Stellen Sie sich vor: ein Telefon, das sich wie ein Buch aufklappen lässt, auf einem Podest steht, während die Welt eine weitere Runde Namensdebatten führt. Genau an diesem Punkt stehen wir bei Apples erstem faltbaren iPhone: Die Frage ist nicht mehr, ob es kommt, sondern wie Apple es bei seiner Vorstellung nennen wird.
Seit Monaten bringen Insider und Gerüchteseiten mögliche Namen ins Spiel. Einige Personen innerhalb von Apple sollen das Gerät iPhone Ultra nennen. Andere bevorzugen das schlichte iPhone Fold. Nun bringen Branchenbeobachter eine weitere Variante ins Gespräch: iPhone Duo. Jede Option erzählt eine andere Geschichte darüber, wie Apple das Gerät positionieren könnte.
Namen mit Geschichte und unliebsamen Echos
„Duo“ ist verlockend, weil der Name eine klare Botschaft vermittelt: zwei Hälften, ein Scharnier, eine naheliegende Anspielung auf zwei Displays, die wie Buchseiten aufeinandertreffen. Apple hat Duo bereits verwendet – etwa beim PowerBook Duo in den 1990er-Jahren und beim kompakten MagSafe Duo. Die Bezeichnung wäre also vertraut, ohne dass Apple einen neuen Begriff erfinden müsste.
Namen bringen jedoch auch Ballast mit. Microsoft hat das Surface Duo bereits ausprobiert, hatte aber Schwierigkeiten, es als unverzichtbares Gerät zu etablieren. Intels Core Duo lebt ebenfalls in der Techniknostalgie fort. Solche Assoziationen disqualifizieren den Namen nicht, nehmen ihm aber etwas von seinem Glanz.
Dann wäre da noch Ultra. Das Wort hat Gewicht. Apple nutzt Ultra bereits für seine Premium-Linien – etwa bei der Apple Watch Ultra und den neueren Chips der M-Serie. Ein faltbares Modell unter diesem Banner würde sofort einen Rang über Pro signalisieren. Allerdings hat Samsung Ultra und Fold bei seinen Flaggschiffen bereits stark besetzt, was in einem Markt voller Premium-Schlagwörter für Verwirrung sorgen könnte.

Wie wird es also heißen? Ein Name, der in Apples Premium-Vokabular passt, eine nostalgische Anspielung auf frühere Produktbezeichnungen oder etwas völlig Neues, das die Spielregeln verändert? Alles ist möglich. Apple überrascht immer wieder mit Namen, die zugleich unvermeidlich und seltsam spezifisch wirken.
Die Erwartungen steigen. Apples Herbst-Event soll Berichten zufolge am 9. September unter dem Motto „Überraschung und Glanz“ stattfinden. Leaks deuten auf ein buchähnliches Faltgerät hin: ein breiteres Display, das sich wie ein kleines Tablet entfaltet, statt eines klassischen Klapphandys. Die iPhone-18-Pro-Modelle sollen ebenfalls vorgestellt werden, wodurch das Faltgerät neben Apples nächster Generation zum zentralen Programmpunkt werden könnte.
Leaks, interne Spitznamen und Markenfragen bringen uns allerdings nur bedingt weiter. Sie ergeben Muster und plausible Szenarien, sind aber nicht das letzte Wort. Wird Apple einen alten Namen wie Duo wiederbeleben, das Gerät Ultra nennen, es ganz direkt Fold taufen oder einen unerwarteten Namen wählen, den niemand vorhergesehen hat? Wir müssen nicht mehr lange warten, um es herauszufinden.
Eines ist sicher: Welchen Namen Apple auch wählt, er steht für mehr als nur Buchstaben. Er signalisiert, wie das Unternehmen das Gerät in die iPhone-Familie einordnen, preislich positionieren und die Nutzung eines aufklappbaren Telefons verstanden wissen will. Die Vorstellung wird zeigen, ob es sich um eine mutige neue Richtung handelt oder lediglich um den jüngsten Eintrag in einem zunehmend überfüllten Premium-Markt.



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