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Anker nutzte die IFA 2026, um zu zeigen, wie weit sein Portfolio inzwischen über die Ladegeräte und Powerbanks hinausgeht, mit denen die Marke groß geworden ist. Bei der Präsentation in Berlin traten zwei Seiten dieser Strategie besonders deutlich zutage: eine neue KI-gesteuerte Smart-Home-Plattform rund um Anker MindBase und eufy-Sicherheitsprodukte sowie eine neue Generation von Ladezubehör mit schnellerem kabellosem Laden, intelligenterem Wärmemanagement und reisetauglichen Designs.
Während unseres Besuchs führten uns Vertreter der eufy- und Anker-Teams durch die Produkte, die sie als wichtigste Neuheiten der diesjährigen Messe einstuften. Das ambitionierteste Projekt war MindBase: ein neues, lokal arbeitendes Smart-Home-Hub, das Sicherheitskameras, Sensoren und andere Matter-kompatible Geräte vernetzen soll. Ankers Ladesparte zeigte dagegen Produkte von der neuen magnetischen Powerbank MagGo 2 Pro bis hin zu Ladestationen für mehrere Geräte und einem universellen Reiseladegerät.
MindBase: Ankers Versuch, dem Smart Home ein lokales KI-Gehirn zu geben
Im Mittelpunkt von Ankers Smart-Home-Präsentation stand MindBase, ein neues Hub, das als zentrale Intelligenzschicht für Geräte im gesamten Haus dienen soll.
Nach Angaben des Vertreters, mit dem wir gesprochen haben, reicht das Konzept weit über die reine Haussicherheit hinaus. MindBase soll mit Matter-kompatiblen Produkten zusammenarbeiten und künftig verschiedene Bereiche des Hauses steuern, darunter Sicherheit, Energie und weitere vernetzte Geräte.

Kern des Systems ist der von Anker als KI-Core bezeichnete Prozessor, der lokale Rechenleistung bereitstellt. Ereignisse im Haus können dadurch analysiert werden, ohne vollständig auf Cloud-Verarbeitung angewiesen zu sein.
Anker bestätigte, dass MindBase einen dedizierten KI-Core mit 26 TOPS nutzt und für die lokale Verarbeitung von Smart-Home-Daten ausgelegt ist. Das Gerät fungiert außerdem als Matter-Controller und bietet erweiterbaren lokalen Speicher mit bis zu 48 TB Kapazität.
Dieser Local-First-Ansatz war einer der zentralen Punkte unserer Demonstration. Sicherheitsaufnahmen und Ereignisdaten können lokal gespeichert bleiben. Anker positioniert das System als Möglichkeit, fortschrittliche KI-gestützte Überwachung bereitzustellen, ohne für die zentralen Funktionen vor Ort ein monatliches Abonnement zu verlangen.
Das MindBase Security Kit sichert den Grundstücksrand
Sicherheit soll die erste wichtige Anwendung der neuen Plattform sein.
Ankers MindBase Security Kit kombiniert das zentrale MindBase-Hub mit einer neuen Produktfamilie aus eufy-Kameras und -Sensoren. Diese sollen gemeinsam agieren, statt jeweils isoliert zu arbeiten.
Zu diesen Komponenten zählt der Smart Security Shield, der den Grundstücksrand überwachen soll. Laut Anker nutzt der Sensor Dual-Radar, um Fremde in bis zu 15 Metern Entfernung zu erkennen. Das DSKey-Zugangssystem kann Haushaltsmitglieder aus bis zu 30 Metern Entfernung identifizieren.
Dank dieser Unterscheidung kann das System unterschiedlich reagieren, je nachdem, wer sich nähert. Ein erkanntes Familienmitglied erfordert schließlich nicht dieselbe Sicherheitsreaktion wie ein unbekannter Besucher.

Die TrackLight Cam S1 verfolgt Eindringlinge mit Licht
Der nächste Baustein der Sicherheitskette ist die eufy TrackLight Cam S1.
Statt Personen erst nach dem Betreten des Grundstücks aufzuzeichnen, ist die Kamera auf aktive Abschreckung ausgelegt. Während der Vorführung am Stand erklärte der Vertreter, wie sie eine verdächtige Person erkennen und verfolgen sowie einen gebündelten Lichtstrahl auf sie richten kann.
Anker beschreibt die TrackLight Cam S1 als 4K-Sicherheitskamera mit 180-Grad-Dual-Radar-Erkennung und Auto-Tracking-Licht, das potenziellen Eindringlingen folgt.
Dasselbe Beleuchtungssystem kann sich anders verhalten, wenn ein erkanntes Familienmitglied eintrifft: Dann beleuchtet es stattdessen den Weg, anstatt der Abschreckung zu dienen.
Das ist ein wichtiger Teil des MindBase-Konzepts: Einzelne Geräte sammeln nicht nur Daten. Das Hub soll den Kontext interpretieren und entscheiden, wie das System reagieren sollte.

Video Doorbell S4 bringt Panoramablick an die Haustür
Näher an der Haustür zeigte Anker die eufy Video Doorbell S4.
Die neue kabelgebundene Türklingel verbindet die klassische Funktion einer Video-Türklingel mit dem größeren Blickfeld einer Sicherheitskamera. Ihr 180-Grad-Panoramasichtfeld soll tote Winkel im Eingangsbereich reduzieren, während eufys OmniTrack-Technologie Besucher und Lieferboten verfolgt, wenn sie sich durch den Bildausschnitt bewegen.
Der Vertreter beschrieb dies als weitere Ebene eines umfassenderen Sicherheitskonzepts für Garten und Haus. Tür- und Bewegungsmelder können ebenfalls Informationen an MindBase liefern, sodass das Hub Ereignisse über mehrere Geräte hinweg auswerten kann, bevor es entscheidet, welche Benachrichtigungen an den Nutzer gesendet werden.
Ein Smart Display bringt das System auf den Bildschirm
Anker zeigte außerdem ein dediziertes Smart Display, über das sich Kamerastreams anzeigen und das Sicherheitssystem zentral verwalten lassen.
Statt einzelne Kameras separat aufzurufen, können Nutzer mehrere Streams und Systeminformationen über einen zentralen Bildschirm abrufen.
Das unterstreicht die übergeordnete Idee hinter MindBase: eine lokale Steuerungsschicht über einer Sammlung von Kameras, Sensoren und anderer kompatibler Smart-Home-Hardware zu schaffen.

Neue 4K Wall Light Cam ergänzt RGB-Beleuchtung
Neben dem MindBase Security Kit brachte eufy zur IFA auch eine neue Generation seiner Wall Light Cam mit.
Das überarbeitete Modell kombiniert eine 4K-Kamera mit manuell einstellbarer Ausrichtung und einem Beleuchtungssystem, das nun RGB-Farben unterstützt, statt auf weißes Licht beschränkt zu sein.
Das Licht kann damit unterschiedliche Funktionen übernehmen. Eine wärmere Einstellung dient als gewöhnliche, einladende Außenbeleuchtung, während Sicherheitsmodi auffälligere Farben einsetzen können.
Das auf der IFA gezeigte Produkt entspricht der neu eingeführten eufy Wall Light Cam S4. Sie bietet eine 4K/8MP-Kamera, 60GHz-mmWave-Radar mit Erkennung bis zu 12 Metern, einstellbares weißes und warmes Licht sowie RGB-Beleuchtung und Solarstrom.

eufy experimentiert auch mit einer am Fenster haftenden Kamera
Eines der kleineren, aber ungewöhnlicheren Produkte der Messe war die neue eufy Window Camera E10.
Statt eine herkömmliche Außenkamera an einer Wand zu montieren, soll die E10 an der Innenseite eines Fensters haften und den Bereich draußen überwachen.
Das könnte sie besonders für Wohnungen, Mietshäuser oder Orte interessant machen, an denen Bohrungen in die Außenwand unpraktisch sind.
Anker bestätigte die Window Camera E10 als neues Modell für 69,99 $, das direkt auf Glas montiert wird und eine entspiegelte Optik nutzt, um Reflexionen bei Aufnahmen durch das Fenster zu reduzieren.
Während unserer Präsentation teilte man uns mit, dass die Window Camera noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Die Verfügbarkeit wird je nach Region variieren.

Ankers zweite IFA-Seite: schnelleres und intelligenteres Laden
Der zweite Teil unseres Standbesuchs verlagerte den Fokus von der Haussicherheit zurück auf die Kategorie, mit der Anker am stärksten verbunden wird: das Laden.
Anker-Vertreterin Ivy stellte mehrere der wichtigsten Ladeprodukte des Unternehmens für die IFA 2026 vor, angefangen bei der Anker MagGo 2 Pro.
Die neue magnetische Powerbank unterstützt Qi2.2 kabelloses Laden mit bis zu 25W – eine deutliche Steigerung gegenüber der 15W-Grenze, die bei früheren magnetischen Qi2-Produkten üblich war.
Anker integriert zudem sein SnapCool-Aktivkühlsystem, das aktives Wärmemanagement nutzt, um höhere kabellose Ladegeschwindigkeiten ohne übermäßige Hitzeentwicklung zu ermöglichen. Die MagGo 2 Pro bietet außerdem einen kabelgebundenen USB-C-Ausgang mit 45W sowie ein integriertes Farbdisplay, das Informationen wie Ladeleistung, Temperatur und Akkustatus anzeigen kann.
Laut Ankers Standpräsentation lässt sich der Akku in etwa 42 Minuten auf 80 Prozent laden.

Smart Displays halten auch bei Ladegeräten Einzug
Mehrere der neuen Ladeprodukte auf der Messe verfügten über integrierte Displays.
Sie zeigen nicht nur an, ob ein Gerät lädt, sondern können auch Informationen wie die Echtzeit-Wattzahl und den Ladestand liefern.
Anker setzt zudem zunehmend auf den sogenannten Care Mode, der das Ladeverhalten anpasst, um die Temperatur zu regulieren und den langfristigen Akkuverschleiß zu reduzieren.
Das aktuelle 45W Smart Display Charger des Unternehmens nutzt beispielsweise ein dreistufiges Ladesystem und den Care Mode. Laut Anker haben interne Tests gezeigt, dass der Modus den Akku eines angeschlossenen Telefons beim Laden unter vergleichbaren Bedingungen um bis zu 5°C kühler halten kann.
Während unserer IFA-Demonstration zeigte Anker, dass sich dieselbe Philosophie auch auf größere Ladegeräte für Laptops und Setups mit mehreren Geräten übertragen lässt.

Eine Nachttischstation für Smartphone und mehrere USB-C-Geräte
Ein weiteres Produkt, das uns gezeigt wurde, war eine Nachttisch-Ladestation mit magnetischer Ladefläche für Smartphones.
Die Station integriert außerdem ein einziehbares USB-C-Kabel und einen zusätzlichen USB-C-Anschluss, sodass sich mehrere Geräte über eine kompakte Einheit laden lassen.
Auch hier hob Ankers Vertreter den Care Mode hervor. Das Ladegerät wird nicht nur über seine Geschwindigkeit positioniert, sondern auch über die Steuerung der Ladekurve und Temperatur bei längeren Ladevorgängen wie dem nächtlichen Laden.

Ein 10-Port-Hub für Arbeit und Gaming
Anker zeigte außerdem einen 10-Port-Hub, der die Anschlussmöglichkeiten von Laptops sowohl für Produktivitäts- als auch für Gaming-Setups erweitern soll.
Optisch besonders auffällig waren am Stand spezielle VALORANT-Design-Editionen mit angepasstem Gehäusedesign und passenden Interface-Elementen.
Statt Docking-Produkte ausschließlich als Büro-Accessoires zu verstehen, zeigt diese Zusammenarbeit, dass Anker ausgewählte Zubehörprodukte auch auf Gaming-Schreibtische und Enthusiasten-Setups ausrichtet.

Ein 100W-Universalladegerät für internationale Reisen
Auch Vielflieger gehören klar zur Zielgruppe.
Anker zeigte uns ein Universalladegerät, das die Funktionen eines leistungsstarken USB-Ladegeräts und eines internationalen Reiseadapters in einem Gerät vereint.
Das aktuelle Anker Universal Charger (4-in-1, 100W, Smart Display) unterstützt integrierte Stecker-Konfigurationen für die USA, Großbritannien und die EU und ist für den Einsatz in mehr als 200 Ländern und Regionen ausgelegt. Es kann vier Geräte gleichzeitig laden und über einen einzelnen USB-C-Anschluss bis zu 100W liefern.
Sein Display kann Informationen wie die lokale Spannung und Leistungsabgabe anzeigen und ist damit informativer als die einfachen passiven Adapter, die viele Reisende mitführen.

Eine kompakte Sechs-Port-Station für Familienreisen
Das letzte Produkt, das uns demonstriert wurde, war eine tragbare Multiport-Ladestation für Familien oder Gruppen, die mit mehreren Geräten unterwegs sind.
Mit sechs Ladeanschlüssen in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse ist die Idee einfach: Statt separate Adapter für Telefone, Tablets, Uhren und Laptops mitzunehmen, kann eine Station zum zentralen Ladepunkt für ein ganzes Hotelzimmer oder Reise-Setup werden.
Es ist ein weniger spektakuläres Produkt als MindBase oder eine magnetische 25W-Powerbank, aber zugleich ein Zubehörtyp, der Ankers anhaltenden Fokus auf praktische Ladeprobleme verdeutlicht.
Ankers IFA-Strategie wird deutlich breiter
In der Gesamtschau erzählen die Produkte aus Ankers IFA-2026-Präsentation zwei unterschiedliche, aber zunehmend miteinander verbundene Geschichten.
Da ist zum einen MindBase, wohl der bisher ambitionierteste Versuch des Unternehmens, tiefer ins Smart Home vorzudringen. Statt nur Kameras zu verkaufen, baut eufy eine lokale Intelligenzschicht auf, die Informationen zahlreicher Geräte verstehen und auf Ereignisse auf dem gesamten Grundstück reagieren kann.
Zum anderen steht Ankers vertrauteres Ladegeschäft, das sich ebenfalls verändert. Aktive Kühlung, Smart Displays, Battery-Care-Modi und Reisesysteme für mehrere Geräte machen aus einst einfachen Accessoires zunehmend intelligente Produkte.
Das verbindende Element ist Integration. Ob eine Sicherheitskamera Informationen an ein lokales KI-Hub liefert oder ein Ladegerät seine Leistung anhand des angeschlossenen Geräts anpasst: Anker will, dass seine Hardware mehr leistet als nur eine einzelne, isolierte Aufgabe.
Die IFA 2026 bot eine der bislang deutlichsten Demonstrationen dieses umfassenderen Anspruchs.







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