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Alfa Romeo gestaltet seine Modellpalette neu mit einer neuen Generation von Modellen — darunter ein kommender Stelvio und ein gemunkelter, auf der Giulia basierender Crossover — doch nicht jede Designvorschau stößt auf Zustimmung. Jüngste realistische Renderings und unabhängige Konzeptarbeiten haben Diskussionen ausgelöst: Während der nächste Stelvio offenbar von klassischen Alfa-Proportionen abweicht, wirkt ein alternatives, kompakteres Crossover-Konzept von @cool.car.design im Premium-Subcompact-/Kompakt-SUV-Segment wie ein stärkerer Anwärter.
Design: Front, Seitenansicht und Heck
Frontpartie
Die Stelvio-Vorschauen zeigten eine geteilte Lichtsignatur an der Front, mit in ein überarbeitetes Kühlergrill-Design integrierten LED-Tagfahrleuchten und den Hauptscheinwerfergruppen, die weiter unten in der Stoßstange positioniert sind. Die Renderings deuten auf eine Clamshell-Haubenführung und ein X-förmiges Motiv im unteren Stoßfänger hin, was dem Fahrzeug einen markanten, aber etwas überfrachteten Eindruck verleiht.
Im Gegensatz dazu greift das Konzept von @cool.car.design stärker auf traditionelle Alfa-Merkmale zurück: das klassische dreieckige Marken-„Scudetto“, klare Markenzeichen und sauberere, elegantere Scheinwerferformen. Die Tagfahrlichter erhalten eine frische Signatur, während die aggressive Ausformung des unteren Stoßfängers eine sportliche Haltung betont, ohne überstylt zu wirken.
Seitenansicht und Heck
Die Profilansicht des Stelvio-Konzepts zeigt muskulöse Schultern, bündig eingebaute Türgriffe und eine geschwungene Dachlinie, doch das Heck entfernt sich von der Alfa-DNA mit schlanken, durchgehenden Lichtbändern und stark geneigter Heckscheibe. Schwarze Unterfahrschutzverkleidungen sowie eine zweifarbige Rot-Schwarz-Lackierung verleihen ihm einen urbanen Crossover-Look.
Das kühlere Konzept hält die Proportionen kompakt und als Alfa Romeo erkennbar, mit ausgeformten Kotflügeln und Rädern, die zur Marke passen. Die in diesem Entwurf gerenderten Rückleuchten sind umstritten — manche sehen eine Porsche-ähnliche Anleihe — doch die Mehrheit findet, dass sie schlanker wirken als die Next‑Gen‑Stelvio-Renderings.

Technische Daten und erwartete Antriebe
Auch wenn keines der Konzepte ein offizielles Produktionsdatenblatt darstellt, lassen sich erwartete Maße und Antriebsstränge anhand der Marktpositionierung ableiten:
- Segment: Premium-Subcompact/Kompakt-Crossover (Konkurrenz zu Mercedes GLA/GLB, BMW X1/X2, Audi Q3)
- Wahrscheinliche Plattform: Modulare Kompaktplattform, geteilt mit Giulia-/Stelvio-Varianten
- Antriebsoptionen: Turbobenziner Reihen‑4 (Leistungsband etwa 150–280 PS), Mild‑Hybrid- oder 48‑V‑Hybridunterstützung und eine mögliche Plug‑in‑Hybrid‑Variante in höheren Ausstattungen
- Antrieb: Vorderradantrieb serienmäßig, optionaler Allradantrieb für mittlere und hohe Ausstattungsstufen
- Getriebe: 7‑ bis 8‑gangiges Doppelkupplungs- oder Automatikgetriebe
Diese Einschätzungen entsprechen typischen Konfigurationen für premiumorientierte kompakte Crossover und passen zu Alfa Romeos jüngster Entwicklung hin zu elektrifizierten Antrieben.

Fahrdynamik und Charakter
Alfa Romeo stimmt Fahrwerk und Lenkung traditionell sportlicher ab als viele Mainstream‑Konkurrenten. Folgt das Konzept dieser Philosophie, können Käufer mit direktem Lenkgefühl, einer strafferen, dennoch kontrollierten Abstimmung und fahrdynamisch fokussierten Varianten rechnen, die Handling über reinen Komfort stellen. Hybridisierung könnte das Drehmoment im unteren Bereich und die Effizienz verbessern, ohne die sportliche Beschleunigung zu beeinträchtigen.
Marktpositionierung und Wettbewerber
Dieses Konzept richtet sich an Käufer, die einen designorientierten, premiumkompakten Crossover suchen — ein Segment, das von Mercedes GLA, BMW X1/X2 und Audi Q3 geprägt wird. Im Vergleich zum gemunkelten Next‑Gen‑Stelvio würde dieses kleinere Konzept darunter angesiedelt sein und als modische, stadtfreundliche Alternative dienen, die Alfas stilistische Identität stärker wahrt als die jüngsten geleakten Stelvio-Vorschauen.
Vergleich: Konzept vs. Next‑Gen Stelvio
- Styling: Das Konzept wirkt klassischer Alfa und stimmiger; die Stelvio‑Vorschauen erscheinen mutiger, aber polarisierend.
- Praktikabilität: Ein Stelvio-großer Crossover bietet wahrscheinlich mehr Innenraum; das Konzept setzt eher auf Stil und urbane Agilität.
- Attraktivität: Das Konzept könnte Alfas Anziehungskraft für jüngere Käufer im Markt für kompakte Premium‑SUVs erweitern, während der Stelvio traditionelle Kunden im mittleren SUV‑Segment ansprechen will.
Fazit
Das unabhängig gerenderte Alfa‑Konzept von @cool.car.design zeigt, wie ein kleinerer, designorientierter Crossover eine stärkere Alfa‑Identität vermitteln kann als einige Studiovorschauen für den nächsten Stelvio. Ob Alfa Romeo Elemente aus diesen Renderings in die Serie übernimmt, bleibt abzuwarten; die Bilder machen jedoch deutlich: Im Markt für premiumkompakte Crossover zählen markantes Design und eine einheitliche Markenprache genauso viel wie Leistung und Technik. Bevorzugen Sie die mutige Richtung, die die Stelvio‑Renderings andeuten, oder das klarere, klassischere Konzept, das hier gezeigt wird?
Quelle: autoevolution
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