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Liberty Walk verleiht einem R35 GT-R dramatische Widebody-Optik
Der R35 Nissan GT-R mag das Ende seiner Serienproduktion erreicht haben, nachdem Nissan nach 18 Jahren das Kapitel schloss und die letzte Premium Edition T-Spec in Midnight Purple in der Tochigi-Fertigungslinie vom Band laufen ließ — doch die Legende des Modells lebt durch Tuner und Karosseriewerkstätten weiter. Ein aktuelles Beispiel erhielt den Liberty-Walk-Auftritt und verwandelt Godzilla in ein noch aggressiveres visuelles Statement.
Außen- und Design-Updates
Liberty Walks markante Handschrift ist sofort erkennbar: integrierte Kotflügelverbreiterungen vorne und hinten, eine überarbeitete Frontschürze mit übergroßen seitlichen Lufteinlässen und einem ausgeprägten zentralen Einlass sowie ein Frontspoiler und Canards, die die aerodynamische Aggressivität betonen. Die Türspiegel wirken serienmäßig, doch maßgeschneiderte Seitenschweller-Anbauten verleihen optische Breite und Präsenz. Die Lackierung wirkt silbern (möglicherweise eine Folierung) und steht im Kontrast zu mehreren schwarz abgesetzten Elementen, einem schwarzen Dach und rennsportinspirierten Decals.

Auf den Rückansichten, die der Gründer des Tuners auf Instagram teilte, trägt der GT-R einen massiven, am Kofferraum montierten Heckflügel und eine sportliche Heckschürze mit einem klar definierten Diffusor. Aftermarket-Endrohre — auffällig und leistungsorientiert im Look — komplettieren das Heck-Upgrade. Schwarze Räder auf Advan-Reifen mit weißer Beschriftung ersetzen die Serienfelgen und unterstreichen die track-orientierte Ästhetik. Das Fahrzeug steht extrem tief über dem Asphalt, was auf den Einbau einer einstellbaren Luftfederung hindeutet, die dem Fahrer erlaubt, die Fahrhöhe nach Wunsch anzuheben oder abzusenken.
Leistung und Antrieb
Liberty Walk ist primär eine Marke für Optik und Fahrwerk, und ihre Projekte beinhalten typischerweise keine Motorabstimmung. Dieser GT-R behält Berichten zufolge die Twin-Turbo-V6-Architektur, die den R35 berühmt machte — in Nismo-Ausführung leistete der Motor bis zu etwa 592 PS — doch ob dieser spezielle Umbau zusätzliche Leistung durch einen anderen Tuner erhält, ist nicht bestätigt. Unabhängig davon würden die Kombination aus verbreiterter Aerodynamik, griffigen Advan-Reifen und einstellbarer Fahrhöhe das Handling und das Vertrauen des Fahrers deutlich beeinflussen, selbst ohne Leistungssteigerung.

Fahrzeugspezifikationen (R35-Baseline und sichtbare Modifikationen)
- Motor: 3,8-Liter Twin-Turbo V6 (Serie, bis zu ~592 PS in Nismo-Spezifikation)
- Antrieb: Allrad (Serienkonfiguration des GT-R)
- Fahrwerk: nachgerüstete, einstellbare Luftfederung (installiert)
- Karosserie: Liberty Walk Widebody-Kit — integrierte Kotflügelverbreiterungen, neue Frontschürze mit Canards, Seitenschwellerverlängerungen, Heckdiffusor
- Räder & Reifen: neue schwarze Räder, Advan-Reifen mit weißer Schrift
- Auspuff: Aftermarket-Endrohre (optisch/wohl leistungsorientiert)
Marktpositionierung und Vergleich
Dieser Liberty-Walk-GT-R nimmt eine eigene Nische zwischen serienmäßiger Supercar-Exklusivität und rein rennvorbereiteten Fahrzeugen ein. Im Vergleich zu serienmäßigen R35 GT-Rs setzt er stärker auf auffällige Optik und Stance statt auf dezente OEM-Linie. Gegenüber individuellen Performance-Umbauten anderer Tuner legt Liberty Walk den Fokus stark auf dramatisches Styling und Stance-Kultur statt auf dokumentierte Leistungszuwächse. Für Käufer, die einen sammelwürdigen R35 der letzten Baujahre mit markanter Aftermarket-Identität suchen, ist ein solcher Umbau eine attraktive Option.

Warum Enthusiasten das interessiert
Die GT-R-Legende beruht genauso auf Aftermarket-Entwicklung wie auf Werksengineering. Liberty Walks Widebody-Ästhetik verwandelt den R35 von einem ohnehin potenten Supercar in ein kunstvolles, aggressives Fahrzeug, das bei Treffen, auf der Straße und an Track-Days Aufmerksamkeit erzwingt. Ob als Alltagsfahrer oder als getuntes Sammlerstück konserviert — dieser GT-R zeigt, dass Godzilla in den Händen von Tunern noch immer Zähne hat.
Quelle: autoevolution
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