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AMD rückt auf Platz drei bei fabless-Unternehmen 2026

TrendForce: AMD klettert im Q2 2026 auf Platz drei der Fabless-Unternehmen. Durch die KI-Nachfrage gewinnen CPUs, ASICs und Interconnect-Chips deutlich an Bedeutung, während Nvidia an der Spitze bleibt.

AMD rückt auf Platz drei bei fabless-Unternehmen 2026
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AMD rückte im zweiten Quartal 2026 auf Platz drei der weltweit größten Fabless-Unternehmen vor und verdrängte damit Qualcomm. Laut einem exklusiven Bericht von TrendForce verdankt AMD den Aufstieg einem kräftigen Umsatzwachstum in einem Markt, den die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz in mehreren Chipsegmenten verändert.

TrendForce definiert Fabless-Unternehmen als Firmen, die Halbleiterchips entwickeln, jedoch keine eigenen Fertigungsanlagen betreiben und die Produktion an Dritte auslagern. Im zweiten Quartal 2026 stieg der kumulierte Umsatz der zehn größten Fabless-Unternehmen weltweit laut Bericht gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent auf mehr als 141,45 Milliarden Dollar. Nvidia behauptete die Spitzenposition, AMD rückte auf Platz drei vor und Qualcomm fiel wegen seines schwachen Mobilgeschäfts auf den vierten Platz zurück.

Wie die KI-Nachfrage das Ranking veränderte

Nach Angaben von TrendForce hat sich die Nachfrage über eigenständige GPUs hinaus auf CPUs, ASICs und Interconnect-Produkte ausgeweitet. Dadurch gewinnen Zentralprozessoren an Bedeutung: Die Skalierung von Rechenleistung, optischer Konnektivität sowie der Kommunikation zwischen Beschleunigern und Infrastruktur hängt zunehmend von CPUs ab. Das Analysehaus sieht Interconnect-Chips inzwischen als essenzielle Infrastruktur und kundenspezifische Chips als einen zentralen Wachstumstreiber für Fabless-Unternehmen.

Nvidia hielt die Spitzenposition. Der Umsatz des Unternehmens stieg im zweiten Quartal 2026 laut TrendForce im Jahresvergleich um rund 99 Prozent auf knapp 91,16 Milliarden Dollar. Damit entfielen etwa 64 Prozent des kumulierten Umsatzes der Top-10-Unternehmen auf Nvidia. Dem Bericht zufolge baut Nvidia zudem sein NVLink-Fusion-Ökosystem aus, um stärker im ASIC-Markt Fuß zu fassen. Nvidia habe außerdem in MediaTek investiert – offenbar, um die Kompatibilität zwischen Kunden, die maßgeschneiderte XPU-Lösungen entwickeln, und Nvidias bestehender Infrastruktur zu verbessern. Zugleich soll damit die Grundlage für künftige KI-Anwendungen im Automotive-Bereich geschaffen werden. TrendForce zufolge folgte Nvidias frühere Investition in Marvell einem ähnlichen Kooperationsmodell.

Broadcom belegte den zweiten Platz. TrendForce berichtet, dass der erste von Broadcom für OpenAI und Google entwickelte ASIC im Quartal ausgeliefert wurde. Parallel dazu sei das Netzwerkgeschäft von Broadcom mit der zunehmenden Verbreitung von XPU-Plattformen stark gewachsen. Der Umsatz von Broadcom stieg um 112 Prozent auf mehr als 18,89 Milliarden Dollar. TrendForce zufolge werden sechs wichtige Kunden des Custom-Chip-Geschäfts von Broadcom, darunter Anthropic und OpenAI, weiterhin zentrale Nachfragetreiber für XPU-bezogene Produkte sein.

AMD verzeichnete die auffälligste Verschiebung im Ranking und rückte auf Platz drei vor. TrendForce führt den Aufstieg auf die wiedergewonnene strategische Bedeutung von CPUs im KI-Zeitalter zurück. AMDs Umsatz im zweiten Quartal 2026 überstieg 11,53 Milliarden Dollar, während die Erlöse mit Datacenter-CPUs zum fünften Mal in Folge einen neuen Rekord erreichten. Zudem gewann AMD dem Bericht zufolge im x86-Servermarkt weitere Marktanteile von Intel.

Qualcomm fiel auf Platz vier zurück und kämpft weiterhin mit anhaltenden Problemen im Smartphone-Chipgeschäft. TrendForce nennt den geringeren Anteil von Qualcomm-Modems in aktuellen iPhone-Modellen als zusätzlichen Belastungsfaktor für das Mobilsegment. Das Automotive-Geschäft von Qualcomm verzeichnete dagegen im 23. Quartal in Folge ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr und glich damit einen Teil des Rückgangs im Mobilbereich aus. Qualcomms Umsatz im zweiten Quartal 2026 lag bei mehr als 8,5 Milliarden Dollar.

Für TrendForce ist das neue Ranking ein deutliches Signal: In der Fabless-Branche bemisst sich das Marktgewicht nicht mehr allein an Grafikprozessoren. CPUs spielen wieder eine zentrale Rolle, Interconnect-Chips sind kritische Infrastruktur und kundenspezifisch entwickelte Chips zählen inzwischen zu den wichtigsten Wachstumstreibern.

Sarah Hoffmann

"Nachhaltige Technologie ist die Zukunft. Ich schreibe über Green-Tech und wie Digitalisierung dem Planeten helfen kann."

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