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Überblick: Bekanntes Konzept, frisches Update
Chevrolet hat mit ersten Teasern auf den neuen Bolt 2027 aufmerksam gemacht. Jüngste Erlkönigfotos zeigen ein Serienfahrzeug, das nur minimal getarnt ist. Anstelle einer vollständigen Neuentwicklung bleibt Chevrolet dem bisherigen Konzept treu und präsentiert eine gründlich überarbeitete Version des Bolt EUV. So richtet sich das Angebot gezielt an Käufer und E-Mobilitätsfans, die einen vertrauten, aber modernen Elektro-Crossover suchen. Chevrolets Strategie: eine Weiterentwicklung im Design, neue Ladefunktionalitäten und ein anhaltender Fokus auf günstigen Einstieg und Mehrwert.
Designänderungen: Dezent, aber ausdrucksstärker
Außen
Selbst beim ersten Hinschauen bleibt die Silhouette klar als Bolt EUV erkennbar. Die Front erhält eine markantere Gestaltung mit auffälligen X-Akzenten und einem neu gestalteten Lufteinlass, der die alten Lamellen gegen ein wabenförmiges Gitter tauscht. Die Frontpartie ist weniger prominent, das Bowtie-Emblem kleiner ausfallen. Auch die Lichtsignaturen wurden mit wenigen, gezielten Änderungen optisch aufgewertet und wirken jetzt moderner und klarer.
An den Seiten dürften neue Felgendesigns und etwas angepasste Kunststoffelemente ins Auge fallen, aber die Grundform bleibt weitgehend der 2022er-Optik treu. Hinten bleiben Heckklappe und Spoiler größtenteils identisch, jedoch gibt es neu gestaltete Rücklichter und Stoßfänger. Schmalere Reflektoren, zusätzliche Farbakzente und ein feines schwarzes Zierelement verleihen dem Heck eine hochwertigere Note.

Plattform, Batterie und Ladeoptionen
Als Basis dient dem Bolt des Jahrgangs 2027 erneut GMs BEV2-Plattform. Zum Start kommen Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) des Herstellers CATL zum Einsatz. GM bezeichnet diese LFP-Zellen als Übergangslösung für etwa zwei Jahre, bis die Batteriefertigung in den USA ausgebaut ist. Außerdem wird der neue Bolt serienmäßig mit einem NACS-Ladeanschluss ausgestattet sein, was der wachsenden Bedeutung dieses nordamerikanischen Schnellladestandards Rechnung trägt.
Leistung und Reichweite
Offizielle Leistungswerte für 2027 nennt Chevrolet bislang nicht. Die Eckdaten des 2023er Bolt EUV bieten jedoch eine verlässliche Orientierung: eine 65-kWh-Batterie, ein Frontmotor mit ca. 200 PS (149 kW / 203 PS) sowie 360 Nm Drehmoment und eine von der EPA geschätzte Reichweite von etwa 398 Kilometern (247 Meilen). Für das neue Modell dürfte es Optimierungen bei Effizienz und Abstimmung geben, aber keine grundlegenden Veränderungen bei Leistung oder Reichweite.
Marktpositionierung und Preisgestaltung
Der Bolt bleibt Chevrolets günstigstes Elektroauto und rangiert unterhalb des Equinox EV im Sortiment. Während der Equinox EV in den USA ab 33.600 US-Dollar (zzgl. 1.395 USD Versandkosten) eingeordnet wird, soll der Bolt 2027 eine noch niedrigere Preisschwelle für den Einstieg in die Elektromobilität bieten – insbesondere für preisbewusste Mainstream-Kunden.

Im Vergleich
Im Vergleich mit dem Equinox EV und jüngeren BEV-Architekturen setzt der Bolt 2027 vor allem auf einen attraktiven Preis: kompakter, leichter und zielgerichtet für Käufer, denen Wirtschaftlichkeit und Alltagstauglichkeit wichtiger sind als Maximal-Reichweite oder Luxus-Extras. Verglichen mit dem alten Bolt EUV handelt es sich in erster Linie um ein optisches und ausstattungsbezogenes Update, nicht um eine technische Neuentwicklung.
Fazit
Wer den bisherigen Bolt EUV mochte, wird sich im 2027er-Modell sofort zuhause fühlen – und dennoch frische Details entdecken. Die wichtigsten Pluspunkte bleiben der günstige Preis, die bewährte BEV2-Basis, CATL-LFP-Batterien und die Unterstützung von NACS-Ladestationen. In den nächsten Monaten wird Chevrolet weitere offizielle Informationen zu technischen Daten und Preisen veröffentlichen.
Quelle: carscoops
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