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Ram verbindet rohe Kraft mit Familienpraxis
Ram bereitet die Wiederbelebung des 1500 TRX vor – und der Halo-Pickup ist erst der Anfang. Stellantis-CEO Antonio Filosa hat die Rückkehr des TRX bestätigt, wobei die Produktion des Trucks Berichten zufolge bereits im Januar 2026 beginnen könnte. Für Enthusiasten gibt es Entwarnung: Der TRX bleibt seinem V8-Erbe treu und dürfte den aufgeladenen 6,2‑Liter‑V8 behalten, der in der vorherigen Generation rund 720 bhp und etwa 650 lb-ft Drehmoment lieferte und den Pickup in knapp 4,5 Sekunden auf 60 mph beschleunigte.
Vom Pickup zur Familien-SUV? Das Ramcharger-Gerücht
Über die bloße Rückkehr des Trucks hinaus plant Ram offenbar sein erstes wirklich familienorientiertes SUV unter der Marke Ram. Frühberichte deuten darauf hin, dass das wiederbelebte Modell den historischen Namen Ramcharger tragen könnte, der zuletzt von Dodge verwendet wurde, und ab 2028 in Serie gehen könnte. Das Paket würde voraussichtlich klassische Verbrenner‑Antriebe sowie eine Variante mit Reichweitenverlängerer‑Hybrid anbieten, sodass Käufer zwischen kompromissloser Leistung und verbesserter Effizienz wählen können.
Interessant ist zudem die mögliche Plattformteilung mit dem nächsten Jeep Grand Wagoneer. Nutzt Ram diese Architektur, könnte der Ramcharger TRX Kombinationsvorteile bieten: ein Full‑Size‑SUV‑Innenraum, echte Offroad‑Fähigkeiten und eine performanceorientierte Abstimmung durch SRT‑Ingenieurskunst. Eine solche Plattformstrategie würde Entwicklungs‑ und Produktionskosten optimieren und gleichzeitig technische Synergien zwischen Ram und Jeep ermöglichen.

Die Kombination aus V8‑Performance und familiengerechter Raumaufteilung zielt auf Käufer, die bisher eine Entscheidung zwischen Leistung und Alltagstauglichkeit treffen mussten. Durch die Beibehaltung des 6,2‑Liter‑Kompressormotors in Performance‑Varianten würde Ram seine Markenidentität stärken; durch die Einführung eines Reichweitenverlängerer‑Hybrids könnte das Portfolio jedoch auch um ein praktisches, effizienteres Angebot erweitert werden, das für längere Reisen und täglichen Alltag gleichermaßen attraktiv ist.
Designkonzept: CGI‑Studien wecken Vorstellungskraft
Digitale Renderings des Designers Kelsonik kursierten kürzlich und zeigen eine mögliche Ram 1500 TRX SUV‑Variante. Diese CGI‑Bilder ersetzen die Ladefläche des TRX durch einen verlängerten Passagierbereich und zusätzlichen Laderaum und fügen eine Dachlinie und Heckgestaltung hinzu, die für Familiennutzen geeigneter sind. Optisch bleibt die TRX‑Attitüde erhalten: breite Kotflügel, grobe Offroad‑Reifen, aggressiv gestaltete Felgen und eine muskulöse Haltung, wie man sie von einem Super‑Truck erwartet.
Die CGI‑Studien illustrieren, wie ein Ram TRX SUV gleichzeitig robust und alltagstauglich wirken kann. Aus gestalterischer Sicht würden SRT‑Elemente die sportlichen Proportionen betonen, während praktische Details wie größere Türen, variable Innenkonfigurationen und erhöhte Ladekapazität den Familiennutzen verbessern. Die Integration moderner Assistenzsysteme, digitaler Cockpits und modularer Sitzkonzepte könnte das Fahrzeug zusätzlich zeitgemäß positionieren.
Highlights aus dem Konzept umfassen:
- Erweiterter Fahrgastraum mit möglicher optionaler dritter Sitzreihe
- Beibehaltung von TRX‑Stylingmerkmalen und aggressiver Frontpartie
- Größeres Ladevolumen im Vergleich zur klassischen Pickup‑Kabine
- Robustes Rad‑ und Reifenpaket für Straße und Gelände

Die Ausrichtung als Full‑Size‑SUV mit optional drei Sitzreihen würde dem Ramcharger TRX erlauben, direkte Konkurrenten wie große amerikanische SUVs und Premium‑Full‑Size‑Modelle anzugreifen. Für Familien bietet ein solches Konzept nicht nur Platz, sondern auch vielseitige Nutzungsmöglichkeiten: täglicher Pendelverkehr, lange Urlaubsfahrten mit großem Gepäck und Freizeitaktivitäten abseits befestigter Wege.
Leistung und Marktpositionierung
Verbindet Ram das TRX‑Performance‑Paket mit einem dreireihigen SUV‑Karosserieaufbau, entsteht eine ungewöhnliche Marktnische: ein Familienfahrzeug, das zugleich am Wochenende als Wüsten‑Rennwagen oder Drag‑Strip‑Teilnehmer fungieren kann. Ram hat zudem Hinweise auf zwei neue SRT‑gebrandete Performance‑Modelle gegeben, eines davon als Nachfolger des aktuellen Ram 1500 TRX. Beobachter spekulieren, dass das 1500 RHO neu gedacht und als SRT‑Variante ausgelegt werden könnte, was Ramps Performance‑Portfolio weiter ausbauen würde.
Aus technischer Sicht würde die Beibehaltung des 6,2‑Liter‑Supercharged‑V8 für die Topmodelle den Leistungsanspruch klar kommunizieren. Leistungsdaten wie 720 bhp und rund 650 lb‑ft Drehmoment wären konkurrenzfähig und würden auch in einem schwereren SUV noch beachtliche Fahrleistungen ermöglichen. Kombinationen mit modernen Acht‑ bis Zehngang‑Automatikgetrieben, adaptive Luftfederung, elektronische Sperrdifferenziale und sektorübergreifende Fahrmodi (Straße, Gelände, Rennstrecke) würden die Vielseitigkeit weiter erhöhen.
Parallel dazu ist der Einsatz eines Reichweitenverlängerer‑Hybrids (Range‑Extender‑Hybrid) denkbar: ein elektrischer Antrieb für den Alltag mit einem kleinen Verbrenner oder Generator zur Verlängerung der Reichweite. Diese Lösung spricht Käufer an, die elektrische Vorteile wie sofortiges Drehmoment und lokalen emissionsfreien Betrieb wünschen, aber gleichzeitig die Flexibilität eines Verbrenners für lange Strecken behalten wollen. Für Ram wäre das eine pragmatische Übergangstechnologie, um emissionsarme Reichweiten zu bieten, ohne vollständig auf Elektromobilität umzustellen.

Marktstrategisch würde ein Ramcharger TRX den Hersteller näher an Premium‑Full‑Size‑SUVs heranführen, gleichzeitig aber eine einzigartige Nische besetzen: leistungsorientierte Familien‑SUVs mit echtem Offroad‑Potential. Die Erfolgsfaktoren wären dabei Preispositionierung, Marken‑ und Performance‑Credibility (insbesondere SRT‑Betonung), After‑Sales‑Service und ein glaubwürdiges Leistungsversprechen, das sowohl Alltagstauglichkeit als auch sportliche Ambitionen erfüllt.
Warum es wichtig ist
Ein Ram Ramcharger TRX würde Ram innerhalb des Full‑Size‑SUV‑Segments neu positionieren und eine seltene Kombination aus familienorientierter Raumaufteilung und unmissverständlicher V8‑Performance anbieten. Ob das Konzept als reine Visualisierung bleibt oder tatsächlich in die Showrooms gelangt, es ist ein Signal für eine breitere Strategie: Diversifizierung mit hochwertigen, leistungsfähigen Modellen, ohne die Glaubwürdigkeit bei Geländetauglichkeit und Anhängelast zu verlieren.
Für Käufer stellt sich die zentrale Frage: Wollen Familien ein Fahrzeug, das sowohl sieben Sitze als auch echte V8‑Performance liefert? Bei richtiger Produktplanung, klarem Marketing und technischen Lösungen, die Alltag und Sport kombinieren, könnte die Antwort positiv ausfallen. Ram würde damit nicht nur Traditionskäufer ansprechen, sondern auch neue Kundengruppen, die Leistung, Präsenz und Praktikabilität gleichzeitig verlangen.
Praktische Merkmale, die den Erfolg mitbestimmen könnten, umfassen:
- Flexible Innenraumkonzepte mit modularer Bestuhlung und großem Kofferraumvolumen
- Zuverlässige Offroad‑Technik (variable Sperren, Unterfahrschutz, Bodenfreiheit)
- Fortschrittliche Fahrassistenz und vernetzte Dienste für Komfort und Sicherheit
- Mehrere Antriebsoptionen – starker V8 für Puristen, Hybrid/Range‑Extender für Effizienz
Abschließend bleibt festzuhalten: Wenn Ram die Balance aus kompromissloser Leistung, praktischem Innenraum und moderner Technologie gelingt, könnte der Ramcharger TRX eine neue, ungewöhnliche, aber attraktive Option im hart umkämpften Full‑Size‑SUV‑Segment darstellen. Beobachter und potenzielle Käufer sollten die Entwicklungen rund um Stellantis, SRT‑Pläne und Plattformstrategien (insbesondere die mögliche Teilung mit dem Jeep Grand Wagoneer) im Auge behalten, denn sie geben Hinweise auf technische Realisierbarkeit, Preispositionierung und Verfügbarkeit.
Quelle: autoevolution
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