Apples normales iPhone 17 hat die Erwartungen still und leise überrascht. Es ist nicht mit dutzenden Kameras oder einem hohen Preis aufgetreten. Stattdessen hat es dort verbessert, wo es zählte.

DxOMark bewertete das iPhone 17 mit einer Gesamtpunktzahl von 157 und setzte es damit auf Platz 20 der weltweiten Rangliste, gleichauf mit dem iPhone 16 Pro, dem Samsung Galaxy S26 Ultra und dem Oppo Find X7 Ultra. Dieser zehn Punkte höhere Wert gegenüber dem Basismodell des Vorjahres ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis einer gezielten Aufwertung und intelligenter Softwarearbeit.

Die wichtigste Änderung betrifft den Ultraweitwinkel-Sensor. Apple wechselte von einer 12-MP-Einheit zu einem 48-MP-Modul, und das Upgrade zeigt sich in Alltagsaufnahmen. Die Hauptkamera bleibt ein 48-MP-Sensor mit f/1.6 und einer 1/1,56-Zoll-Größe aus der Vorgängergeneration, sodass das Telefon den gewohnten Bildcharakter beibehält und gleichzeitig seine Aufnahmefähigkeiten erweitert.

Worüber sammelt das iPhone 17 seine meisten Pluspunkte? Beim Video. Kurz gesagt: es liefert überzeugende Ergebnisse. Der Autofokus ist zuverlässig. Die Stabilisierung funktioniert gut. Die Farben wirken natürlich statt überbearbeitet. Bei gemischter Beleuchtung stellt das Telefon schnell scharf und hält das Bildrauschen in Schach, genau das, was viele Pocket-Filmer wünschen.

Es gibt einen Kompromiss. Die Rauschunterdrückung des normalen iPhone 17 ist etwas aggressiver als beim 17 Pro. Das unterdrückt Körnung gut, besonders beim kleineren Sensor, kann aber feine Details in Standbildern leicht abschwächen. Einfach gesagt: Ihre Clips wirken sauber, doch Pixel-Liebhaber könnten einen kleinen Verlust an Mikrotextur bemerken.

Der offensichtlichste Kompromiss ist der Zoom. Das iPhone 17 verfügt nicht über ein dediziertes Teleobjektiv. Zoomen erfolgt per Zuschneiden und Rechenkunststücke, weshalb es nicht die Reichweite und Klarheit der Multi-Linsen-Ultra-Flaggschiffe erreichen kann. Auch der Porträtmodus leidet; Gesichter verlieren manchmal etwas Definition und Gruppenaufnahmen zeigen begrenzte Kontrolle über die Tiefenschärfe, sodass Hintergrundpersonen weicher erscheinen als gewünscht.

Diese Mischung aus Stärken und Einschränkungen erklärt, warum das iPhone 17 trotz einfacherer Hardware bei DxOMark neben Ultra-Modellen bestehen kann. Es zeigt, dass klügere Software und gezielte Hardware-Verbesserungen, etwa ein höher auflösender Ultraweitwinkel, verfeinerte Verarbeitung und stabile Videoalgorithmen, nach wie vor spürbare Auswirkungen haben.

Da das iPhone 18 voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 kommt, bietet das iPhone 17 einen überzeugenden Mittelweg: starke Kameraleistung ohne den Preis der obersten Klasse. Wenn Ihnen Videoqualität und verlässliche Alltagsfotografie wichtiger sind als ein ausgeprägter Zoom, verdient das 17er-Modell eine genauere Betrachtung.