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Polizei stoppt BMW E36 mit außergewöhnlichen Modifikationen in Melbourne
Ein 64-jähriger australischer Autoenthusiast geriet ins Rampenlicht, nachdem die Polizei in Cranbourne North bei Melbourne seinen BMW E36 3er wegen gravierender Mängel aus dem Verkehr zog. Während Projektfahrzeuge oft laufende Baustellen sind, fehlten diesem klassischen BMW grundlegende Komponenten, was für großes Aufsehen sorgte.
Verkehrskontrolle deckt fehlende Motorhaube auf
Der Vorfall ereignete sich gegen 15:15 Uhr, als die Polizei aus Narre Warren den bordeauxfarbenen BMW E36 bemerkte, dem die Motorhaube fehlte. Das Fehlen dieses wichtigen Karosserieteils weckte sofort Verdacht, weshalb die Beamten den Wagen anhielten und den Zustand des Fahrzeugs näher untersuchten.
Der schockierende Innenraum-Zustand
Im Fahrzeuginneren bot sich den Polizisten ein noch erschreckenderes Bild: Der Pkw hatte keine normalen Sitze mehr. Stattdessen hatte der Fahrer einen Kunststoff-Gartenstuhl anstelle des Fahrersitzes positioniert und diesen mit einigen Kissen "gepolstert". Zwar war der Sicherheitsgurt über den Stuhl gelegt, jedoch bot diese Konstruktion keinerlei wirklichen Schutz. Der lose Gartenstuhl stand unbefestigt auf dem Teppichboden und stellte eine erhebliche Gefahr dar, da schon bei geringem Aufprall oder starkem Bremsen schwere Verletzungen drohten.
Rechtliche und sicherheitsrelevante Konsequenzen
Nach australischem Verkehrsrecht ist das Fahren eines Fahrzeugs, dem zentrale Sicherheitskomponenten wie ein ordnungsgemäßer Sitz fehlen, strikt verboten und wird mit hohen Strafen geahndet. Während das Fehlen der Motorhaube bereits zu einem Bußgeld führen kann, gilt das Fahren ohne fachgerecht befestigten Sitz als gravierender Sicherheitsverstoß. Der Fahrer räumte ein, dass ihm der mangelhafte Zustand seines BMW bewusst war, erklärte jedoch, er sei gerade auf dem Weg, Ersatzteile zu besorgen. Die Polizei betonte jedoch, dass dies keine Entschuldigung dafür sei, ein nicht verkehrssicheres Auto im öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen. Vor Ort wurde eine Mängelanzeige erteilt, die jede Weiterfahrt mit dem BMW untersagt, bis das Fahrzeug instand gesetzt und verkehrssicher ist. Dem Fahrer drohen nun gerichtliche Konsequenzen.
Der BMW E36 3er: Favorit unter Autoliebhabern
Trotz der derzeitigen Probleme bleibt der BMW E36 ein Kultmodell unter Autofans weltweit. Zwischen 1990 und 2000 produziert, zeichnet sich die E36 3er-Reihe durch ihr präzises Fahrverhalten, zeitloses Design und solide Performance aus. Das Motorenangebot reichte vom sparsamen Vierzylinder bis hin zu sportlichen Reihensechszylindern. Wegen seines ausgewogenen Fahrwerks und dem dynamischen Fahrerlebnis erfreut sich der E36 großer Beliebtheit, sowohl als Alltagswagen als auch als Basis für Tuning-Projekte.
Marktposition und Konkurrenzmodelle
Während seiner Produktionszeit trat der BMW E36 3er als sportlicher Gegner unter anderem gegen die Mercedes-Benz C-Klasse und den Audi A4 an und überzeugte dabei besonders mit seinem Hinterradantrieb und sportlichen Charakter. Auch heute ist der E36 auf dem Gebrauchtwagenmarkt begehrt, vor allem bei Liebhabern, die sich für Restauration oder Individualisierung interessieren.
Fazit
So beeindruckend das Engagement von Projektwagen-Besitzern auch ist – Sicherheit und Legalität sollten immer an erster Stelle stehen. Dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig es ist, Fahrzeuge erst nach erfolgreicher Überprüfung und Instandsetzung im Straßenverkehr zu nutzen. Der BMW E36 bleibt ein begehrtes Modell – er sollte jedoch stets sicher und verkehrsgerecht genutzt werden.
Quelle: carscoops
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