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MTM's S3 Sportback steals the spotlight in the Alps
Der Audi S3 Sportback sorgt zwar nicht für die gleiche mediale Aufmerksamkeit wie sein lauteres Geschwistermodell RS 3, doch MTMs aktueller Clubsport-Umbau beweist, dass dieser kompakte Audi nach wie vor erhebliches Potenzial hat. Fotografiert vom Instagram-Nutzer @auditography in einem schneebedeckten Kitzbühel, Österreich, fügt sich der stark modifizierte Hot Hatch perfekt in die alpine Kulisse ein und wirkt, als nutze er die Alpen gleich als seine persönliche Laufstegstrecke.
Das Bild des Clubsport in den Bergen unterstreicht nicht nur die optische Wirkung, sondern auch die Zielsetzung von MTM: Performance-Tuning mit Rennsport-Ästhetik. Für Enthusiasten, die nach einer Kombination aus Alltagstauglichkeit, auffälligem Design und echter Performance suchen, ist diese Art von Umbau besonders reizvoll. Gleichzeitig wirft die Szene Fragen zu Alltagstauglichkeit, Zuverlässigkeit und Straßenzulassungsbedingungen auf — Aspekte, die bei der Entscheidung für ein Tuningprojekt oft genauso wichtig sind wie reine Leistungsdaten.
Why tune an S3 instead of buying an RS 3?
Für viele Käufer ist der S3 eine gehobenere Alternative zum Volkswagen Golf R: Er verbindet Alltagstauglichkeit mit reichlich Fahrdynamik. Tuner wie MTM zeigen, dass sich die S3-Plattform mit der richtigen Hardware und Software weit über die Werksangaben des RS 3 hinaus pushen lässt — zumindest auf dem Papier. MTMs mehrstufiges Programm erlaubt Fahrzeughaltern, zwischen alltagstauglichen Leistungssteigerungen und einer kompromisslosen Super-Hatch-Konversion zu wählen, die eher für den Track als für den täglichen Pendelverkehr ausgelegt ist.
Die Entscheidung, einen S3 zu tunen statt einen RS 3 zu kaufen, kann mehrere Gründe haben: Kosten-Nutzen-Abwägung, Persönlichkeit des Fahrzeugs, Unikate-Optik oder die Möglichkeit, Leistungswerte und Fahrcharakteristik individuell zu bestimmen. Ein getunter S3 kann dabei nicht nur mit Spitzenwerten auf dem Papier beeindrucken, sondern bietet oft auch eine flexiblere Bandbreite an Abstimmungen — von dezentem Chiptuning bis hin zu umfassenden Umbauten mit geänderter Hardware wie Downpipe, Abgasanlage, Ladeluftkühler und geänderter Motorelektronik (ECU-Remap).

MTM performance stages at a glance
- Stage 1: 360 PS (approx 355 bhp / 265 kW)
- Stage 2: 380 PS (approx 375 bhp / 279 kW)
- Stage 3: 430 PS (approx 424 bhp / 316 kW)
- Stage 4: 480 PS (approx 473 bhp / 353 kW)
Diese Werte verwandeln den 2,0-Liter-Turbovierzylinder in einen ernstzunehmenden Gegner für sogenannte Mega-Hatches. MTM nennt für Stage 4 eine Beschleunigung von 0 auf 62 mph (0–100 km/h) von circa 3,2 Sekunden und eine Zeit von 10,7 Sekunden für den Sprint auf 124 mph (200 km/h) — beeindruckende Zahlen für ein Fahrzeug, das außen kompakt bleibt und innen weiterhin die Basis eines sportlichen Kompaktwagens trägt.
Technisch betrachtet sind solche Leistungsstufen nur durch ein Zusammenspiel aus Software-Optimierung (ECU-Remap), angepasster Ladedrucksteuerung, verbesserter Luftzufuhr und meist auch modifizierter Abgasanlage möglich. Ergänzend kommen häufig größere Ladeluftkühler, optimierte Turbolader-Hardware, verstärkte Kupplungen beziehungsweise Getriebekomponenten sowie abgestimmte Dämpfer und Bremsanlagen zum Einsatz, um die zusätzliche Leistung sicher auf die Straße zu bringen. MTM bietet diese Maßnahmen in abgestuften Paketen an, sodass Besitzer je nach Einsatzprofil — Alltag, Trackday oder Zeitnahme — die passende Kombination wählen können.
How the MTM S3 compares to rivals
Serienmäßig leistet der Audi S3 2026 (in vielen Märkten auch als Limousine erhältlich) rund 333 PS (ca. 328 bhp / 245 kW) und entwickelt etwa 295 lb-ft (400 Nm) Drehmoment. Diese Leistung, gekoppelt an ein 7‑Gang S tronic-Getriebe und den quattro-Allradantrieb, ermöglicht eine Beschleunigung von 0–62 mph in etwa 4,5 Sekunden, was ihn bereits ab Werk zu einem sehr dynamischen Kompakten macht.
Im direkten Vergleich:
- Mercedes-AMG A45 S: etwa 421 PS (310 kW / ca. 415 bhp) und 500 Nm (369 lb-ft), 0–62 mph in rund 3,9 s.
- Audi RS 3 (Sportback und Sedan): ca. 400 PS (294 kW / 394 bhp) und 500 Nm (369 lb-ft), 0–62 mph in etwa 3,8 s.
Mit MTMs Stage-3‑ und Stage-4‑Upgrades kann der getunte S3 den A45 S in bestimmten Messungen übertreffen und je nach Messmethode und Einsatzbedingungen auch mit oder sogar über die Werte des RS 3 herankommen. Dabei spielen neben der reinen PS-Zahl auch Faktoren wie Charakter der Leistungskurve, verfügbare Traktion (quattro) und Getriebeabstimmung eine große Rolle für die realen Beschleunigungswerte.
Im praktischen Einsatz sind außerdem Thermomanagement, Reifenwahl, Fahrwerksabstimmung und Kühlung entscheidend: Mehr Leistung macht nur dann Sinn, wenn das Fahrzeug die zusätzlichen Anforderungen an Kühlung, Bremsen und Fahrwerk kompensieren kann. Deshalb bietet MTM oft auch abgestimmte Fahrwerke, größere Bremsenkits und verbesserte Kühlsysteme an, um die hohe Leistung nachhaltig nutzbar zu machen.

Design and cabin: track-focused and unapologetic
Der MTM Clubsport, der in den Alpen gezeigt wurde, präsentiert sich mit einer auffälligen Außenlackierung: grelles Gelb, akzentuiert durch neon-grüne Details an aerodynamischen Teilen und Felgenakzenten. Die 19-Zoll-Räder sind überwiegend schwarz mit grünen Highlights, was das mutige Außenbild des Fahrzeugs konsequent fortführt und die Rennsport-Optik betont.
Im Innenraum ist der Umbau deutlich funktionaler als luxuriös. Rennsportähnliche Schalensitze, ein zusätzlicher Überrollkäfig oder hintere Streben sowie Sicherheitsgurte rücken Komfort-Elemente zugunsten von Sicherheit und Performance immer mehr in den Hintergrund. Solche Modifikationen signalisieren klar die Absicht des Aufbaus: Einsatz auf der Rennstrecke oder bei anspruchsvollen Bergstrecken, wo Stabilität, Haltekräfte und Sicherheit Vorrang vor weich gepolsterten Sitzen haben.
Neben Optik und Sicherheitsmodifikationen gehören zu einem umfassenden Clubsport-Konzept häufig auch aerodynamische Anpassungen wie Heckflügel, Diffusoren, Canards und Frontsplitter, die nicht nur optisch wirken, sondern tatsächlich Anpressdruck und Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessern. Kombiniert mit gezielt abgestimmten Dämpfern und Stabilisatoren entsteht so ein Fahrzeug, das sowohl auf der Strecke als auch auf kurvigen Alpenstraßen deutlich performanter agiert als ein serienmäßiger S3.
Notable upgrades observed
- Prominent angebrachte Außenkomponenten und Aeroteile
- Individuelle 19-Zoll-Felgen mit Farb-Akzenten
- Rennsitze und Innenraum-Überrollschutz für mehr Sicherheit
- MTM-spezifische Performance-Hardware- und Softwarepakete
Diese Liste zeigt typische Maßnahmen, die MTM und andere Tuner für eine Clubsport-Konfiguration wählen. Sie umfasst nicht nur optische und sicherheitsrelevante Anpassungen, sondern auch technische Upgrades an Motor, Getriebe und Chassis, um eine harmonische Gesamtperformance sicherzustellen.

What about Audi Sport and the next RS 3?
Während MTM beträchtliche Mehrleistung aus dem S3 holt, arbeitet Audi Sport still und kontinuierlich an einer noch extremeren RS 3-Variante. Jüngste Tests auf der Nürburgring-Nordschleife zeigten Prototypen mit überarbeiteten Bremsen und neuen Styling-Details. In der Gerüchteküche kursiert die Bezeichnung RS 3 GT, ein Kandidat, der den Mercedes-AMG A45 S herausfordern und die aktuelle RS 3‑Generation übertreffen könnte — möglicherweise schon mit Markteinführung ab 2026.
Solche Entwicklungen verändern das Marktgefüge: Hersteller treiben die Performance-Grenzen ihrer Serienmodelle voran, während Tuner wie MTM alternative Wege anbieten, um noch höhere Leistungswerte, individuelle Optik und maßgeschneiderte Fahrcharakteristiken zu erreichen. Für Käufer bedeutet das: Die Wahl zwischen Werksleistung mit Herstellergarantie und geprüftem Entwicklungsstand gegen Individualität, höhere Spitzenwerte und oft deutlich sichtbare Modifikationen von Tunern.
Wichtig ist hierbei auch die Betrachtung von Garantie- und Haftungsfragen sowie Zulassungs- und Emissionsbestimmungen. Während einige Modifikationen problemlos eingetragen werden können, führen andere Umbauten zu Herausforderungen beim TÜV oder bei der Seriengarantie. Potenzielle Käufer und Tunings‑Interessierte sollten diese Aspekte vor einer Entscheidung gründlich prüfen und idealerweise auf Tuner setzen, die Eintragungsservice und technische Dokumentation anbieten.
Takeaways for enthusiasts
MTMs Clubsport-Umsetzung erinnert daran, dass die S3-Plattform noch deutliches Entwicklungspotenzial besitzt. Wer einen kompakten Hot Hatch sucht, der sowohl auf Bergstraßen als auch auf der Rennstrecke auffällt, findet in einem getunten S3 ein überzeugendes Paket — vorausgesetzt, man akzeptiert Kompromisse wie härtere Sitze, einen spürbar sportlicheren Fahrkomfort und einen Innenraum, der eher zweckorientiert als luxuriös gestaltet ist.
Für Enthusiasten lohnt sich die Abwägung zwischen verschiedenen Aufrüststufen: Stage-1- und -2-Konfigurationen bieten oft einen guten Kompromiss aus Alltagstauglichkeit und spürbarer Mehrleistung, während Stage-3 und -4 auf maximale Performance und eventuell Track-Einsatz ausgelegt sind. Entscheidungen sollten dabei auf Basis von Einsatzzweck, Budget, Wartungsbereitschaft und den gewünschten Fahreigenschaften getroffen werden.

Highlights:
- MTM-Upgrades verwandeln den S3 bei maximaler Abstimmung in ein Fahrzeug mit unter 3,3 Sekunden von 0–62 mph
- Stufenweise Angebote erlauben eine Balance zwischen Alltagsnutzen und purer Performance
- Styling- und Sicherheitsmodifikationen deuten darauf hin, dass dieser Umbau für Wochenend-Trackeinsätze konzipiert ist
Zusätzlich zu den reinen Leistungsdaten ist zu beachten, dass ein umfangreich getunter Wagen zusätzliche Wartungsintervalle, spezialisierte Technikergestützte Betreuung und gegebenenfalls höhere Betriebskosten mit sich bringt. Reifenverschleiß, Bremsen, Motorkomponenten und Getriebe müssen häufiger kontrolliert werden — insbesondere bei häufiger Tracknutzung. Für ernsthafte Performance-Kunden ist dies jedoch ein üblicher Kompromiss, der mit verbesserter Performance und Fahrspaß einhergeht.

Final thoughts
Der MTM Audi S3 Sportback Clubsport, fotografiert in Kitzbühel, ist sicher kein Fahrzeug für jedermann — er ist jedoch ein deutliches Statement dafür, wie weit Tuner eine kompakte Premiumbasis treiben können. Die Wahl zwischen dem serienmäßigen RS 3 und einem von MTM umgebauten S3 hängt letztlich von persönlichem Geschmack, Budget und dem geplanten Einsatzzweck ab. Wer rohe Zahlen, ein besonders individuelles Erscheinungsbild und einen klaren Fokus auf Fahrleistung sucht, findet im MTM‑Vierstufenprogramm eine verlockende Alternative zum stärksten Serienmodell.
Was denken Sie: Ist dieser wilde MTM S3 der Traum eines Tuners oder zu extrem für den Alltag? Teilen Sie Ihre Meinung und Erfahrungen — etwa zu Tuning-Entscheidungen, Alltagstauglichkeit von Clubsport-Umbauten oder Unterschiede zwischen Werkstuning und Aftermarket-Optimierungen.
Quelle: autoevolution
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