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Ein Mustang-Showdown der Extraklasse: S650 Dark Horse gegen S550 Mach 1 und Shelby GT350R
Der Kosmos der amerikanischen Muscle Cars lebt von intensiver Rivalität – und nichts verdeutlicht dies besser als ein Drag Race, in dem ein neues Modell gegen bewährte Legenden antritt. Sam vom bekannten YouTube-Kanal Sam CarLegion organisierte kürzlich ein spannendes Kräftemessen zwischen drei Ford Mustang Ikonen: dem brandneuen S650 Dark Horse, dem geschätzten S550 Mach 1 und dem beeindruckenden Shelby GT350R. Das Rennen auf unpräpariertem Asphalt setzt die Performance, Power und das Erbe dieser Mustang-Generationen auf die Probe.
Design und Auftritt: Moderne Evolution trifft auf markante Klassiker
Die siebte Generation des Ford Mustang – der S650 Dark Horse – überzeugt mit einer aggressiven Designsprache und einem modernen Interieur. Viele Enthusiasten sehen im neuen Modell eher eine verfeinerte Weiterentwicklung des bisherigen S550 anstelle einer kompletten Neuerfindung. Angesichts steigender Mustang-Preise stellt sich für Käufer die Frage, ob der S650 genügend Fortschritte bietet, um ihn seiner geschätzten Vorgänger vorzuziehen.
Im direkten Vergleich erscheint der S650 Dark Horse in auffälligem Dunkelblau, während die starke S550-Reihe mit dem weiß-schwarz-orangen Mach 1 sowie dem blau gestreiften Shelby GT350R antritt. Beide Klassiker beeindrucken optisch und wollen ihr Erbe verteidigen.

Motorisierung und Fahrwerk im Überblick
Der neue S650 Mustang Dark Horse setzt auf den leistungsstarken 5,0-Liter-Coyote-V8 und bringt 500 PS auf die Hinterachse. Der Mach 1 nutzt denselben Motor, ist jedoch auf 480 PS abgestimmt – 20 PS mehr als der Standard-S550 Mustang GT, aber 20 PS weniger als der Dark Horse. Beide Modelle verfügen über ein Tremec-Sechsgang-Schaltgetriebe, wobei der Mach 1 optional auch mit einer 10-Gang-Automatik und einer Sportauspuffanlage erhältlich ist.
An der Spitze steht der Shelby GT350R, speziell für die Rennstrecke entwickelt. Sein 5,2-Liter-V8 mit Flat-Plane-Kurbelwelle leistet beeindruckende 526 PS. Gepaart mit einem knackigen Sechsgang-Schalter und einem präzise abgestimmten Chassis ist der GT350R insbesondere für sein außergewöhnliches Handling und das kompromisslose Fahrgefühl bekannt.

Performance und Drag Race Resultate
Obwohl der S650 Dark Horse die höchste Leistung mitbringt, wird er durch sein höheres Gewicht ausgebremst. In Rollrennen aus 50 km/h und 80 km/h kann der neue Mustang seine Leistung kaum in Vorsprung umsetzen. Immer wieder bleibt er hinter seinen Vorgängern zurück, während sich Mach 1 und GT350R einen spannenden Zweikampf liefern – den der GT350R jedes Mal knapp für sich entscheidet.
Klassische Viertelmeilenrennen zeigen ähnliche Ergebnisse. Bei einem der Durchgänge kostet ein missglückter Burnout dem Dark Horse wertvolle Zeit, sodass er weit zurückfällt. Trotz verbesserter Starts kann der Neuling mit den erfahreneren Mustangs nicht mithalten. Im Endergebnis kommt der Shelby GT350R nach 12,1 Sekunden ins Ziel, der Mach 1 bei 12,7 Sekunden, und der S650 Dark Horse schafft es in 12,8 Sekunden über die Viertelmeile.
Marktposition und Kaufentscheidung
Mit seinem markanten Design, neuester Technik und gestiegenem Preis richtet sich der S650 Mustang Dark Horse klar an Fans moderner Innovation. Doch echte Fahrbegeisterte, die Wert auf puristische Performance und Rennstrecken-Dynamik legen, greifen weiterhin bevorzugt zu den leichteren und kompromisslosen S550-Modellen – allen voran dem Shelby GT350R. Das Drag Race unterstreicht: Neuer ist nicht gleich schneller oder emotionaler.
Fazit: Mustang-Tradition dominiert weiterhin die Straße
Das von CarLegion initiierte Duell zeigt eindrucksvoll, dass Ingenieurskunst und Tradition auch moderne Entwicklungen übertreffen können. Während Mustang-Liebhaber diskutieren, welcher Ford Mustang im eigenen Fuhrpark stehen soll, liefern diese Praxisergebnisse wertvolle Argumente: Nicht immer sorgt die neueste Generation für den größten Fahrspaß – manchmal bleibt die Ikone die unbestrittene Nummer eins.
Quelle: autoevolution
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