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Samsung erweitert seine Tools für mobiles Gaming mit Game Booster+, einem Good Lock Modul für One UI 8.5, das Controller-Mapping, individuelle Leistungsanpassungen pro Spiel sowie die Möglichkeit bietet, Ingame-Intros schnell zu überspringen. Für Spieler auf einem Galaxy-Smartphone könnte das die Art zu spielen deutlich verändern.
Turn touchscreen-only titles into controller-ready games
Stellen Sie sich vor, Sie starten einen mobilen Shooter oder Plattformtitel, der normalerweise auf On-Screen-Buttons angewiesen ist — und verbinden sofort Ihr bevorzugtes Bluetooth-Gamepad. Game Booster+ erlaubt es, Bildschirmelemente auf Controller-Tasten und Trigger zuzuordnen, sodass ansonsten rein touchbasierte Spiele zu vollwertigen Controller-Erlebnissen werden. Das ist eine erhebliche Erleichterung für Spieler, die physische Sticks und Trigger gegenüber Tipp-Steuerung bevorzugen.
Die Controller-Zuordnung (Controller-Mapping) ist nicht nur ein Komfortmerkmal, sondern verändert auch Spielbarkeit und Eingabegenauigkeit: Analogsticks ermöglichen feinere Bewegungssteuerung, Trigger können für variable Aktionen genutzt werden, und mehrere Belegungen pro Button eröffnen komplexere Eingabekombinationen. Für kompetitive Spieler bedeutet das oft eine bessere Kontrolle, niedrigere Eingabeverzögerung und insgesamt eine stabilere Steuerung bei Titeln, die ursprünglich nur Touch-Eingaben unterstützen.
Game Booster+ unterstützt dabei nicht nur Standard-Gamepads, sondern in der Praxis auch verschiedene Bluetooth-Controller und Adapterlösungen — vorausgesetzt, das Gerät erkennt das Pad als Controller. Die Einrichtung erfolgt über eine Oberfläche im Good Lock Modul, in der Nutzer Tastenbelegungen speichern, Profile für bestimmte Spiele anlegen und zwischen mehreren Controller-Setups wechseln können. Für Streamer, Testspieler und Nutzer, die mehrere Controller-Layouts benötigen, ist diese Flexibilität besonders nützlich.
Fine-tune performance per game
Über das reine Mapping hinaus erlaubt Game Booster+ feine Anpassungen an CPU- und GPU-Einstellungen pro Spiel, sodass Sie Bildrate und Energieverbrauch je nach Titel ausbalancieren können. Diese Funktion ersetzt den älteren Toggle "Turn on Game Booster GPU Settings" und bietet Spielern granulare Kontrolle: Sie können Leistung für anspruchsvolle Spiele erhöhen oder die Batterieeffizienz für entspannte Sessions priorisieren.
Konkreter bedeutet das: Für grafikintensive AAA-Ports oder Cloud-Gaming-Titel lässt sich die GPU-Performance hochsetzen, um Stottern zu reduzieren und stabilere 60+ FPS zu erreichen, sofern das Display und die Engine das unterstützen. Bei weniger fordernden Casual-Games oder beim längeren Spielen unterwegs können Sie hingegen eine CPU/GPU-Drosselung wählen, um thermische Aufheizung und Energieverbrauch zu minimieren. Das Modul kann dabei helfen, Wärmeentwicklung zu kontrollieren und die Drosselung so zu steuern, dass die Nutzererfahrung nicht unnötig leidet.
Darüber hinaus beinhaltet Game Booster+ mögliche Anpassungen wie Frame-Rate-Limits, Optionen zur Grafikausgabe (z. B. reduziertes Post-Processing oder MSAA-Einstellungen) und Priorisierungsregeln für Hintergrundprozesse, die die Leistung beeinflussen. Für technisch interessierte Nutzer liefert das Modul Hinweise zur erwarteten Auswirkung einer Einstellung auf Frame-Rate, CPU-Load und Batterieverbrauch. Diese Informationen machen die Leistungsoptimierung nachvollziehbar und ermöglichen fundierte Entscheidungen statt blindem Ausprobieren.
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Skip the fluff — fast-forward intro videos
Eine praktische Zeitersparnis ist die Option zum Vorspulen von Intro-Videos. Wenn aktiviert, laufen Ingame-Intros und Zwischensequenzen in schnellerer Wiedergabe ab, sodass Sie schneller ins Spielgeschehen gelangen, ohne sich wiederholende Startsequenzen abwarten zu müssen. Für Tester, Reviewer oder Spieler, die häufig Inhalte wiederholen, ist das eine kleine, aber spürbare Qualitätsverbesserung.
Das Vorspulen betrifft nicht nur simple Werbeblöcke oder Laufzeiten beim Spielstart, sondern kann auch bei längeren Eröffnungsfilmen sinnvoll sein, die bei jedem Neustart identisch ablaufen. In Kombination mit Profileinstellungen lässt sich das Verhalten pro Spiel festlegen: Bei Story-lastigen Titeln behalten Sie das Intro vielleicht aktiviert, bei Multiplayer- oder schnellen Testläufen wird es automatisch übersprungen. Diese Funktion ist also nicht nur ein Komfort-Feature, sondern verbessert die Effizienz beim Testen und beim schnellen Wechsel zwischen Titeln.
Zudem trägt die schnellere Navigation beim Start zur allgemeinen Nutzerfreundlichkeit bei: weniger Wartezeit bedeutet mehr Spielzeit, was sich insbesondere in Umgebungen mit kurzen Sessions positiv bemerkbar macht — etwa im Pendelverkehr, in Pausen oder bei Events. Für Entwickler kann dieses Verhalten zudem helfen, wiederholte Testläufe zu beschleunigen.
Availability: limited to One UI 8.5 for now
Diese Funktionen sind an One UI 8.5 und die aktualisierten Good Lock Module gebunden. Derzeit sind sie nur in der One UI 8.5 Beta verfügbar, die Samsung in ausgewählten Ländern für das Galaxy S25, S25+ und S25 Ultra ausgerollt hat. Wer keines dieser Geräte besitzt, muss sich noch gedulden: Laut Samsungs Fahrplan wird die stabile Version voraussichtlich mit der Galaxy S26 Serie erscheinen.
Die Limitierung auf One UI 8.5 hat mehrere Ursachen: Good Lock Module sind tief in die Systemoberfläche integriert und benötigen passende APIs in One UI. Änderungen an Input-Handling, GPU-Treiberinteraktion oder System-Berechtigungen erfordern eine enge Abstimmung zwischen UI-Framework und Modul. Deshalb erscheint Game Booster+ zuerst in der Beta, um Kompatibilitätsfälle zu testen, Feedback zu sammeln und Stabilitätsprobleme vor einem breiten Rollout zu beheben.
Für interessierte Nutzer bedeutet das: Wer auf die neuen Funktionen nicht verzichten möchte, kann sich für die Beta anmelden, sofern sein Gerät und sein Markt dafür freigeschaltet sind. Beta-Programme bringen zwar frühzeitigen Zugriff, erfordern aber auch eine gewisse Bereitschaft, mit potenziellen Bugs umzugehen. Für den allgemeinen Nutzer ist das Warten auf die stabile Veröffentlichung mit der Galaxy S26 Serie die risikoärmere Option.

What this means for mobile gamers
- Mehr Titel werden controllerfreundlich, ohne dass Entwickler sie explizit anpassen müssen.
- Leistungsoptimierung pro Titel hilft, bessere Bildraten zu erzielen oder Batterie zu sparen.
- Schnellerer Start = weniger Wartezeit und mehr Spielzeit.
Während Good Lock und One UI sich weiterentwickeln, zeigt Game Booster+, dass Samsung verstärkt auf Anpassungsmöglichkeiten für Power-User und Gamer setzt. Wenn Sie ein kompatibles S25-Gerät im One UI 8.5 Beta-Programm haben, lohnt sich ein Test — andernfalls behalten Sie die breitere Verfügbarkeit mit der Galaxy S26 Serie im Blick.
Aus Entwicklersicht ist Game Booster+ ebenfalls relevant: Die Möglichkeit, Controller-Mapping auf Systemebene bereitzustellen, reduziert den Druck auf Studios, eigene Controller-Unterstützung in Patches nachzurüsten. Gleichzeitig eröffnet die per-Spiel-Leistungssteuerung die Chance, Titel mit variabler Qualitätseinstellung gezielt zu optimieren. Für Wettbewerber im Mobilmarkt setzt Samsungs Ansatz einen Standard in Richtung tiefer Systemintegration von Gaming-Tools.
Technisch versierte Nutzer sollten beachten, dass Eingriffslevel und Berechtigungen bei Good Lock Modulen weitreichend sind. Performance-Eingriffe wirken sich direkt auf Heat-Management, CPU-Boost-Pfade, Throttling und GPU-Workload aus. Wer maximalen Durchsatz erzwingen will, sollte die thermischen und langfristigen Auswirkungen im Blick behalten, da dauerhaft hochtaktende GPU/CPU-Kombinationen zu höherem Verschleiß und reduzierter Akkulaufzeit führen können.
Abschließend lässt sich sagen: Game Booster+ bündelt mehrere sinnvolle Funktionen — Controller-Mapping, fein granulare Leistungssteuerung und Intro-Fast-Forward — in einem Modul, das besonders für Power-User, Tester und engagierte mobile Gamer einen echten Mehrwert bieten kann. Die Integration in Good Lock und die Bindung an One UI 8.5 sorgen für tiefe Systemintegration, und mit der Ausweitung auf stabile Releases dürfte der Nutzen für breitere Nutzergruppen deutlich zunehmen.
Quelle: sammobile
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