Meta hat nach eigenen Angaben gegenüber Partnern die Schaltung sämtlicher Werbe- und kommerzieller Botschaften von ByteDance sowie von Links mit Bezug zu TikTok auf seinen Plattformen eingestellt. Die Beschränkung trat am Donnerstag in Kraft und betrifft bezahlte Anzeigen von ByteDance ebenso wie verschiedene Promotions, die Nutzer zu TikTok weiterleiten.
Wie Bloomberg berichtet, soll der intensive Wettbewerb zwischen den Social-Media-Plattformen der Hauptgrund für die Änderung sein. „Wir müssen nicht für einen Konkurrenten werben, dessen Ziel es ist, Menschen aus unseren Apps herauszuziehen“, sagte Meta-Sprecher Christopher Sgro. „Wettbewerbern Werbedienstleistungen zu verweigern, ist in vielen Branchen gängige Geschäftspraxis. Wir werden weiterhin über die Qualität unserer Produkte und das Nutzererlebnis konkurrieren.“

Kontext und Präzedenzfälle
Der Schritt erfolgt wenige Monate, nachdem Meta in einem Verfahren zur Kindersicherheit einer Vergleichszahlung von rund 17 Milliarden US-Dollar zugestimmt hatte. Der Vergleich umfasste unter anderem neue Beschränkungen für Jugendliche. Anschließend forderte Meta Rivalen wie YouTube und TikTok auf, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. TikTok soll Berichten zufolge keine entsprechende Werbekampagne gestartet haben.
TikTok hat seinerseits Links eingeschränkt, die andere soziale Netzwerke öffnen oder Nutzer dort anmelden. Obwohl das US-Geschäft von TikTok von einer Einheit mit bedeutenden amerikanischen Anteilseignern beaufsichtigt wird, bleibt ByteDance ein wichtiger Anteilseigner des Unternehmens.
Meta zufolge gelten die Werbebeschränkungen in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren weiteren Märkten, darunter Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand und Vietnam.




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