebskraft sind inzwischen genauso wichtig wie Produktinnovation.
Was als Nächstes passiert, hängt von einigen Variablen ab: davon, ob sich die Nachfrage in Nordamerika und Europa weiter erholt, wie aggressiv chinesische Marken über China hinaus expandieren und ob Hersteller Kunden zu einem Upgrade in einem ungleichmäßigen Wirtschaftszyklus verleiten können. Achten Sie auf Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern und regionale Aktionen; diese Schritte bestimmen, wer das nächste Kapitel im Markt der Faltgeräte gewinnt.
Quelle: sammobile
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