8 Minuten
Die nächste Foldable-Generation von Samsung ist erstmals in der GSMA-IMEI-Datenbank aufgetaucht. Das deutet darauf hin, dass das Galaxy Z Fold8 und das Z Flip8 bereits in internen Tests und Zertifizierungsverfahren sind — und dass möglicherweise ein drittes, bislang unerwartetes Modell in Vorbereitung ist. Solche Sichtungen in nationalen und internationalen IMEI-Listen sind ein häufiger erster Hinweis darauf, dass Geräte die Fertigungs- und Prüfprozesse durchlaufen und bald in weitere Zulassungsstellen eingespeist werden könnten. Für die Branche sind diese Einträge wertvoll, weil sie Modellnummern, Zielmärkte und manchmal Varianten verraten, lange bevor Hersteller offizielle Details veröffentlichen.
IMEI-Einträge zeigen Modellnummern und Marktkennzeichnungen
In der Datenbank tauchen zwei Einträge auf, die unter den Modellnummern SM-F976U und SM-F776U geführt werden. Branchenbeobachter bringen diese Nummern mit hoher Wahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Galaxy Z Fold8 beziehungsweise dem Galaxy Z Flip8. Auffällig ist das Suffix "U" am Ende der Modellbezeichnungen: Samsung verwendet dieses Kennzeichen häufig für für den US-Markt vorgesehenen Einheiten. Weltweite oder europäische Varianten tragen dagegen oftmals ein "B" am Ende der Modellnummer.
Zusätzlich listet die IMEI-Übersicht Marktbezeichnungen wie Q8 und B8 für die jeweiligen Einträge. Das passt zur Namenslogik von Samsung: Aktuell trägt das Z Fold7 die Marktkennung Q7, das Z Flip7 ist als B7 gelistet. Die Bezeichnungen Q8 und B8 stehen damit in direkter Kontinuität zu dieser Reihe und legen nahe, dass es sich um die Hauptvarianten der Galaxy-Z-Familie für das Jahr 2026 handeln dürfte. Solche Marktkennzeichnungen sind nützlich, weil sie schneller veraltetem Marketing-Namen folgen und interne Varianten klarer trennen können.
Technisch geben IMEI-Listen zwar keine Hardwaredaten wie Prozessor, RAM oder Kamerasensoren preis, doch lassen sich aus Modellnummern und Marktkennungen Rückschlüsse auf regionale Konfigurationen, erwartete Frequenzbänder und mögliche Software-Festlegungen ziehen. Entwickler, Netzbetreiber und Zubehörhersteller beobachten diese Einträge deshalb genau, um sich zeitlich vorzubereiten. Auch Händler nutzen solche Hinweise, um Absatzplanung und Logistik für spätere Vorbestellungen zu antizipieren.

Aus der Kombination von Modellnummern und Marktkennzeichnung lassen sich mehrere indirekte, aber nützliche Interpretationen ableiten: 1) Da beide aufgeführten Modelle das "U"-Suffix tragen, ist eine gezielte Freigabe oder spezielle Konfiguration für den nordamerikanischen Markt wahrscheinlich; 2) Die parallelen Markt-Codierungen Q8/B8 stärken die Annahme, dass es sich um die direkten Nachfolger der Z-Reihe handelt, also um die Hauptmodelle und nicht um Nischenvarianten; 3) Frühzeitige IMEI-Einträge deuten darauf hin, dass die Geräte bereits Prüfungen durchlaufen, die für Netzbetreiber- und Länderzulassungen nötig sind (z. B. FCC in den USA, CE-Kennzeichnungen in Europa oder lokale Telekomm-Prüfstellen).
Ein drittes Gerät taucht auf — könnte das ein Fold FE sein?
Parallel zu den beiden oben genannten Einträgen ist ein weiterer Listeneintrag aus Anfang Dezember aufgetaucht: die Modellnummer SM-F971U mit der Marktbezeichnung H8. Analysten und Branchen-Insider spekulieren, dass es sich hierbei um eine günstigere Variante des Fold handeln könnte — ein mögliches Galaxy Z Fold FE (Fan Edition) — oder um eine konfigurationsspezifische Version, die für ausgewählte Märkte gedacht ist.
Die Idee eines Fold-FE ist deshalb plausibel, weil Samsung in der Vergangenheit Fan Edition-Modelle als Strategie genutzt hat, um breitere Käuferschichten anzusprechen. Beispiele aus der Vergangenheit sind die Galaxy S20 FE und das S21 FE, bei denen das Unternehmen gezielt an bestimmten Komponenten spart, um den Preis zu senken, ohne das Grundkonzept der Geräte zu verwässern. Bei einem Fold FE könnte Samsung auf ausgewählte Materialien, leicht angepasste Kameramodule, ein anderes Display-Panel oder eine andere Speicherausstattung setzen, um die Anschaffungskosten zu reduzieren und so die Akzeptanz faltbarer Smartphones zu erhöhen.
Welche technischen Einsparungen wären denkbar? In einem Fan Edition-Foldable könnte Samsung beispielsweise auf ein weniger teures Außenmaterial setzen (Polycarbonat statt Glas in bestimmten Bereichen), ein älteres, aber weiterhin leistungsfähiges SoC verwenden oder geringfügig kleinere Akkus bzw. adaptierte Schnellladefunktionen anbieten. Gleichzeitig dürfte Samsung die Kernmerkmale eines Foldings — robustes Scharnier, hochwertiges Innen-Display und die zugehörige Softwareerfahrung für Multitasking — beibehalten, weil genau diese Eigenschaften die Kaufmotivation für Fold-Modelle darstellen.
Ein weiterer Grund für die Spekulationen ist die Marktstrategie: Ein Fold FE würde den Eintrittspreis für faltbare Smartphones senken und könnte so als Brücke dienen, um technikaffine Käufer zu erreichen, die bislang aus Preisgründen auf klassische Flachgeräte gesetzt haben. Für Samsung wäre das auch eine Chance, Marktanteile gegenüber Wettbewerbern zu verteidigen und die eigene Nutzerbasis in der Z-Reihe zu erweitern.

Gleichzeitig sind einige Unsicherheiten zu beachten: IMEI-Listings belegen nur, dass Geräte registriert und für Tests vorgesehen sind — nicht, dass diese Modelle definitiv so in den Handel kommen, wie sie gelistet sind. Hersteller ändern noch Software, Hardware-Konfigurationen oder Marktstrategien bis zur finalen Freigabe. Der Eintrag SM-F971U ist ein klarer Hinweis, aber kein finales Versprechen.
Zeitplan: Wann könnte Samsung die neuen Modelle vorstellen?
Samsung hat in den letzten Jahren die Veröffentlichung seiner faltbaren Spitzenmodelle überwiegend in der Jahresmitte platziert. Historisch lagen die Ankündigungen der Galaxy-Z-Modelle häufig in den Sommermonaten, mit Launch-Events oder Vorstellungszeiträumen um Juli oder August. In Anbetracht dieses Rhythmus erscheinen Präsentationen für das Galaxy Z Fold8 und Z Flip8 gegen Juli/August 2026 plausibel.
Die frühen IMEI-Einträge passen zu einem Zeitplan, in dem Prototypen und Vorserienmodelle bereits Monate vor der offiziellen Vorstellung von Samsung in Zertifizierungsstellen und bei Netzbetreibern geprüft werden. Solche Prüfphasen inkludieren Tests zu Funkkompatibilität, Sicherheit, Akkuleistung, Interoperabilität mit Netzbetreiberdiensten und die Validierung von Softwarefeatures für verschiedene Regionen und Sprachen. Die Sichtung in der GSMA-Datenbank signalisiert also den Beginn einer Phase, in der Hersteller und Zulieferer die letzten technischen sowie regulatorischen Hürden überwinden.
- Entdeckte Modelle: SM-F976U (vermutlich Fold8) und SM-F776U (vermutlich Flip8)
- Mögliches drittes Modell: SM-F971U, Marktname H8 — Spekulation: Fold FE (Fan Edition)
- Marktkennzeichen: Q8 für den Fold, B8 für den Flip (analog zu Q7/B7)
- Vermutetes Launch-Fenster: Juli–August 2026
Aus SEO-Sicht und für Leser, die nach konkreten Informationen suchen, sind diese Kerndaten wichtig: Modellnummern, Marktkennzeichnungen und der wahrscheinliche Zeitrahmen geben eine Basis für weitere Recherche und Bewertung. Für Entwickler von Zubehör, App-Entwickler und Mobilfunkanbieter sind die frühe Verfügbarkeit solcher Informationen entscheidend für Kompatibilitätsprüfungen und die Planung von Bundles oder Tarifangeboten.

Wie immer bei frühen Datenbank-Sichtungen können sich Details bis zur offiziellen Ankündigung ändern: Modellnummern werden manchmal neu vergeben, Varianten zusammengelegt oder komplett gestrichen, und Marktstrategien können angepasst werden. Dennoch geben die IMEI-Einträge aktuell ein recht klares Bild der Roadmap von Samsung für die Galaxy-Z-Reihe 2026.
Aus Sicht der Marktentwicklung ist besonders interessant, ob ein Fold-FE-Modell die Verbreitung von faltbaren Smartphones weiter vorantreiben kann. Ein günstigerer Einstiegspreis gepaart mit der typischen Fold-Experience könnte die Technologie für einen breiteren Nutzerkreis attraktiv machen und die Ökosystementwicklung beschleunigen — etwa durch mehr Apps, optimierte Hüllen, Schutzfolien und weiteres Zubehör, das speziell auf die Anforderungen faltbarer Displays zugeschnitten ist.
Technologieinteressierte und Kaufinteressenten sollten die Monate vor der erwarteten Vorstellung aufmerksam verfolgen: Zusätzliche Zertifizierungen (z. B. FCC-Einträge), weitere IMEI-Sichtungen, Bluetooth SIG-Listings oder erste Lieferketten-Leaks geben oft zusätzliche Hinweise zu Spezifikationen wie Chipsets (z. B. erwartete Snapdragon-Generationen oder Exynos-Alternativen), Kamera-Hardware, Akkukapazität und neuen Softwarefunktionen für Multitasking und Produktivität.
Kurzfristig bleibt abzuwarten, wie Samsung die Balance zwischen Innovation, Robustheit und Preis gestaltet. Diese Faktoren werden entscheidend dafür sein, ob faltbare Geräte künftig einen nennenswerten Anteil am Smartphone-Markt einnehmen oder weiterhin ein Nischen- beziehungsweise Premiumsegment bleiben. Die IMEI-Einträge sind ein frühzeitiger, aber wichtiger Indikator dafür, in welche Richtung die Strategie 2026 gehen könnte.
Wenn Sie die Entwicklung der Galaxy-Z-Reihe verfolgen, lohnt es sich, auf offizielle Ankündigungen sowie verlässliche Leaks und Tests zu achten. Bis zur offiziellen Präsentation können Modell- und Marktkennungen zwar Hinweise geben, doch endgültige Kaufentscheidungen sollten erst nach detaillierten Hands-on-Tests, Benchmarks und Prüfberichten getroffen werden.
Zusammenfassend: Die GSMA-IMEI-Einträge für SM-F976U, SM-F776U und SM-F971U liefern Frühindikatoren für Samsungs Pläne rund um das Galaxy Z Fold8, Z Flip8 und eventuell ein günstigeres Fold-FE-Modell. Ob das Fold FE die breite Masse erreicht und faltbare Smartphones wirklich massentauglich macht — das wird eine der spannendsten Fragen auf dem Weg zur Sommervorstellung 2026 sein.
Quelle: gsmarena
Kommentar hinterlassen