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Der sogenannte Baby Defender von Land Rover ist wieder bei öffentlichen Testfahrten aufgetaucht und gewährt uns einen weiteren klaren Blick auf den kompakten elektrischen Crossover, der unter dem Full‑Size Defender positioniert sein wird. Fotografen erwischten einen frischen Prototypen im Freien; die Bilder deuten auf einen kleineren, kantigen SUV hin, der Defender‑DNA mit moderner Elektroarchitektur und stadtfreundlichen Proportionen verbinden möchte.
Design und Aufbau
Das neue Modell dürfte eine kompakte, rechtwinklige Silhouette übernehmen, die an den größeren Land Rover Defender erinnert, aber für Käufer in Stadt und Vorort verkleinert ist. Erwarten Sie kürzere Überhänge, eine aufrechte Kabinenlinie und kräftige Radhäuser, die einen robusten Look vermitteln und zugleich die Innenraumgestaltung effizient halten. Obwohl das Styling traditionelle Defender‑Elemente aufgreift, wird der Baby Defender ein Unibody‑Elektrocrossover und kein Leiterrahmen‑Geländewagen.
Exterieur
Optische Hinweise – flache Dachlinie, aufrechte Frontpartie und klare Geometrie – signalisieren, dass Land Rover ein wiedererkennbares Defender‑Mitglied in einem kleineren Segment platzieren will. Praktische Merkmale wie erhöhte Bodenfreiheit, schützende Verkleidungen und wohl eine Integration von Dachreling unterstreichen seine Crossover‑Nützlichkeit.

Innenraum und Platzangebot
Da das Modell in allen Abmessungen kompakter sein wird, ist mit cleverer Innenraumgestaltung zu rechnen, um Passagiere und Gepäck optimal unterzubringen. Der Schwerpunkt dürfte auf flexiblen Sitzzonenkonzepten, moderner Infotainment‑Ausstattung und vernetzter Technik liegen, die einen premium‑orientierten Touch ähnlich Range Rover Evoque und Velar bieten, jedoch in einem erschwinglicheren Paket.
Plattform und Produktion
Laut Berichten wird der Baby Defender auf Jaguar Land Rovers neuer EMA‑Elektrikarchitektur fahren, derselben Basis, die auch für die künftigen Nachfolger von Evoque und Velar vorgesehen ist. Die Produktion soll weitgehend im Werk Halewood im Vereinigten Königreich erfolgen, wo JLR mehrere EMA‑Modelle bauen will. Diese gemeinsame Plattform dürfte die Entwicklung beschleunigen und gleichzeitig verschiedene Karosseriegrößen und Antriebsvarianten ermöglichen.
Antrieb und Leistung
Der Baby Defender wird ein batterieelektrisches Fahrzeug sein. Land Rover hat noch keine offiziellen Antriebsdaten veröffentlicht, doch deuten erste Hinweise auf eine mehrstufige Modellpalette hin: Einstiegsvarianten mit Einzelmotor und leistungsstärkere Ausführungen mit Dual‑Motor‑Antrieb und elektrischem Allrad. Mit EMA und klarem EV‑Fokus ist mit Schnellladefähigkeit auf Basis eines 800‑Volt‑Systems zu rechnen; Branchengerüchte sprechen bei höherwertigen Modellen von bis zu 350 kW Spitzenladeleistung. Das würde die Zeit an Schnellladestationen auf Langstrecken deutlich reduzieren.

Reichweite und Fahrdynamik
Land Rover hat weder Akku‑Größen noch geschätzte Reichweiten bestätigt, doch Wettbewerber im Segment kompakter elektrischer SUVs bieten üblicherweise Batteriepakete im Bereich von etwa 60–100 kWh. Fahrer können eine abgestimmte Fahrwerksabstimmung erwarten, die ein Gleichgewicht aus Straßenkomfort und leichter Geländetauglichkeit bietet – ausreichend für Trail‑Zugänge und mehr Vertrauen bei widrigen Witterungsbedingungen, aber kein kompromissloser Leiterrahmen‑Offroader.
Marktpositionierung und Wettbewerber
Intern wird der Baby Defender voraussichtlich als Nachfolger des Discovery Sport eingeordnet und vielleicht auch den Geist des Freelander fortführen, um die kompakten Premium‑SUV‑Bedürfnisse der Marke abzudecken. Nach außen könnte der direkteste Konkurrent die kolportierte kompakte G‑Klasse von Mercedes‑Benz (oft als Baby G‑Class bezeichnet) sein, ebenso wie weitere premiumorientierte kompakte elektrische Crossover von Audi, BMW und Volvo. Preisgestaltung und Ausstattungsstruktur werden entscheidend sein: Land Rover wird versuchen, Defender‑ähnliche Robustheit mit EV‑Effizienz und moderner Technologie zu verbinden.
Wann wird er eintreffen?
Branchen‑Gerüchte sehen eine öffentliche Premiere etwa 2027 vor, mit einem Verkaufsstart in Nordamerika wahrscheinlich als Modelljahr 2028. Wenn die Zeitpläne halten, hätten Käufer in wenigen Modelljahren einen kompakten Elektro‑SUV mit Defender‑Design und moderner Ladetechnik zur Auswahl.
Fazit
Der Land Rover Baby Defender scheint ein kompakter, batterieelektrischer Crossover zu werden, der klassisches Defender‑Design mit zeitgemäßer elektrischer Architektur kombiniert. Er wird vermutlich keine extremen Offroad‑Fähigkeiten eines Leiterrahmen‑Geländewagens ersetzen, dürfte aber leistungsfähige AWD‑Varianten, schnelles Laden und eine premiumorientierte Ausstattung für stadt‑ und abenteuerorientierte Käufer mit kleinerem Fußabdruck bieten. Würde dieser kompakte Defender auf Ihrer Einkaufsliste stehen, wenn er erscheint?
Quelle: autoevolution
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