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Samsung scheint bereit, die Preise für das Galaxy S26 in Südkorea anzuheben, während die Listenpreise für den US-Start zumindest zunächst unverändert bleiben. Im Folgenden wird erklärt, was die Verschiebung antreibt, welche Modelle betroffen sein dürften und wie Käufer trotzdem einem Preisschock entgehen können.
Price changes: small numbers that add up
Branchenquellen, auf die FN News sich beruft, berichten, dass Samsung den Preis der Basisvariante des Galaxy S26 mit 256 GB in Korea um etwa KRW 44.000 bis KRW 88.000 anheben will. Zum Vergleich: Das Galaxy S25 startete bei KRW 1.155.000, das S25+ bei KRW 1.353.000 und das S25 Ultra bei KRW 1.698.400. Diese Zunahme mag auf den ersten Blick nur kleine Ziffern darstellen, summiert sich aber über Stückzahlen und kann Käufer dazu veranlassen, auf Startaktionen, Trade-in-Angebote oder Monatsaktionen zu warten.
Why Korea, and why now?
Die Erklärung ist überwiegend wirtschaftlich: steigende Speicherpreise und ein schwacher Won. Der Preis für 12GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt und könnte bis zur zweiten Jahreshälfte erneut um bis zu 40 % steigen. Auch die NAND-Flash-Preise (für den internen Speicher) ziehen an, was insbesondere bei höherkapazitiven SKUs die Produktionskosten merklich erhöht.
Hinzu kommt, dass der südkoreanische Won zuletzt die Marke von 1.400 pro US-Dollar überschritten hat, wodurch importierte Komponenten für koreanische Fertigungsstätten, die Teile weltweit beziehen, deutlich teurer werden. Diese Kombination aus Komponenteninflation und Wechselkursdruck erklärt, warum Samsung gezwungen sein könnte, lokale Preise anzupassen, um Margen zu schützen und gleichzeitig die Investitionen in Forschung, Entwicklung und Fertigung zu sichern.

Chipset supply and the Snapdragon vs Exynos story
Die Ausgaben Samsungs für Smartphone-Chipsätze waren im letzten Jahr enorm: Schätzungsweise KRW 11 Billionen für Chipsets in Q3 und Q4 — rund 7,6 Milliarden US-Dollar, davon ein Großteil an Qualcomm. Das ist einer der Faktoren, die Samsung dazu motivieren, mehr Modelle auf die firmeneigenen Exynos-Chips umzustellen, da diese interne Fertigung zumindest einen Teil der Währungsrisiken und externen Bezugsabhängigkeiten reduzieren kann. Gleichzeitig hat Exynos bisher Snapdragon in vielen Marktsegmenten nicht flächendeckend verdrängt.
Aktuelle, wenn auch nicht vollständig bestätigte Leaks deuten darauf hin, dass die Galaxy S26-Serie in den meisten Regionen auf Snapdragon-Chips setzen wird, wobei Südkorea möglicherweise die Ausnahme bleibt und weiterhin mit Exynos-Versionen versorgt wird. Diese Strategie spiegelt technische, wirtschaftliche und marktspezifische Überlegungen wider: Qualcomm bietet oft Leistungsvorteile und stabile Lieferketten, während Exynos Samsung mehr Kontrolle über Design, Fertigung und Kostenflexibilität geben kann.
Different launch prices by market
Berichten zufolge wird Samsung die US-Startpreise gegenüber der S25-Reihe unverändert lassen — also ungefähr 800, 1.000 und 1.300 US-Dollar für Basis-, Plus- bzw. Ultra-Modelle. In der Praxis können jedoch Einführungsangebote, Mobilfunkanbieter-Promos und Händlerrabatte lokale Preissteigerungen abmildern; Käufer sollten daher nach November-ähnlichen Aktionen, Frühbesteller-Bundles und Trade-in-Boni Ausschau halten, wenn die Geräte verfügbar sind.
What to expect at launch
- Unveiling: Samsung wird voraussichtlich die S26-Serie Ende Februar in San Francisco vorstellen, gefolgt von einem Verkaufsstart im frühen März. Dabei sind Präsentationen, technische Details zu Kamera, Display und Akku sowie erste Benchmarks zu erwarten, die die Performance und Energieeffizienz der neuen SoCs beleuchten.
- Market splits: Einige Regionen dürften höhere Verkaufspreise sehen; andere Märkte werden die Preise von 2025 beim Launch beibehalten. Diese regionale Preisstrategie hängt von lokalen Produktionskosten, Steuern, Subventionen und Vertriebspartnerschaften ab und beeinflusst letztlich, wo sich ein Kauf ökonomisch am meisten lohnt.
- Other models: Der Preisdruck beschränkt sich nicht nur auf die S-Serie — auch Mittelklasse-Modelle erfahren Anpassungen. Beispielsweise soll das Galaxy A56 in Indien bereits eine kleine Preiserhöhung erfahren haben. Solche Verschiebungen zeigen, dass Speicherinflation und Zulieferkosten branchenweit wirken.
How buyers can avoid overpaying
Wer das S26 ohne unnötigen Aufpreis haben möchte, sollte einige Taktiken in Betracht ziehen: Auf Startaktionen warten, Trade-in-Angebote bei Mobilfunkanbietern prüfen oder in Märkten kaufen, in denen Samsung die Preise des Vorjahres beibehält. Für Einwohner Südkoreas empfiehlt sich das Timing des Kaufs innerhalb der ersten Launch-Fenster — Händler bieten oft zeitlich begrenzte Rabatte, Bundles mit Zubehör oder zusätzliche Services, die frühe Preisaufschläge relativieren.
Darüber hinaus lohnt es sich, die Spezifikationen und den Speicher- bzw. RAM-Bedarf nüchtern zu bewerten: Ein höherer interner Speicher oder mehr RAM treibt die Kosten durch teurere NAND- und LPDDR5X-Komponenten. Wer weniger Kapazität verglichen mit seinem Nutzungsverhalten akzeptiert, kann substantiell sparen. Ebenfalls empfehlenswert ist, unabhängige Testberichte und Langzeiterfahrungen mit Exynos- vs. Snapdragon-basierten Varianten abzuwarten, da Leistungsprofil, Energieverbrauch und Softwareoptimierungen je nach SoC variieren können.
Letzten Endes zeigt die S26-Preisentwicklung deutlich, wie Komponentenknappheit, Speicherinflation und Währungsschwankungen die Ökonomie von Smartphones schnell verändern können. Beobachten Sie offizielle Samsung-Mitteilungen, sobald der Februar näher rückt, und erwarten Sie verstärkte Marketingmaßnahmen in den ersten Verkaufswochen. Verbraucher sollten Preise, regionale Angebote und Trade-in-Boni vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis beim Kauf eines Galaxy S26 zu erzielen.
Quelle: gsmarena
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