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KTC hat den Master 27M1 Plus vorgestellt, einen 27-Zoll-Gaming-Monitor, der die Grenze der Bildwiederholfrequenz mit einem übertaktbaren 400Hz-Modus verschiebt. Zum Preis von 353 US-Dollar und mit Markteinführung am 11. Dezember 2025 richtet sich dieses Display an kompetitive Gamer, die maximale Geschwindigkeit wünschen, ohne Kompromisse bei der Farbtreue einzugehen.
Geschwindigkeit, Panel und Farbe – was Sie wissen sollten
Der Master 27M1 Plus verwendet ein schnelles IPS-Panel mit 2560×1440 Pixeln (2K / QHD), einer nativen Bildwiederholrate von 360Hz und einem Overclock-Modus, der die Rate auf 400Hz anhebt. Mit einer GtG-Reaktionszeit von 1 ms bei aktiviertem OverDrive und Unterstützung für Adaptive Sync ist der Monitor darauf ausgelegt, Bewegungsunschärfe zu minimieren und Tearing bei schnellen Titeln zu beseitigen. Wer butterweiche Bewegungen für Esports sucht, findet hier ein klar auf dieses Publikum ausgerichtetes Gerät.
Es geht aber nicht nur um rohe Geschwindigkeit. KTC liefert werksseitige Kalibrierung mit Delta E < 2, 99% sRGB und 96% DCI-P3-Abdeckung sowie HDR400-Unterstützung mit einer Spitzenhelligkeit von 400 Nits. Funktionen zur Reduzierung von blauem Licht sind ebenfalls integriert, um die Augenbelastung bei langen Sessions zu verringern.
Praktische Steuerungsoptionen umfassen ein fünfstufiges OverDrive-System zur Feineinstellung der Bewegungsdarstellung sowie Voreinstellungen, die für Konsolen-Gaming, allgemeinen Gebrauch und FPS-Shooter optimiert sind. Ein Sechs-Achsen-Farbkalibrierungswerkzeug ermöglicht eine detailliertere Steuerung von Rot-, Grün-, Blau-, Cyan-, Magenta- und Gelbkanälen – nützlich für Content-Ersteller, die auf demselben Bildschirm spielen und arbeiten.
Die physische Ergonomie ist durchdacht: ein vollständig verstellbarer Standfuß mit Höhenverstellung, Neigung, Schwenk- und Pivot-Funktionen, ein klappbarer Kopfhörerhaken, eine präzise Winkel-Skala und abnehmbare seitliche Lichtblenden zur Reduzierung von Blendung. Der Monitor wiegt 5,7 kg und liegt im typischen Betrieb unter einem Stromverbrauch von 90 W.

Die Anschlussvielfalt ist konkurrenzfähig: zwei HDMI 2.1-Ports und zwei DisplayPort 1.4-Eingänge – jeweils in der Lage, 1440p bei 400Hz zu verarbeiten – plus eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, ein USB-2.0-Anschluss und ein Mini-USB. Für 353 US-Dollar positioniert KTC den Master 27M1 Plus als attraktives Mittelklasse-Angebot für Spieler, die ultra-hohe Bildwiederholraten und eine solide Farbperformance priorisieren.
Ob Sie nun höhere Framerates in FPS-Matches anstreben oder einen schnellen, farbtreuen Bildschirm zum Streamen und Bearbeiten wollen: Der Master 27M1 Plus verbindet Esports-taugliche Bewegungsdarstellung mit praktischen Funktionen. Wird 400Hz der neue Standard im wettbewerbsorientierten Gaming? Für Spieler, die auf kleinste Vorteile achten, ist dieser Monitor definitiv ein Modell, das es zu beobachten gilt.
Technische Details und Messwerte
Paneltyp und Auflösung
Das eingesetzte IPS-Panel kombiniert die Vorteile hoher Bildqualität mit schnellen Schaltzeiten. Mit 2560×1440 Pixeln bietet es die für kompetitive Spiele sinnvolle Balance zwischen scharfem Bild und niedriger GPU-Last – verglichen mit 4K sind die Anforderungen deutlich moderater, sodass hohe Frameraten eher erreichbar sind. IPS-Panels liefern zudem breitere Betrachtungswinkel und typischerweise bessere Farbdarstellung als VA-Alternativen.
Bildwiederholrate und Overclocking
Die native 360Hz-Bildwiederholrate ist bereits eine ungewöhnlich hohe Vorgabe – das Overclocking auf 400Hz ist ein Feature, das speziell für Profi-Spieler und Esports-Umgebungen entwickelt wurde. Wichtig ist, dass Overclocking von Panel zu Panel variieren kann: Manche Einheiten erreichen stabile 400Hz ohne Artefakte, bei anderen sind leichte Artefakte oder erhöhter Energieverbrauch möglich. KTC bietet mit dem fünfstufigen OverDrive-Regler die Möglichkeit, Zwischenstufen zu testen und das für die eigene Hardware beste Gleichgewicht zwischen Ghosting-Reduktion und Overdrive-Artefakten zu finden.
Reaktionszeit, Input-Lag und Adaptive Sync
Die Angabe 1 ms GtG bei aktiviertem OverDrive ist typisch für die Marketingdaten moderner Gaming-Monitore, entscheidend für die Praxis ist jedoch das Input-Lag und das Verhalten bei variabler Bildrate. Adaptive Sync (kompatibel mit FreeSync/G-Sync-ähnlichen Modi) hilft bei der Eliminierung von Tearing, während niedrige Input-Lag-Werte das Gefühl der sofortigen Reaktion fördern. In unabhängigen Tests sollte man sowohl die reine GtG-Zeit als auch die gemessene Systemlatenz prüfen; KTCs Kombination aus schnellen Pixelzeiten und VRR-Unterstützung ist aber klar auf Wettbewerbs-Gaming ausgelegt.
Farbgenauigkeit, HDR und Kalibrierung
Werkskalibrierung und Farbraum
KTC gibt eine werkseitige Kalibrierung mit Delta E < 2 an, was für viele Anwender eine sehr ordentliche Farbtreue bedeutet. Mit 99% sRGB-Abdeckung und 96% DCI-P3 deckt der Monitor die gebräuchlichen Farbräume für Web- und Videoarbeiten sehr gut ab – besonders für Streamer und Content-Creator, die neben wettbewerbsfähigem Gaming auch Bildbearbeitung oder Videobearbeitung durchführen möchten.
HDR400: Erwartungen und Limitierungen
Die HDR400-Zertifizierung bedeutet, dass der Monitor grundlegende HDR-Funktionen unterstützt, etwa eine höhere Spitzenhelligkeit und besseren Kontrast als SDR-Panels. Allerdings ist HDR400 die Einstiegsklasse der HDR-Normen und bietet keine lokale Dimming-Zonen wie teurere HDR600/1000-Displays. Für dramatische HDR-Effekte ist die Begrenzung auf 400 Nits und das Fehlen feinerer Dimming-Steuerung eine Einschränkung; dennoch gewährt HDR400 einen sichtbaren Vorteil gegenüber reinem SDR in hellen Szenen.
Sechs-Achsen-Farbkalibrierung
Das eingebaute Sechs-Achsen-Tool ermöglicht die Korrektur einzelner Farbtöne und hilft, feine Farbabweichungen zu beseitigen. Diese Funktion ist für professionelle Anwender oder ambitionierte Hobbyisten nützlich, die RGB-Balance und einzelne Sekundärfarben feinjustieren möchten. In Verbindung mit einem externen Kalibriergerät lassen sich die besten Ergebnisse erzielen.
Design, Ergonomie und Verarbeitung
Standfuß und Anpassungsmöglichkeiten
Der robuste Standfuß bietet Höhenverstellung, Neigung, Schwenk und Pivot, sodass der Monitor an verschiedene Sitzpositionen und Arbeitsplätze angepasst werden kann. Die präzise Winkel-Skala erleichtert reproduzierbare Einstellungen, etwa für Turnier-Setups oder Stream-Layouts.
Zusätzliche Ausstattung
Ein klappbarer Kopfhörerhaken ist ein kleines, aber praktisches Detail, ebenso wie die abnehmbaren Seitenblenden, die Reflexionen reduzieren und die Immersion steigern können. Die Materialwahl und Verarbeitung wirken solide, was für Dauereinsatz in intensiven Gaming-Sessions wichtig ist.
Anschlüsse, Kompatibilität und praktische Nutzung
Port-Übersicht
Der Master 27M1 Plus bietet zwei HDMI-2.1-Ports und zwei DisplayPort-1.4-Eingänge, die jeweils 1440p bei 400Hz unterstützen. Dazu kommen eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, ein USB-2.0-Port und ein Mini-USB-Anschluss. Diese Auswahl macht den Monitor flexibel einsetzbar: Er eignet sich sowohl für High-End-Gaming-PCs als auch für Setups mit mehreren Quellen.
Konsolen- und PC-Kompatibilität
Während HDMI 2.1 moderne Konsolen unterstützt, sind 400Hz-Betriebsmodi derzeit praktisch ausschließlich für leistungsstarke Gaming-PCs relevant – die meisten Konsolen liefern nicht annähernd so hohe Bildraten. Für PC-Spieler mit starken GPUs (z. B. High-End-Modelle von NVIDIA und AMD) ist die Kombination aus QHD-Auflösung und extrem hoher Bildwiederholrate ideal, um maximale Frame-Zahlen zu realisieren.
Leistung in Spielen und Anwendungen
Esports und kompetitives Gaming
In kompetitiven Titeln wie Counter-Strike, Valorant oder Rocket League bringt eine höhere Bildwiederholrate greifbare Vorteile: flüssigere Zielverfolgung, geringere Dysrhythmie bei schnellen Kameraschwenks und potenziell verringerte Reaktionszeit. Trotz abnehmendem Nutzen jenseits bestimmter Frameraten ist das subjektive Gefühl eines glatteren Spiels für viele Esportler entscheidend.
Streaming, Streaming-Workflows und Content-Erstellung
Für Streamer und Content-Ersteller ist die Farbtiefe und Kalibrierbarkeit relevant. Die Kombination aus hoher Farbraumabdeckung und Sechs-Achsen-Kalibrierung erlaubt eine verlässlichere Farbdarstellung beim Aufnehmen und Schneiden von Videos. Gleichzeitig erleichtert die native QHD-Auflösung das Arbeiten mit Detailansicht, ohne die GPU so stark zu belasten wie 4K.
Vergleich, Preis-Leistung und Alternativen
Positionierung im Markt
Mit dem Preis von 353 US-Dollar liegt der Master 27M1 Plus im preislich attraktiven Mittelfeld für einen 27-Zoll-High-Refresh-Monitor. Viele Konkurrenzmodelle mit 360Hz- oder 240Hz-Panel lassen sich in einem ähnlichen Preisrahmen finden, jedoch kombiniert KTC hier 360Hz-native Refresh-Rate, übertaktbares 400Hz, IPS-Panel und solide Farbwerte – eine seltene Kombination.
Wichtige Alternativen
Wettbewerber kommen von etablierten Marken, die ebenfalls auf Esports-Modelle setzen (z. B. Modelle mit TN- oder schnellen IPS-Panels). Käufer sollten folgendes abwägen: native Bildwiederholrate vs. Overclock-Stabilität, Farbraum-Abdeckung, HDR-Qualität und ergonomische Extras. Nutzer, die mehr Wert auf HDR-Luminanz legen, könnten Displays mit HDR600 oder höher in Betracht ziehen; wer maximale Reaktionszeit will, prüft speziell optimierte TN- oder spezielle Advanced-IPS-Modelle.
Praxis-Tipps und Einrichtungshinweise
Optimales Setup für niedrige Latenz
Für geringe Systemlatenz empfiehlt es sich, in der GPU-Software die aktuelle Bildwiederholrate auf 400Hz einzustellen, V-Sync je nach Vorliebe ein- oder auszuschalten und adaptive Synchronisation zu aktivieren. Bei OverDrive-Stufen gilt: immer auf unerwünschte Artefakte testen und die Stufe wählen, die Ghosting reduziert, ohne Halos zu erzeugen.
Kalibrierungsempfehlungen
Für farbkritische Arbeit lohnt sich eine Kalibrierung mit einem Hardware-Kalibrator (z. B. X-Rite oder Datacolor). Starten Sie mit dem werkseitig kalibrierten Profil und justieren Sie dann Weißpunkt, Gamma und die sechs Farbachsen, um die besten Resultate für Ihre Workflows zu erzielen.
Fazit: Für wen eignet sich der Master 27M1 Plus?
Der KTC Master 27M1 Plus spricht vor allem kompetitive Gamer und Esport-orientierte Nutzer an, die höchste Bildwiederholraten in Kombination mit respektabler Farbtreue möchten. Die Balance aus QHD-Auflösung, 360Hz nativer Rate (mit 400Hz-Overclock), IPS-Panel und werksseitiger Kalibrierung macht ihn zu einer attraktiven Wahl für Spieler, die nicht ausschließlich auf maximale HDR-Qualität oder 4K setzen. Für Content-Creator, die neben Gaming arbeiten, bietet die Sechs-Achsen-Kalibrierung einen praktischen Mehrwert.
Insgesamt überzeugt das Paket durch gute Ausstattung, solide Ergonomie und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das in seiner Klasse schwierig zu schlagen ist. Ob 400Hz irgendwann zum Standard wird, hängt von der weiteren Entwicklung der Hardware und der Akzeptanz im Esports-Bereich ab — für Nutzer, die den kleinsten Vorteil suchen, ist der Master 27M1 Plus jedoch eine lohnende Option.
Häufige Fragen (Kurzüberblick)
Unterstützt der Monitor echte 400Hz auf allen Eingängen?
Der Monitor bietet 400Hz-Betrieb über die angegebenen Eingänge (HDMI 2.1 und DP 1.4) unter optimalen Bedingungen; die tatsächliche Verfügbarkeit hängt von der GPU, den verwendeten Kabeln und den Treibern ab.
Ist der Monitor für Konsolen sinnvoll?
Für Konsolen ist der Nutzen begrenzt, da aktuelle Konsolen selten die für 400Hz nötigen Bildraten liefern. Für PC-Spieler mit leistungsstarker Hardware ist das Feature hingegen sehr relevant.
Reicht HDR400 für echtes HDR?
HDR400 bietet einen Einstieg in HDR-Wiedergabe, liefert aber nicht die Tiefe und Helligkeit teurerer HDR-Implementierungen mit lokalem Dimming. Es ist ein spürbarer Vorteil gegenüber SDR, aber kein High-End-HDR.
Quelle: smarti
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