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Ein Smartphone auf dem roten Teppich in Venedig – nicht wegen seines Glamours, sondern wegen seiner Optik: Honor hat das Magic9 Pro Max beim 83. Filmfestival von Venedig erstmals gezeigt. Das Modell trägt ein moosgrünes Finish und ein ARRI-Branding auf dem Kameramodul, das wie ein Abzeichen für Regisseure wirkt.
Mehr als ein bloßer Auftritt: Honor setzt auf die jüngste Partnerschaft mit ARRI und greift Designelemente eines der ikonischsten Kamerahersteller der Filmbranche auf. Nach Angaben des Unternehmens wurden ausgewählte Elemente aus ARRIs Bildwissenschaft und professionellem Cinema-Workflow für das Smartphone adaptiert. Das Versprechen: Mobiles Filmen soll über Vlogging hinausgehen und sich stärker an professionellen Produktionsabläufen orientieren.
Warum ist das relevant? Design bleibt oberflächlich, wenn Sensoren und Software nicht mithalten. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Honor Kreativen mehr Kontrolle beim Dreh und in der Postproduktion geben will: mit ausgefeilterer Farbverarbeitung, einer kinotauglichen Objektivanordnung und Werkzeugen, die kreative Entscheidungen bewahren, statt sie durch Automatikvorgaben einzuebnen. Das Smartphone soll sich damit eher wie ein kompaktes, leistungsfähiges Filmrig als wie eine einfache Knipse anfühlen.
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Honor wird die komplette Magic9-Serie am 28. September vorstellen. Vor dem Launch ermöglichten Live-Fotos aus Venedig einen ersten Blick auf das Kamera-Array des Pro Max und dessen ungewöhnliches Design. Das ARRI-Emblem ist dabei mehr als ein Aufkleber: Honor signalisiert damit, neben Alltagsnutzern auch Filmemacher ansprechen zu wollen.
Auch die Hardware-Gerüchte sind ambitioniert. Demnach soll das Magic9 Pro Max mit einer 200-MP-Hauptkamera auf Basis eines 1/1,28-Zoll-Sensors, einer 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und – überraschenderweise – einem 200-MP-Periskop-Teleobjektiv mit 1/1,4-Zoll-Sensor ausgestattet sein. Für die Leistung soll laut aktuellen Gerüchten aus der Lieferkette der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro sorgen.
- 200-MP-Hauptsensor (1/1,28 Zoll)
- 50-MP-Ultraweitwinkel
- 200-MP-Periskop-Teleobjektiv (1/1,4 Zoll)
- Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro (erwartet)
Hohe Megapixelzahlen allein garantieren keine filmischen Ergebnisse. Entscheidend sind vielmehr Sensorgröße, Objektivqualität, rechnergestützte Bildverarbeitung und ein durchdachter Workflow. Die Verbindung von ARRIs Farb- und Workflow-Philosophie mit großen Sensoren und einem Flaggschiff-Chipsatz könnte dennoch ein Gerät hervorbringen, das das Thema Bildgestaltung ungewöhnlich ernst nimmt.
Venedig diente zunächst als Bühne – ein Ort, an dem Kinotradition und Smartphone-Ambitionen im Licht des Festivals aufeinandertreffen. Die ganze Geschichte folgt am 28. September. Der Vorgeschmack wirft jedoch bereits eine Frage auf: Könnte Honors nächstes Flaggschiff die Lücke zwischen mobilen Kameras und den Kinowerkzeugen, denen sie zunehmend nacheifern, weiter schließen?






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